IMGP0343Unser Tembo

Auf unserer Reise durch Süd-Ostafrika wird uns unser hoffentlich treues Gefährt „Tembo“ begleiten. Ich möchte an dieser Stelle einige Anmerkungen zu diesem machen. Wir haben uns im Vorfeld lange mit dem Auto beschäftigt, viel recherchiert, gelesen, gefragt usw. Neben technischen Details versuche ich deshalb auch einige Erfahrungen einfliessen zu lassen.

Technische Details:

– Land Rover Defender 110, 300 Tdi Motor (damit bekommt er nicht einmal eine rote Umweltplakette!)

– Bj. 1998, ca. 200Tkm, 113 PS

– zuletzt brachte er ca 2,8 t auf die Waage

Ich habe das Auto im Januar 2013 nach ca. einjähriger (Internet-) Recherche gekauft. Fündig wurde ich damals auf der Plattform „Wüstenschiff.de“. Anfangs hatte ich den Kauf eines solchen Autos gründlich unterschätzt. Zuerst bzw. nebenher musste die Frage der Marke und des Modells geklärt werden (Toyota oder Land Rover!?), dann sind solche speziellen Reisemobile nicht unbedingt üppig im Internet vertreten. Ausserdem sind natürlich die Preise und die Angebote sehr unterschiedlich. Oft gibt es Angebote von Leuten, die sich für viel Geld (70T EUR aufwärts) ein neues Reisemobil dieser Art haben Ausrüsten lassen, die die Art des Reisens dann nach wenigen Reisen und damit km nicht mögen und das Auto wieder los haben wollen -> dies war viel zu teuer für uns. Die andere Seite sind Autos, welche jahrelang gefahren wurden, viele km auf dem Buckel haben und z.T. im schlechtem Zustand sind. Diese gibt es für wenig Geld, machen aber nicht gerade den besten Eindruck. Wir hingegen haben eigentlich etwas dazwischen gesucht und gerade hier ist der Markt nach meinen Erfahrungen schlecht und die Konkurrenz unter den Interessenten gross. Jedem, der sich also ein derartiges Mobil zulegen möchte, rate ich, mindestens ein Jahr der Recherche einzuplanen. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich zumindest ein 3/4 Jahr vor Beginn der Reise den Defender erstanden habe, da diese Zeit eigentlich schon fast zu knapp ist. Trotz des hervorragenden Zustandes des Defenders gab es doch durchaus noch viel zu tun und für mich kennen zu lernen. Auch ein Probeurlaub in Italien war wichtig, um das Auto nochmals richtig zu testen. Dabei haben sich z.B. Probleme mit dem Kühler offenbart, welche wir so noch beheben konnten. Auch habe ich mir als Laie in Sachen Fahrzeugtechnik die Grundlegende Technik des Defenders und des 300 Tdi Motors beibringen müssen. Auch ein Finaler Check beim Landy Point hat seine Zeit gedauert.

Alles in Allem wurden folgende Komponenten nach dem Kauf überholt bzw. erneuert (auch wenn es z.T. nicht unbedingt nötig war):

– Check des Verteilergetriebes

– neuer Auspuff und neues Endrohr

– neue Spurstangenköpfe und Neueinstellung dieser

– neuer Kühler, neuer Ausgleichsbehälter und neue Kühlwasserschläuche

– Reinigen des Turbo – Zwischenkühlers und Überprüfung des Thermostates

– Teilweise Neuverkabelung der Bordelektronik und neues Radio

– 2 neue Stossdämpfer hinten, da die alten einen sehr starken Verschleiss an den Halterungen gezeigt haben

– Wechsel aller Öle und auffüllen Servolenkungsflüssigkeit

– Check der Bremsen und teilweise Erneuerung der Bremsklötze

Bezüglich der Ausrüstung des Defenders:

Als wir Tembo gekauft haben war er für solch eine Reise schon so gut ausgerüstet, dass wir nur Kleinigkeiten diesbezüglich hinzugefügt haben. Die Aufteilung der Schränke in „Flight – Case – Bauweise“ haben wir garnicht verändert. Folgende Dinge, welche mit einem Stern (*) gekennzeichnet sind, waren schon beim Kauf im Defender enthalten.

– Hub- Schlafdach der Firma Ex-Tec (eingebaut 2005) *

– Optima Yellow – Red Batteriesystem *

– 2 Ersatzreifen *

– Seilwinde *

– Bergegurte, Schäkel und Umlenkrolle

– Sandbleche *

– Kocher + Gasflasche *

– Küchenausrüstung, Kaffekanne, Besteck

– Kühlbox von National Luna, 40 l *

– 86 l Zusatztank *

– Axt, Schaufel, Spaten

– Seitenzelt mit Kedarleiste von „Berger“, ursprünglich für einen VW T5 konzipiert

– Heckzelt: Eigenkonstrucktion welche noch erprobt werden muss!

– 2 Campingstühle + Tisch

– Coleman – Lampe für bleifreies Benzin

– HD Kompressor T Max (75 l/min)

– diverse Taschenlampen und Stirnlampen

– bei Thema „Ersatzteile“ haben wir lange überlegt und uns letztendlich, auch auf Grund von Gesprächen mit dem „LandyPoint“ und anderen erfahrenen Overlandern und Defender- Kennern, für haupsächlich Kleinteile enschieden. Komponenten, wie eine Kardanwelle, Wasserpumpe oder einen „Ersatz-Turbo“ ,haben wir nicht dabei. Dafür aber Folgendes:

  • Bremsblöcke
  • 1 l Öl für jede Anforderung (Motor, Differential, usw.)
  • Fettpresse
  • Luftfilter, Ölfilter, Dieselfilter
  • Poly – V Riemen und Zahnriemen
  • diverse Kühlwasserschläuche und Rohrschellen, Sammlung an Schrauben
  • Inneres und äusseres Radlager
  • Draht, Kleber, Dichtmasse, Threat Lock
  • Auswahl an Kabel, Kabelverbindungen, Isolierband, Klemmschellen, Sicherungen, Schrumpfschlauch, Multimeter, Kabelbinder

– Werkzeugkoffer *

– High-Lift Wagenheber, hydraulischer Wagenheber *

– 2 mal 20 l Wasserkanister *

– Solarmodul von Sunware SW 3064 35Wp und Solarladeregler FOX 350 LCD

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