~Rückblick~

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Hallo ihr Lieben,

endlich ist es so weit und wir haben versucht, das „Jahr Afrika“ in einer Art Resümee zusammen zu fassen. Wir sind nun wieder vier Monate in Deutschland (seit dem 19.11.2014) und wissen nicht genau, ob wir „schon“ oder „erst“ sagen sollten. Einerseits ist die Zeit seit der Rückkehr so schnell vergangen, andererseits hat sich in diesen Monaten so viel getan und verändert, dass wir manchmal nicht glauben können, erst vier Monate wieder hier zu sein. Doch zu unserer momentanen Situation erzählen wir euch später etwas, nun möchten wir noch einmal auf unser aufregendes Jahr in Afrika zurück blicken…

Im Oktober 2013 Wir verschifften unseren Landrover „Tembo“ von Hamburg nach Namibia und buchten uns selbst einen Flug für den 13.11. nach Johannesburg. Dort verbrachten wir eine Woche, bevor wir nach Windhoek/ Namibia flogen, um das Auto abzuholen. Voller Vorfreude und Spannung starteten wir Anfang Dezember 2013 in Namibia unsere große Reise mit Tembo und durchquerten folgende Länder auf dem afrikanischen Kontinent: Namibia, Südafrika, Lesotho, Botswana, Zambia, Zimbabwe, Mosambik (nur 100km Transit) , Malawi, Tanzania, Rwanda, Uganda, Kenia, Äthiopien, Sudan, Ägypten.

Von Ägypten nahmen wir die Fähre nach Iskenderun/ Türkei und fuhren über Alanya, Pamukkale und Istanbul nach Griechenland. Von Igumenitsa/ Griechenland nahmen wir erneut die Fähre nach Venedig und gelangten dann an einem Tag über Österreich nach Hause nach Deutschland. Wir sind insgesamt 42km gefahren und waren genau 1 Jahr und 5 Tage unterwegs. Das Auto hat bis auf ein paar kleine Reparaturen und einige Reifenwechsel zum Ende hin gut durchgehalten und wir auch!

Wir sind zurück!

Im Gespräch mit Familie, Freunden oder anderen Reiselustigen, werden wir oft gefragt, was uns denn auf der Reise am Besten gefallen hat und ob wir auch schlechte Erfahrungen gemacht haben.  Die Frage nach den schönsten Erlebnissen und Ländern ist schwer zu beantworten, da der Kontinent „Afrika“ so viele Seiten hat und jedes Land auf seine eigene Art und Weise einzigartig und besonders ist. Und wir haben ja eigentlich nur einen kleinen Teil des Kontinentes gesehen! Für einen längeren Urlaub eignen sich unserer Meinung nach besonders eine Reise nach Namibia/Botswana und nach Kenia. Namibia und Botswana wegen der wunderschönen Weite, der hohen Dünen und der einzigartigen Wildnis. Nach Kenia möchten wir noch einmal, weil dieses Land alles zu bieten hat: eine wunderschöne Küste, Berge, tolle Nationalparks (v.a. der Tsavo Park), interessante Kulturen (die Massai und Samburu z.B.) und einzigartige Seen (der Lake Turkana hat es uns sehr angetan). Besondere Highlight in Afrika waren für uns definitiv die Dünen in Sossusvlei/ Namibia und der Fallschirmsprung in Namibia, die Nationalparks in Botswana, der Besuch von Elefantenwaisenhäusern in Südafrika und Kenia, der schöne Malawisee, das Tauchen auf Sansibar/ Tanzania, das Gorilla- Trekking in Ruanda, der Turkanasee in Kenia, das Essen, die geführte Tour in die Danakil Senke in Äthiopien, die Pyramiden und die gastfreundlichen Menschen im Sudan und letztendlich das trubelige Kairo und die Tempel und Pharaonengräber in Ägypten. Ihr seht also jedes Land brachte für uns eine Besonderheit mit sich!  Sehr schön fanden wir auch, dass wir zwei Mal Besuch aus der Heimat bekamen! So flog Philipps Freund Boris im März 2014 zu uns für drei Wochen und wir reisten gemeinsam durch Botswana und Zambia. Im August 2014 besuchten uns Philipps Schwester Madeleine und ihr Freund Emu und wir gönnten uns einen zweiwöchigen Urlaub an Kenias wunderschönen Küste zwischen Mombasa und Shimoni.

Boris zu Besuch

Madeleine und Emu zu Besuch

Natürlich haben wir auch viele andere Reisende getroffen, von denen wir gerne mit einigen in Kontakt bleiben möchten. Alles in Allem waren wir jedoch erstaunt, wie häufig wir Campingplätze für uns alleine hatten und wie wenig junge Leute doch alleine mit dem Auto unterwegs sind. Die meisten Touristen, die für einige Monate reisten, waren entweder im Rentenalter oder mit einer geführten Tour unterwegs. Erstaunt waren wir darüber, wie viele mit dem Fahrrad lange Zeit reisen oder auch mit Motorrädern unterwegs waren.

Die Frage, ob wir uns jemals bedroht gefühlt und wirklich schlechte Erfahrungen gesammelt haben, lässt sich schnell mit einem „Nein“ beantworten. Wir wurden weder bedroht, noch groß überfallen (abgesehen davon, dass uns Straßenkinder in Addis Abeba unser Navi klauten) und an den Grenzübergängen wurden wir immer freundlich und respektvoll behandelt. Anstrengend waren einzig und allein die Grenzübergänge vom Sudan nach Ägypten und die Ausreise aus Ägypten. Hier mussten wir Schleuser viel Geld dafür bezahlen, dass sie uns durch die Grenzen halfen und jeder Grenzübergang dauerte sechs Stunden. Wir müssen jedoch auch dazu sagen, dass wir immer gut vorbereitet waren und stets wussten, welche Dokumente wir an den Grenzen parat haben mussten. Sonst hätten wir sicherlich an mehreren Grenzen länger warten, bzw. mehr Geld zahlen müssen. Die einzig unschöne Sache auf der Reise war, dass Philipp zwei Mal wegen Malaria im Krankenhaus behandelt werden musste, obwohl wir uns versucht haben mit Prophylaxe und Mückenspray davor zu schützen. Dies war aber eigentlich auch die einzig „unschöne Erfahrung“ auf der Reise und sie ging ja gut aus.

Natürlich waren wir an manchen Tagen besser gelaunt als an anderen und vor allem anfangs nach drei Monaten und zum Ende hin schlich sich eine Art Reisemüdigkeit und Übersättigung ein. Hier halfen oft Ruhe- und Verschnauftage und die Einsicht, dass wir einfach nicht alles sehen können!

Oft werden wir auch gefragt, ob das Reisen im eigenen Auto besser ist als das Reise mit Rucksack und öffentlichen Verkehrsmitteln. Diese Frage ist schwer zu beantworten, da jede Art von Reisen von Vor- und Nachteile hat. Mit dem eigenen Auto sind wir natürlich viel unabhängiger gewesen und mussten uns nicht mit unzuverlässigen Busplänen und vollen Minibussen herumplagen. Auch konnten wir mit dem Auto überall hinfahren und haben so viel Verschiedenes gesehen. Als Rucksacktourist bist du auf das Liniennetz der öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen und kommst ohne eigenes Auto auch nicht in die Nationalparks hinein. Ein Nachteil der Reise im eigenen Auto besteht darin, dass man sich doch in einer Art „Seifenblase“ befindet und nicht wirklich nah an den Menschen und Kulturen dran ist, wie man es eher als Rucksacktourist ist.

tembo khutse

Eine berechtigte Frage ist auch, ob wir beide uns nicht auf die Nerven gingen und häufig stritten. Nein! Obwohl wir  die ganzen Zeit aufeinander hockten (wir waren nur durch Philipps Krankenhausaufenthalt mal von einander getrennt und Franzi war einmal in Windhoek alleine 3 Std.  shoppen!) , haben wir uns bestens verstanden und gut als Team fungiert. Wenn einer von uns müde und gereizt war, ließen wir ihn in Ruhe und schnell entspannte sich die Stimmung wieder. Aber wir waren ja auch schon vor der Reise drei Jahre zusammen und kannten die Macken des Anderen gut. Die Reise hat uns noch näher zusammen gebracht und wir werden sicherlich unser Leben lang davon zehren.

Ob wir schon die nächste große Reise planen, werden wir auch oft gefragt. Sicher wollen wir noch mal nach Namibia und Kenia zurück, aber dann eher für einen 4 – wöchigen Urlaub und nicht noch einmal für ein Jahr. Wir haben das Jahr Reise mit dem Gefühl beendet, dass es nun auch reicht und wir gerne irgendwo „ankommen“ möchten. Obwohl wir Afrika auch mit einem weinenden Auge verließen, freuten wir uns auf Zuhause und einen Schritt ins gemeinsame Leben. Da wir beide unsere Wohnungen und Jobs vor der Reise gekündigt hatten, mussten wir uns nach der Rückkehr (19.11.2014)  bald mit der Frage beschäftigen: Wo arbeiten, wo leben? Wir entschieden uns für Potsdam und begannen schon im Dezember mit der Jobsuche und im Januar mit der Wohnungssuche.  Wir beziehen nun am 1.4. eine wunderschöne 4- Zimmer Wohnung in Potsdam und Franzi arbeitet Vollzeit als Sonderpädagogin an einer Berliner Grundschule. Philipp arbeitet im Moment noch als Luft- und Raumfahrtingenieur an einem Projekt in Köln, beginnt aber ab April eine Stelle bei Rolls Royce bei Potsdam. Unser „nächstes großes Abenteuer“ wächst gerade in Franzis Bauch heran und wir freuen uns auf diese nächste besondere Reise…

Vielen Dank  noch einmal dass ihr durch das Mitverfolgen des Blogs mit uns gereist seid und an uns gedacht habt. Danke für vielen lieben Kommentare und dass ihr für uns da wart, wenn wir euch gebraucht haben.

Wir umarmen euch,

Franzi und Philipp

wir

 

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Auf dem Heimweg

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Hallo ihr treuen Mitreisenden,
nun ist es soweit und wir melden uns seit einem Jahr und zwei Wochen (Abreisedatum war der 13.11.2013) mal wieder aus Deutschland! Wir sind nämlich seit dem 19.11. wieder Zuhause ! ! ! Jetzt erzählen wir aber erst einmal von unserem Heimweg über Griechenland, Italien und Österreich, bevor wir von den herzlichen Empfängen unserer Lieben daheim berichten!
Von Istanbul (siehe letzter Bericht) fuhren wir am 12.11. nach Silivri, einem Ort kurz vor Istanbul und trafen dort einen Freund von Philipp, der beruflich unterwegs war.Wir gingen gemütlich essen, tranken Bier und Rhaki und nahmen so Abschied von der Türkei.

 

Am nächsten Tag ging es dann in einem Rutsch nach Griechenland auf die Insel Thassos, wo wir vier Nächte bei den Bekannten Philipps Familie übernachteten. Wir waren überrascht, wie schnell wir durch die türkisch- griechische Grenze kamen! Innerhalb weniger Minuten waren die Pässe in der Türkei ausgestempelt und wir befanden uns auf dem Boden der EU. Leider total im Regen!

Regen Regen Regen

Regen Regen Regen

Regen Regen Regen

Regen Regen Regen

 

Auch auf Thassos war es sehr regnerisch und kalt, so dass wir nicht viel von der Insel hatten, aber schön zur Ruhe kamen. Wir gingen spazieren, sammelten und rösteten Esskastanien, lasen viel und sassen gemütlich vorm Kamin. Obwohl die Tage schön waren und wir noch länger hätten bleiben können, wollten wir doch auch nachhause, jetzt so kurz vorm „Ziel“. Mittlerweile hatten wir uns auch gegen die Osteuroparoute und für die Fähre nach Venedig entschieden, da wir uns etwas „autofahrmüde“ fühlten und das Wetter auch nicht gerade attraktiv wirket.

Auf der Fähre nach Thassos

Auf der Fähre nach Thassos

Fähre nach Thassos

Fähre nach Thassos

Thassos

Thassos

Herbst auf Thassos

Herbst auf Thassos

Herbst auf Thassos

Herbst auf Thassos

Herbst

Herbst

Esskastaniensammeln

Esskastaniensammeln

Herbstspazierganz auf Thassos

Herbstspazierganz auf Thassos

Am 17.11. verliessen wir Thassos und fuhren den ganzen Tag Autobahn nach Igoumenitsa, einem Ort in Westen Griechenland, von wo aus früh morgens am 18.11. unsere Fähre nach Venedig ablegen sollte! Wir übernachtetn hier eine Nacht und trafen auf den Namibier Johan, den wir bereits in Kenia kennen gelernt hatten und der zurzeit mit dem Motorrad auf dem Weg nach Deutschland unterwegs ist. Der 65 Jährige hatte zurzeit Besuch von seinem 16- jährigen Sohn und so verbrachten wir den Abend mit den beiden und gingen am nächsten Morgen früh gemeinsam auf die Fähre. Wir hatten uns Tickets für die Fähre „Anek Lines“ besorgt und hatten eine eigene Kabine. DIe Fähre war 24h unterwegs und sie war mit einem grossen Restaurant, einem Shop und einem kleinen Casino ausgestatt. Eigentlich ging die Fahrt schnell vorbei, jedoch waren wir ganz hibbelig, weil wir so voller Vorfreude auf Zuhause waren!

Hafen von Igumenitsa

Hafen von Igumenitsa

Die Fähre

Die Fähre

Restaurantbereich der Fähre

Restaurantbereich der Fähre

Abendstimmung auf der Fähre

Abendstimmung auf der Fähre

Schneebedeckte Berge in Italien

Schneebedeckte Berge in Italien

Juhu endlich in Venedig!

Juhu endlich in Venedig!

Am 19.11. kamen wir also um 9h in Venedig an und wollten die 600 km bis nach Gammertingen unbedingt durchfahren, obwohl wir auch mal mit einer Zwischenübernachtung in Insbruck geliebäugelt hatten. Die Freude auf zuhause war jedoch so gross, dass sie uns antrieb und wir nach 9 Stunden Fahrt über den Brenner und den Fernpass im Gammertingen auf der schönen Schwäbischen Alb abends ankamen.

Auf nach Hause!

Auf nach Hause!

Auf nach Hause!

Auf nach Hause!

Wieder in Deutschland!!!

Wieder in Deutschland!!!

In Baden- Württemberg angekommen

In Baden- Württemberg angekommen

Das Wiedersehen mit Philipps Eltern und Schwester war sehr herzlich und wir waren sehr gerührt, als wir sahen, was sie für uns vorbereitet hatten: Die äussere Hauswand schmückte ein riesiges von Madeleine gemaltes Willkommensplakat auf Kiswahili und Philipps Mutter Claudia hatte uns ein „Afrika Zimmer“ vorbereitet. Hier hingen afrikanische Tücher, drei fette Ort mit dem ausgedruckten Blog standen auf einer Kommode und aus jedem Monat des vergangenen Jahres hatte sie ein Fotos herausgesucht und dieses gerahmt. Na, so wird man doch gerne empfangen!!! Leider wurden wir auch gleich mit einer schlimmen Nachricht konfrontiert: Der 13 Jahre alte Familienhund Emil müsste am nächsten Tag eingeschläfert werden. Sofort kullerten bei allen Tränen und ein schlimmer Tag stand uns bevor. Wir verbrachten vier Tage in Gammertingen, an denen wir gemütliche Abend mit Philipps Eltern und Schwester verbrachten und wir uns tagsüber etwas einlebten und anfingen uns „neu zu organisieren“. Emils Tod war sehr schlimm für uns alle und er fehlt uns jetzt schon. Dennoch ist es schön dass er noch auf uns „gewartet“ hat und wir uns noch verabschieden konnten.

Erstes Bild

Erstes Bild

Willkommen zuhause!

Willkommen zuhause!

Wir freuen uns!

Wir freuen uns!

Wir mit Philipps Mutter

Wir mit Philipps Mutter

Vater und Sohn

Vater und Sohn

Franzi und Philipps Schwester Madeleine

Franzi und Philipps Schwester Madeleine

Auch das Chinchilla musste begrüsst werden!

Auch das Chinchilla musste begrüsst werden!

Philipp und Emil

Philipp und Emil

Am 24.11. fuhren wir weiter gen Norden zu Franzis Familie! Diese wartete auch schon ganz sehnsüchtig in Gross Glienicke/ Potsdam auf die zwei Reisenden. Da Franzi ihren Eltern gerne unseren Tembo zeigen wollte, fuhren wir die 700km von Gammertingen nach Potsdam und kamen hier abends an. Was für ein herzliches Wiedersehen, es war so schön wieder hier zu sein! Franzis Mama hatte unser Schlafzimmer auch in ein „Afrika- Zimmer“ verwandelt und so schmückten, Fotos, Postkarten und diversen Souveniers (die wir vorher heim geschickt hatten) eine Zimmerwand. Auch Franzis Grosseltern waren beim grossen Wiedersehen dabei und zwei Tage später kamen ihre Geschwister angereist und wir verbrachten einen gemütlichen Abend mit viel Wein und lecker Essen.

Auf nach Potsdam!

Auf nach Potsdam zu Franzis Familie!!!

Die liebevoll gestaltete Afrika- Wand in unserem Zimmer

Die liebevoll gestaltete Afrika- Wand in unserem Zimmer!

Gemütliche Abendrunde mit Franzis Eltern, Grosseltern und Geschwistern

Gemütliche Abendrunde mit Franzis Eltern, Grosseltern und Geschwistern

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Gemütliche Abendrunde mit Franzis Eltern, Grosseltern und Geschwistern

Franzi und ihr Bruder

Franzi und ihr Bruder

Franzis Mutter und Schwester

Franzis Mutter und Schwester

Ihr Lieben, es ist wundervoll wieder hier zu sein und wir freuen uns, auch nun alle nach und nach wiederzusehen. In den nächsten Wochen werden wir noch ein „Resümee“ hier veröffentlichen, in dem wir versuchen, das aufregende Jahr irgendwie zusammen zu fassen:)

Wir zwei Zuhause angekommen

Wir zwei Zuhause angekommen

Aber nun gibt es erst einmal noch neue Fotoalben! Viel Spass damit!

Fotoalbum Thassos/ Griechenland

Fotoalbum Fähre von Igoumenitsa/Griechenland nach Venedig/Italien

Fotoalbum Auf dem Weg nach Hause

 

Von der türkischen Südküste über Pamukkale nach Istanbul

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Hallo ihr Lieben zu Hause,
wie geht es euch? Freut ihr euch auf Weihnachtsmärkt und Gluehwein? Wir uns schon!
Die letzte Woche haben wir es von dem schönen „Paradise Campingplatz“ in Anamur (siehe letzten Blogbericht) über Antalya und Pamukkale hoch nach Istanbul geschafft, wo wir nun noch bis morgen sind! Bevor wir anfangen über diese tolle Stadt zu schwärmen, berichten wir aber erstmal über einen anderen sehr sehr sehr faszinierenden Ort: Pamukkale!

Auf geht's

Auf geht’s

Eine von vielen hübschen Moscheen

Eine von vielen hübschen Moscheen

Typische Küstenstrasse

Typische Küstenstrasse

Am 4.11. fuhren wir von Anamur an der türkischen Mittelmeerküste weiter nach Antalya, wo wir eine Nacht direkt am Meer campen konnten. Die ganze Strecke über begegnenten wir einer Tourismushochbug neben der anderen und wir waren erstaunt, wie viele Touristen doch noch hier unterwegs waren! Während wir bei 22°C fröstelnd im Auto sassen, aalten sich weisse Toursisten an den Stränden und wir fühlten uns wie „nicht aus dieser Welt“. Ihr müsst verstehen, dass wir ja ein kompletten Jahr nur in warmen bis heissen Ländern gereist sind und die 30°C Marke nur in kleinen Ausnahmen unterschreiten mussten. Nun müssen wir uns wohl erstmal aklimatisieren, zum Glück ists in der Türkei noch nicht ganz so kalt wie in Deutschland und wir können uns langsam an die Kälte herantasten! Nun denn, in Antalya schliefen wir eine Nacht im Auto und froren nachts und morgens bitterlich, wodurch wir wohl endlich begriffen: Campen geht nicht mehr! Auch ist es hier schon um 17h stockdunkel und was macht man dann? Wir tranken etwas Wein, spielten zwei Runden Romme und beschlossen um 19h, dass es nun wirklich Zeit fürs Bett wäre und wir in Pamukkale nicht mehr campen könnten.

Fröstelnd im Camp bei Antalya

Fröstelnd im Camp bei Antalya

Camp bei Antalya

Camp bei Antalya

Camp bei Antalya

Camp bei Antalya

Antalya von Weitem

Antalya von Weitem

Am darauffolgenden Tag fuhren wir nach Pamukkale und hielten auf dem Weg an einem wunderschönen türkisen See, der uns wegen seiner Lage und Farbe an einen Bergsee erinnerte. Im Sommer kann man hier sicherlich schäne Tage verbringen und im klaren Wasser untertauchen, wir pausierten nur und tranken Kaffee. Wirs Baden war es leider schon zu kalt.

Toller See

Toller See

Kaffeepause in der Sonne

Kaffeepause in der Sonne

 

Am frühen Nachmittag kamen wir in Pamukkale an und fanden schnell ein hübsches kleines Hotel: Das Venüs Hotel! Hier checkten wir für zwei Nächte ein und staunten wieder über die Preise! Während wir in den afrikanischen Ländern für ein ordentliches Doppelzimmer mit Bad im Schnitt 15Euro zahlten, müssen wir uns jetzt wohl wieder an Preise ab 40 Euro gewöhnen. Puh! Nun denn, das Zimmer war wenigstens gemütlich, das Frühstück üppig und die Lage fantastisch! Pamukkale ist deshalb so berühmt, weil hier ein seltenes Naturphänomen zu finden ist: Kalktablagerungen am Berghang, weswegen das ganze Gebiet für ein riesen Ski- Resort aussieht!  Besonders bekannt sind die Kalk- Sinterterrassen, die über Jahrtausende durch kalkhaltige Thermalquellen entstanden sind und das türkisene Wasser stellt einen wunderschönen Kontrast zu dem ganzen Weiss dar! Herrlich! Wir waren hin und weg von diesem Anblick und fühlten uns wie im Schneeurlaub! Der Himmel war blau, die Sonne schien und alles war weiss! In der Nähe der Sinterterrassen liegt der antike Ort Hierapolis, wo  u.a. verschiedene Gräber, Bäder, der Apollotempel, ein großes Theater und grosse Teile der Stadtmauer zu bestaunen sind.

Venüs Hotel

Venüs Hotel

Unwirkliches Pamukkale

Unwirkliches Pamukkale

Kalkterassen

Kalkterassen

Wie Schnell! Philipp will Skifahren!

Wie Schnell! Philipp will Skifahren!

Franzi in einer der vielen Becken

Franzi in einer der vielen Becken

Faszinierendes Pamukkale!

Faszinierendes Pamukkale!

Blick auf den Ort

Blick auf den Ort

Wir in Pamukkale

Wir in Pamukkale

Heisse Quellen

Heisse Quellen

Pamukkale

Pamukkale

Pamukkale

Pamukkale

Pamukkale

Pamukkale

Der antike Ort Hierapolis

Der antike Ort Hierapolis

Der antike Ort Hierapolis

Der antike Ort Hierapolis

Das alte Thetaer, Hierapolis

Das alte Thetaer, Hierapolis

Der antike Ort Hierapolis

Der antike Ort Hierapolis

Der antike Ort Hierapolis

Der antike Ort Hierapolis

Wir verbrachten einen halben Tag hier und nahmen dann in der nächsten Ortschaft ein Schlammbad, denn die Orte hier sind für ihr Thermalangebot bekannt! Leider befand sich das Schlammbad draussen und da es schon später Nachmittag war, begannen wir früh zu frieren. Es war dennoch eine lustige Erfahrung und wir fühlten uns wie Kinder, die sich mit Matsche an der Ostsee einreiben! Schööön!

Schlammbad

Schlammbad

Schlammbad

Schlammbad

Schlammbad

Schlammbad

Am 7.11. verliessen wir unser gemütliches Dachzimmer im Venüs Hotel und traten die Fahrt ins 700km entfernte Istanbul an! Da wir nicht abends im Dunkeln in Istanbul ankommen wollten, übernachteten wir noch eine Nacht in einem Motel an der Autobahn, nachdem wir 1,5 Stunden lang ein Hotel oder eine Pension in den Kleinstädten gesucht hatten. Erfolglos! Entweder hatten die Pansionsn geschlossen und es gab sie gar nicht mehr. Nun denn, wir waren ziemlich erschlpft von der langen Fahrt und freuten uns nur noch aufs Bett, somit war ein Zimmer in dem Motel schon in Ordnung.
Am nächsten Morgen hatten wir nur noch 150km vor uns und nach einer zweistündigen Fahrt kamen wir endlich im tollen Istanbul an! Wir parkten Tembo auf einem überwachten Parkplatz und checkten für vier Nächte im sehr empfehlenswerten „World House Apartment“ ein, das wir vorher schon reserviert hatten. Istanbul gefiel uns von Anfang an und nach nur einer Stunde Herumstreunern in den Gassen wussten Franzi: Istanbul ist ihre neue Lieblingsstadt (Istanbul löst hiermit nun offiziell Amsterdam ab!).

Von Asien nach Europa!!

Von Asien nach Europa!!

Willkommen in Europa!

Willkommen in Europa!

Endlich da!

Endlich da!

Lecker Granatapfelsaft!

Lecker Granatapfelsaft!

Angler am Bosporus

Angler am Bosporus

Wunderschönes Istanbul

Wunderschönes Istanbul

Das World House Apartment ist im Stadtteil Beyoglu gelegen und wir haben eine herrliche Sicht auf die Stadt und den Bosporus! Die grosse wunderschöne Wohnung hat viele Zimmer, wovon wir eines gemietet hatten. Zudem gibt es einige Bäder, eine kleine Küchenzeile und sogar eine Waschmaschine! Die Lage war fantastisch und unsere „Mitbewohner“ trafen wir nur selten an. Wir hatten also einen Glückstreffer gelandet und das alles nur für 25 Euro pro Nacht/pro Zimmer inklsuive Frühstück. Juhu!

Blick aus unserem Zimmer heraus

Blick aus unserem Zimmer heraus

Unser Apartmen

Unser Apartment

Unser Apartment (naja, wir haben hier 1 Zimmer:) )

Unser Apartment (naja, wir haben hier 1 Zimmer:) )

Blick aus der Wohnung heraus

Blick aus der Wohnung heraus

Wir genossen die Tage in Istanbul sehr, schauten uns die wichtigen Sehenswürdigkeiten wie die Hayasophia/Hagia Sophia, den Galataturm, die wunderschöne Blaue Moschee und die Cisterna Basilika an, besuchten den grossen Basar, spazierten am Bosporus und durch den Gülhane Park, unternahmen eine Schiffsfahrt auf dem Bosporus und gaben der Verführung von Baklava und anderen kulinarischen Delikatessen nach!

Der Galataturm

Der Galataturm

Wir auf dem Galataturm

Wir auf dem Galataturm

Schöne Sicht auf Istanbul vom Galatturm aus

Schöne Sicht auf Istanbul vom Galatturm aus

Philipp kauft Baklava

Philipp kauft Baklava

Sightseeing

Sightseeing

Hübsche Hayasophia

Hübsche Hayasophia

Hayasophia

Hayasophia

Atemberaubende Blaue Moschee

Atemberaubende Blaue Moschee

Blaue Moschee

Blaue Moschee

Cisterne

Cisterne

Tee am Bosporus

Tee am Bosporus

Istanbul am Abend

Istanbul am Abend

 

Nach unserem langen Aufenthalt in den afrikanischen Ländern und vor allem in Kairo vor kurzer Zeit, erscheint uns Istanbul wie eine Ruheoase, in der alles so ruhig und organisiert von Statten geht. Witzig, denn kämen wir direkt aus Deutschland, würden wir Istanbul sicherlich anders wahrnehmen. Wir werden nicht andauernd von nervenden Ladenbesitzern in die Läden gezogen, die Strassen sind sauber, es gibt ein gutes funktionierenden Metro- Netz, funktionierenden Ampeln und für vieles feste Preise. Ja, wir sind wieder in Europa und wir freuen uns! Auch fühlen wir uns nicht mehr so verloren und „irgendwo dazwischen“ wie im letzten Beitrag (siehe letzten Blogbeitrag). Seit wir die Türkei „betreten“ haben, fühlten wir uns eher wie in einem zweiwöchigen Türkeiurlaub und Afrika erscheint uns schon so weit weg, dass es sich wie ein anderes Jahrzehnt anfühlt. Woran das genau liegt wissen wir nicht. Vielleicht ist es die Vertrautheit mit Landschaft und Kultur, obwohl wir beide ja noch nie in der Türkei waren. Wir fühlen uns erstaunlicherweile ganz entspannt, was wohl daran liegen muss, dass die ständige Konfrontation mit den riesigen Kultur- und Sprachunterschieden in den afrikanischen Ländern für uns doch wohl auch anstrengend gewesen sein muss!

Buntes Istanbul

Buntes Istanbul

Buntes Istanbul

Buntes Istanbul

Buntes Istanbul

Buntes Istanbul

Cafes und Shoppingmöglichkeiten gibts genug!

Cafes und Shoppingmöglichkeiten gibts genug!

Cafes und Shoppingmöglichkeiten gibts genug!

Cafes und Shoppingmöglichkeiten gibts genug!

Cafes und Shoppingmöglichkeiten gibts genug!

Cafes und Shoppingmöglichkeiten gibts genug!

Die Shoppingsstrasse wurde schon mit Weihnachtsdeko geschmückt!

Die Shoppingsstrasse wurde schon mit Weihnachtsdeko geschmückt!

Morgen (12.11.) starten wir unsere Weiterfahrt über Galipoli nach Griechenland und werden noch in einer kleinen türkischen Stadt für zwei Nächte halten, um einen Bekannten von Phiipp zu treffen. In Griechenland werden wir dann am Wochenende sein und uns 3-4 Nächte auf der Insel Thassos einnisten, wo Freunde von Philipps Familie eine Ferienpension leiten. Hoffentlich ist das Wetter da auch noch so gut wie hier und wir haben viel Sonne. Ob wir danach die Fähre nach Venedig nehmen, oder mit dem Auto über Osteuropa fahren, wissen wir noch nicht. Es hängt aber nur von unserer Autofahrlust und dem Wetter ab! Schauen wir mal! Auf jeden Fall sind wir in 10-14 Tagen wieder Daheim und mittlerweile sind wir auch voller Vorfreude!!!

Auf nach Hause!

Auf nach Hause!

Zwei neue Fotoalben gibt es hier, einfach anklicken!

Fotoalbum Von Antalya nach Pamukkale

Istanbul

Bis ganz bald ihr Lieben, wir freuen uns sehr auf euch!

Wir in Istanbul

Wir in Istanbul

Irgendwo dazwischen

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Hallo liebe Leser

wie geht es euch? Nun ist schon November und während wir hier noch die letzten Sonnenstrahlen einfangen, beginnt in Deutschland sicherlich der Winter langsam…Wir befinden uns nun wirklich auf dem Heimweg, was komische Gefühle in uns auslöst, wie der Titel des heutigen Beitrages wohl schon erahnen lässt…

Am 26.10. brachen wir in Kairo auf, nachdem wir noch einen schönen Abschlussabend am Nil verbrachten. Hier wurden abends an der Promenade Tees und Säfte verkauft und viele bunte Boote luden Touristen zu kurzen Nilfahrten ein. Wir sind froh dass wir eine ganze Woche hier verbringen konnten und waren von dieser lebendigen Stadt am Nil wirklich positiv überrascht, die man als das pulsierende Herz des Landes bezeichnen kann! (Hier gehts zum letzten Beitrag)

Obst- und Gemüsemarkt am Abend in Kairo

Obst- und Gemüsemarkt am Abend in Kairo

Abends am Nil, Kairo

Abends am Nil, Kairo

Bunte Schiffe abends am Nil, Kairo

Bunte Schiffe abends am Nil, Kairo

Wir verliessen Kairo mit gemischten Gefühlen, denn die Überfahrt in die Türkei stand und bevor. Einerseits freuten wir uns sehr und waren aufgeregt wegen des Kontinentenwechsels, andererseits blickten wir wehmütig auf das vergangene Jahr zurück und konnten/ wollten nicht loslassen. Wir fuhren also nach Port Said, wo am 29.10. die Fähre Cenk Y mit uns und Tembo ablegen sollte. Port Said ist ein kleines Städtchen direkt am Mittelmeer, am Nordende des Suez Kanals. Leider verzögerte sich die Abfahrt um einen Tag, so dass wir letztendlich vier volle Tage hier rumkriegen mussten. Wir gingen zwei Mal bei einem leckeren Italiener essen, machten viele Meerspaziergänge und rauchten jeden Abend in einem kleinen Cafe Shisha. Unser Schleuser Eslam organisierte unsere Papiere, so dass wir uns bezüglich des Zolls und der Ausreise um nichts kümmern mussten, was natürlich auch seinen Preis hatte, unserer Meinung aber notwendig war.

Leckerer Italiener in Port Said

Leckerer Italiener in Port Said

Suez Kanal

Suez Kanal

Mittelmeer

Mittelmeer

Am 30.10. war es dann endlich soweit und Eslam holte uns mittags ab und brachte uns zum Hafen. Die Fähre lag schon am Hafen und wir konnten unsere Kabine „beziehen“. 30 Stunden sollte die Fähre unterwegs sein, insgesamt verbrachten wir aber an die 40 Stunden an Bord, also zwei volle Nächte und 1,5 Tage. Die Fähre war sehr gut ausgestattet, wir hatten eine Kabine mit Bad für uns und wurden essenmässig gut versorgt. Franzi war die einzige Frau an Bord, ansonsten handelte es sich bei den anderen Passagieren nur um türkische LKW Fahrer.

Tschüss Afrika

Tschüss Afrika

Tembo geht an Bord

Tembo geht an Bord

Tembo zwischen vielen LKWs

Tembo zwischen vielen LKWs

Unsere Kabine

Unsere Kabine

Wir auf der Cenk Y

Wir auf der Cenk Y

Die Fahrt war lang, aber notwendig, denn so hatten wir etwas Zeit zur Ruhe zu kommen. Langsam begriffen wir, dass unser Afrika Abenteuer nun zu Ende ist und wir fühlten uns etwas verloren. Irgendwo dazwischen. Zwischen Ferne und Heimat, zwischen Fremde und Vertrautheit. Wir waren froh, als wir am 1.11. mittags in der türkischen Hafenstadt Iskenderun von Bord gehen konnten und somit endgültig Afrika verliessen. Die Türkei empfing uns freundlich mit viel Sonne und hohen Temperaturen, so dass wir uns dazu entschieden, noch ein paar Tage am Mittelmeer entlang zu fahren, bevor wir uns ins Getümmel stürzen.

Türkische Hafenstadt Iskenderun

Türkische Hafenstadt Iskenderun

Türkische Hafenstadt Iskenderun

Türkische Hafenstadt Iskenderun

Am gleichen Tag fuhren wir noch ins 200km entfernte Mersin, einer Stadt am Mittelmeer, wo wir völlig übermüdet in einem Hotel eincheckten und wir abends mit türkischen Baklava (sehr süsses Blätterteig- Honig- Gebäck) und einem kalten Bier auf uns und unsere Reise anstiessen! Am nächsten Morgen fuhren wir entlang der Mittelmeerküste nach Anamur, einem Ort am Meer. Und hier sind wir nun und verbringen zwei Nächte im  wunderschönen Paradise Camp, wo wir direkt am Strand schlafen. Es ist schön noch einmal campen zu können und wir hoffen euch die nächten Tage noch auf dem Weg nach Istanbul die Möglichkeit und das Wetter zum Campen zu bekommen. Sonne und Wolken wechseln sich hier ab und wir frieren schon bei 25°C, was uns etwas Angst vor dem Winter macht.Seltsam ist auch, dass es hier um 17h schon stockdunkel ist… Dennoch ist dies der richtige Ort für uns, um in der Türkei anzukommen und zu realisieren, dass wir bald Zuhause sind. Manchmal fühlt es sich so an, als wären unsere Körper noch in Afrika und unser Geist schon auf dem Weg nach Deutschland. Ein komisches Gefühl. Obwohl wir versuchen die Türkei noch etwas kennen zu lernen und zu geniessen, denken wir doch mittlerweile viel an Zuhause und freuen uns auch! Die Autobahnen hier, die korrekte Fahrweise der Autofahrer, die Ampeln, das Essen, die grossen Supermärkten, die sauberen Strassen- alles erinnert uns schon an Deutschland und fühlt sich vertraut und fremd zugleich an.

Paradise Camp, Anamur

Paradise Camp, Anamur

Paradise Camp, Anamur

Paradise Camp, Anamur

Paradise Camp

Paradise Camp

Franzi mit Katzenbabys im Paradise Camp

Franzi mit Katzenbabys im Paradise Camp

Wir werden morgen nach Antalya fahren und von dort aus geht es über Pamukkale im Landesinneren weiter nach Istanbul, wo wir vom 9.-13.11. sein werden. Von dort aus fahren wir nach Griechenland, wo wir einige Tage bei Freunden von Philipps Familie auf der Insel Tassos verbringen, bevor wir über Osteuropa schliesslich den Heimweg nach Deutschland antreten.

Zwei neue Fotoalben gibt es hier, bis bald ihr Lieben!

Fotoalbum Port Said und die Überfahrt in die Türkei

Fotoalbum Anamur an der türkischen Mittelmeerküste

Wir auf der Burg in Anamur, Türkei

Wir auf der Burg in Anamur, Türkei

Kulturschock Ägypten

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Hallo ihr Lieben,
wie geht es euch? Ist der Herbst schon eingetroffen und hat euch einen „goldenen Oktober“ geschenkt? Wir hoffen es und können uns dabei nur schwer vorstellen, dass der Winter in Deutschland immer näher rückt.
Wir erleben hier in Ägypten noch wunderschönstes Sommerwetter und haben die drei Wochen in diesem interessanten Land sehr genossen. Die Reise führte uns hier von Abu Simbel, was kurz hinter der sudanesischen Grenze liegt, ins schöne Aswan und weiter nach Luxor. Von hier aus reisten wir ans Rote Meer und verbrachten einige Tage in Hurghada! Anschließend fuhren wir nach Kairo, wo wir uns momentan aufhalten.

Willkommen in Ägypten

Willkommen in Ägypten

Am 8.10. brachen wir morgens im sudanesischen Wadi Halfa (siehe letzten Blogbericht) auf und fuhren mit gemischten Gefühlen zur ägyptischen Grenze. Anstelle einer langen Fahrt auf der Wadi Halfa- Aswan Fähren, wollten wir die neu eröffnete Strasse nehmen und waren hiermit wohl eine der ersten Touristen. Wir hatten nur wenige Informationen zu dieser Strasse und hatten somit etwas Bammel, dass etwas schief gehen könnte. Wir hatten aber Glück und schafften es mit der Hilfe unserer „Schleuser“ Mazar (auf sudaneischer Seite) und Kamal (auf ägyptischer Seite) irgendwie über diesen Grenzübergang. Beide arbeiten schon lange mtieinander und helfen Touristen über die Grenze vom Sudan nach Ägypten. Ganze 6 Stunden verbrachten wir an den Grenze und die Ägyptische Polizei durchsuchte das ganze Auto, wobei sie Philipps neue schicke Axt beschlagnahmten, da diese auch „als Waffe dienen könnten“. Schade, schade. Zuerst fühlten wir uns von den arabischen Polizisten ziemlich eingeschüchtert, da sie sehr autoritär und laut auftraten. Keiner verzog hier auch nur eine Miene, geschweige denn lächelte. Aber nachdem sie keine Bomben o.ä. im Auto fanden, wurden sie freundlicher und wir tranken mit einigen Beamten sogar plaudernd Tee. Unser Schleuser Kamal half uns durch den unübersichtlichen Bürokratendschungel, zahlte eine Menge Bestechungsgeld dass wir einreisen durften und brachte uns neue ägyptische Nummernschilder für Tembo.

Neuer "Look" für Tembo

Neuer „Look“ für Tembo

Wir waren ziemlich erledigt als wir uns endlich auf ägyptischem Boden befanden und fuhren schnell weiter zu unserem ersten Ziel im neuen Land: Abu Simbel. Hier wollten wir eine Nacht schlafen und uns den berühmten Abu Simbel Tempel bei Sonnenaufgang anschauen. Wir waren sehr überrascht von dem gepflegten und sehr grünen Abu Simbel, das nach dem wüstenhaften Sudan wie eine unwirkliche Oase auf uns wirkte! Bei dem Abu Simbel handelt es sich um einen riesigen Felsentempel von dem Pharao Ramses II. Neben diesem Tempel steht der kleinere Hathor Tempel, der zur Erinnerung den Ramses II.  Frau Nefertari erbaut wurde. Beide Tempel sind UNESCO Weltkulturerbe. Die Tempel waren wirklich beeindruckend und die vielen grossen Steinstatuen und alten Hyroglyphen sehr faszinierend.

Sonnenaufgang in Abu Simbel

Sonnenaufgang in Abu Simbel

Sonnenaufgang in Abu Simbel

Sonnenaufgang in Abu Simbel

Abu Simbel

Abu Simbel

Abu Simbel

Abu Simbel

Pharaonentanz

Pharaonentanz

Abu Simbel

Abu Simbel

Abu Simbel

Abu Simbel

Nach Besichtigung der zwei Tempel fuhren wir weiter ins 250km entfernte Aswan, wo wir drei Nächte im Nile Hotel verbrachten. Wir hatten am Abend in Abu Simbel den 36 jährigen Moustafa kennen gelernt, einen Ägypter aus Kairo, der gerade mit seinem Motorrad für eine Woche unterwegs war. Er war uns gleich sehr sympatisch, so dass wir Nummer austauschten und ihm versicherten, ihn und seine Frau und zwei kleinen Kinder in Kairo zu besuchen (was wir später auch taten!). Da es wie in Äthiopien auch in Ägypten keine Campingplätze gibt,  nahmen wir uns in Aswan ein schönes Zimmer mit Blick auf den Nil. Das Nile Hotel hatte eine grosse Dachterrasse, wo wir abends den Trubel auf den Strassen und die ganzen Lichter bewundern konnten. Wir waren anfangs total überfordert mit den ganzen Eindrücken in dieser Stadt und der Reizüberflutung. Plötzlich sahen wir Touristen, alle Ägypter sprachen etwas Deutsch, die Strassen waren voll mit Autos und Pferdekutschen und überall flimmerten Lichter und laute Musik war zu hören. Wir nahmen so viele Reize wie nie zuvor in diesem Jahr war und konnten diese kaum filtern. Dennoch waren wir von Anfang an von dieser Stadt fasziniert und verbrachten drei tolle Tage hier! Dennoch fühlten wir, dass wir langsam aber sicher Afrika verliessen und uns Europa und sogar Deutschland näherten…

Blick vom Nile Hotel in Aswan

Blick vom Nile Hotel in Aswan

Aswan

Aswan

Aswan

Aswan

Markt in Aswan

Markt in Aswan

Markt in Aswan

Markt in Aswan

Lecker Granatäpfel

Lecker Granatäpfel

Markt in Aswan

Markt in Aswan

Markt in Aswan

Markt in Aswan

Wir wanderten viel durch die kleinen Gassen, staunten überall das reichhaltige Angebot an Kleidung, Gewürzen und allerlei Kitsch auf den Märkten, besuchten den Philae Tempel,  unternahmen eine Segelbootfahrt auf dem Nil und gingen Shisha rauchen mit unserem „Schleuser“ Mazar, der uns unbedingt einen Abend ausführen wollte. Der völlg überteuerte Philae Tempel war sehr beeindruckend, vor allem aufgrund der zahlreichen gut erhaltenen Hyroglyphen, die in die Steinwände gemeisselt wurden.

Philae Tempel

Philae Tempel

Hyroglyphen, Philae Tempel

Hyroglyphen, Philae Tempel

Hyroglyphen, Philae Tempel

Hyroglyphen, Philae Tempel

Philae Tempel

Philae Tempel

Philae Tempel

Philae Tempel

Philae Tempel

Philae Tempel

Bei der Segelbootfahrt machten wir die besondere Bekanntschaft mit „Mustafa“ (jeder Zweite heisst hier Mustafa!), der unsere Capitain sein sollte und uns drei Stunden lang unterhielt! Er war ein sehr fröhlicher Mann, sang und klatschte die ganze Zeit Hochzeitslieder für uns und beteuerte mehrfach, wie sehr er doch deutsche Touristen liebe und uns ganz besonders! Um uns seine Zuneigung zu zeigen, lud er uns nach der sehr schönen Bootsfahrt noch zu einem Tee auf der Insel „Elephantine Island“ ein, wo er auch in einem kleinen Dorf wohnt. Sehr stolz zeigte er uns sein Dorf und stellte uns als seine „German friends“ im Cafê vor. Er war wirklich ein sonderbarer und einmaliger Mensch, der uns vor allem durch seine Ehrlichkeit, Fröhlichkeit und seine Sprachkenntnisse sehr beeindruckend. Obwohl er ein alter, „einfacher“ Mann war, sprach er sehr gutes Englisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch und Französisch! Ja, die Ägypter waren uns von Anfang an sehr sympatisch, da sie sich durch eine Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit auszeichneten, die wir in dieser Form bisher nur im Sudan erlebt haben.

Segelbootfahrt auf dem Nil

Segelbootfahrt auf dem Nil

Segelbootfahrt auf dem Nil

Segelbootfahrt auf dem Nil

Die kleine Insel Elephantine, gegenüber von Aswan

Die kleine Insel Elephantine, gegenüber von Aswan

Die kleine Insel Elephantine, gegenüber von Aswan

Die kleine Insel Elephantine, gegenüber von Aswan

Philipp mit unserem Segel Kapitän Mustafa

Philipp mit unserem Segel Kapitän Mustafa

Nach drei Tagen in Aswan brachen wir auf nach Luxor.  In dieser auch am Nil gelegene Stadt befinden sich einige der wichtigsten achäologischen Stätten Ägyptens. Bekannt sind vor allem der Luxor- und Karnak- Tempel und das Tal der Könige, in dem sich unzählige Pharaonengräber befinden.  Trotz Grabräubern und Plünderien lieferte das Tal der Könige den Ägyptologen  der Neuzeit noch zahlreiche  wertvolle Grabungsfunde, unter anderem  das weitgehend unversehrte Grab des Tutanchamun., das 1922 von Howard Carter entdeckt wurde. Heute darf nur ein kleiner Teil der Gräber besucht werden und wir durften leider keine Fotos machen. Die Gräber waren sehr beeindruckend und wir waren vor allem von den Hyroglyphen und zum Teil bunten Wandmalerien fasziniert!

In Luxor konnten wir seit Langem mal wieder campen und bleiben drei Nächte hier. Wir besichtigten den Totentempel der Königin Hatshepsut, das Tal der Könige und den Karnak Tempel. Zudem liessen wir uns mit der Pferdekutsche durch die Stadt fahren, gingen einen Abend Cocktailstrinken, rauchten Shisha und schlenderten durch die Strassen und über die Märkte.

Totentempel der Königin Hatshepsut

Totentempel der Königin Hatshepsut

Totentempel der Königin Hatshepsut

Totentempel der Königin Hatshepsut

Totentempel der Königin Hatshepsut

Totentempel der Königin Hatshepsut

Tal der Könige

Tal der Könige

Tal der Könige

Tal der Könige

Alte Grabkammern in Luxor

Alte Grabkammern in Luxor

Dorf in der Nähe des Hatsheputs Tempels

Dorf in der Nähe des Hatsheputs Tempels

Luxor

Luxor

Luxor Tempel

Luxor Tempel

Luxor Tempel

Luxor Tempel

Karnak Tempel

Karnak Tempel

Karnak Tempel

Karnak Tempel

Karnak Tempel

Karnak Tempel

Karnak Tempel

Karnak Tempel

Karnak Tempel

Karnak Tempel

Posieren für den Guide, Karnak Tempel

Posieren für den Guide, Karnak Tempel

Karnak Tempel

Karnak Tempel

Karnak Tempel

Karnak Tempel

Karnak Tempel

Karnak Tempel

Promenade am Nil

Promenade am Nil

Promenade am Nil

Promenade am Nil

Nach zwei vollgepackten Tagen in Luxor und vielen Eindrücken von Pharaonentempeln- und Gräbern machten wir uns am 15.9. auf nach Hurghada! Wir freuten uns sehr auf fünf Tage „Strandurlaub“ am Roten Meer und hatten (eigentlich!) vor uns ein Apartment für Selbstversorger zu nehmen! Als wir nach fünf Stunden Autofahrt in Hurghada ankamen, sahen wir schnell was diese Stadt ausmacht: All Inclusive Hotels! Ein Resort neben dem anderen reihte sich auf und es gab nicht viel anderes zu sehen. So dachten wir: Um Hurghada kennen zu lernen, müssten wir eigentlich auch in ein All Inclusive Hotel einchecken! So hielten wir beim nächsten und fragten nach dem Preis für ein Doppelzimmer. Natürlich checkten wir ein und konnten gar nicht glauben, dass wir nun auch zu den All Inclusive Gästen gehörten! Wir fühlten uns anfangs gar nicht wohl, empfanden alles als unwirklich und übertrieben..Sicher wirkte auf uns alles noch viel intensiver als es gewesen wäre, wenn wir von Deutschland aus nach Hurghada geflogen wären. Aber nach fast einem Jahr reisen in armen Ländern, in denen das Essen rar und einfältig, in denen wir kaum Touristen sahen und meistens auf mal schönen, mal schäbigen Campinplätzen schliefen, kam uns Hurghada wir eine unwirkliche Seifenblase vor und wir wussten nicht, ob wir diese in den nächsten Tagen geniessen könnten.

Abendessen am Pool unter Sternen, Sunnydays Hotel

Abendessen am Pool unter Sternen, Sunnydays Hotel

Unser Balkon

Unser Balkon

Das Rote Meer

Das Rote Meer

Wir bekamen ein schönes ruhiges Zimmer und amüsierten uns in den fünf Tagen vor allem über die unsagbar vielen russischen Gäste, die am Strand beim Animationsprogramm „Bauchtanz“ und „Gymanstik“ enthusiastisch teilnahmen und mit ihrer unfreundlichen, unverschämten Art das Hotelersonal auf die Palme brachten. Es gab grosse Pools und einen sauberen Strand.Das Essen war reichhaltig und gut und wir rauchten abends öfter mal Shisha, ein typisch ägyptisches Abendprogramm!

Sunndays Hotel

Sunndays Hotel

Sunnydays Hotel

Sunnydays Hotel

Vermummte Frauen baden neben halbnackten Touristen

Vermummte Frauen baden neben halbnackten Touristen

Animationsprogramm für die Russen: Bauchtanz!

Animationsprogramm für die Russen: Bauchtanz!

Animationsprogramm: Sexy tanzen!

Animationsprogramm: Sexy tanzen!

Shisha Bar im Sunnydays Hotel

Shisha Bar im Sunnydays Hotel

Shisha Bar im Sunnydays Hotel

Shisha Bar im Sunnydays Hotel

Shisha Bar im Sunnydays Hotel

Shisha Bar im Sunnydays Hotel

Das Meer war atemberaubend blau- türkis und lud zu Schnorchel- und Tauchgängen ein! So entschieden wir uns an einem Tag eine Tauch- Tagestour mitzumachen, bei der wir auf einem grossen Boot aufs Meer hinausfuhren und zwei Tauchgänge machten durften. Wir merkten bei der Tour schnell, dass die Touristenguides hier an unpersönlichen Massentourismus gewöhnt sind und waren etwas genervt von der ruppigen, gestressten Art der Tauchlehrer und Guides. Dennoch war das Tauchen sehr beeindruckend und die Unterwasserwelt mit ihrer Korallen- und Tierwelt so schön wie sonst bisher nirgends!

Tauch- Tagestrip

Tauch- Tagestrip

IMGP2436

Wundervolles Rotes Meer

Wundervolles Rotes Meer

Tauch- Tagestrip

Tauch- Tagestrip

Tauch- Tagestrip

Tauch- Tagestrip

Tauch- Tagestrip

Tauch- Tagestrip

Wundervolles Rotes Meer

Wundervolles Rotes Meer

Trotz anfänglicher Skepsis gegenüber dem Hotel und ziemlicher Überforderung mit dem Luxus, der Verschwendung, den Reizen und den Touristen, genossen wir die vier Tage doch sehr und waren sehr entspannt und gebräunt, als wir am 20.10. das unwirkliche Leben im All Inclusive Hotel verliessen und nach Kairo aufbrachen.

Während Philipp sich auf die Weitreise und das Näherkommen an Europa freute, vergoss Franzi schon auf der Autofahrt einige Tränen, weil sie langsam begriff, dass unsere grosse Reise sich nun dem Ende nähert. Die Städte und Lebensweise der Menschen ähneln sich immer mehr der uns bekannten, was die Heimreise auf einmal so real und unwirklich macht. Obwohl wir uns auf Zuhause sehr freuen, empfinden wir auch grosse Unsicherheit und viele gemischte Gefühle. Aber wahrscheinlich muss es auch so sein, dass wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge gehen…oder ankommen?

Am 20.10. kamen wir nachmittags in Kairo an und erlebten den schlimmsten und gefährlichsten Verkehr auf der Reise! Wahnsinn wie die Fahrer ihre Autos durch den Stadtverkehr schlängelten, wir fühlten uns wie im Auto- Scooter auf dem Rummel! Irgendwie schafften wir es aber sicher zu unserem „Freedom Hotel“, das sehr zentral lag und parkten Tembo für 6 Tage auf einem bewachten Parkplatz in der Nähe. Uns gefiel Kairo von Anfang an und wir waren froh, fast eine ganze Woche hier zu haben, denn es gab so viel zu staunen und so viel zu tun! Glücklicherweise nahm sich Moustafa, den wir in Abu Simbel kennen gelernt hatten (siehe weiter oben im Bericht) diese Woche sehr viel Zeit für uns und zeigte uns seine Stadt! Wir besichtigten den wunderschönen alten Teil der Stadt, der uns mit den grossen Moscheen, den kleinen Gassen, vielen niedlichen Geschäften, wunderschönen orientalischen Häuserfassaden und dem herrlichen Al- Khalifa Platz verzauberte. Hier kauften wir eine Shisha, schlenderten durch die Gassen, assen ägyptische Pizza aus Blätterteig und tranken Zuckerrohsaft. In der Nähe der Altstadt gibt es den grossen schönen Azhar Park, in dem wir einen Vormittag lesend verbrachten und den herrlichen Ausblick über die Stadt genossen!

Alter Stadtteil Kairos

Alter Stadtteil Kairos

Alter Teil Kairos

Alter Teil Kairos

Alter Teil Kairos

Alter Teil Kairos

Alter Stadtteil Kairos

Alter Stadtteil Kairos

Alter Stadtteil Kairos

Alter Stadtteil Kairos

Alter Stadtteil Kairos

Alter Stadtteil Kairos

Alter Stadtteil Kairos

Alter Stadtteil Kairos

Alter Stadtteil Kairos

Alter Stadtteil Kairos

Alter Stadtteil Kairos

Alter Stadtteil Kairos

Azhar Park

Azhar Park

Herrliche Aussicht auf Kairos vom Azhar Park aus

Herrliche Aussicht auf Kairos vom Azhar Park aus

Azhar Park

Azhar Park

Selbstverständlich besuchten wir auch einen vormittag das weltberühmte Ägyptische Museum von Kairo, einem wunderschönen Bau, und schauten uns drei Stunden lang echte Mumien, viele viele reiche Schätze aus dem Grab des Tutanchamuns, Steinstatuen, Sarcophage, Tontöpfe, antiken Schmuck und vieles weitere an. Das Museum, das aus allen Nähten platz, ist vollgepackt bis oben hin und erinnert eher an eine Abstellhalle, als an ein informatives Museum. Dennoch war es interessant, Fotos durften wir leider keine machen.

Natürlich besuchten wir während unseres Kairo Aufenthaltes auch die am Strandrand gelegenen riesigen Pyramiden von Giza, zu denen uns Moustafa brachte.  Sie gehören zu den ältesten und bekanntesten Gebäuden der Menschheit. Die Pyramiden überraschten uns wirklich in ihrer Grösse, da wir im Sudan nur kleine gesehen hatten. Um die Pyramiden herum wimmelte es vor Souvenierverkäufern, die uns lautstark ihre kitschigen Andenken verkaufen wollten. Auch standen überall Pferde und schön geschmückte Kamele herum, auf denen wir um die Pyramiden hätten reiten können. Den Touristen wird halt alles ermöglicht! Nun ja, wir staunten über die Pyramiden, krochen sogar in eine hinein und schossen Bilder mit der grossen Sphinx! Einen Abend besuchten wir die „Sound and Light Show“ bei den Giza Pyramiden! Während wir unter dem Sternenhimmel sassen, wurden die Pyramiden und die Sphinx in allen möglichen Farben bestrahlt und eine Stimme erzählte, begleitet von Musik, die Geschichte der Pharaonen. Es war eine zauberhafte Stimmung und die Show hat uns sehr gut gefallen!

 

Pyramiden von Giza, man beachte die Nähe zur Stadt im Hintergrund!

Pyramiden von Giza, man beachte die Nähe zur Stadt im Hintergrund!

Philipp und die Sphinx, Pyramiden von Giza

Philipp und die Sphinx, Pyramiden von Giza

Küsschen für die Sphinx

Küsschen für die Sphinx

Sphinx, Pyramiden von Giza

Sphinx, Pyramiden von Giza

Pyramiden von Giza

Pyramiden von Giza

Philipp und Moustafa, Pyramiden von Giza

Philipp und Moustafa, Pyramiden von Giza

Pyramiden von Giza

Pyramiden von Giza

Sound and Light Show, Giza Pyramiden

Sound and Light Show, Giza Pyramiden

Sound and Light Show, Giza Pyramiden

Sound and Light Show, Giza Pyramiden

Kairo ist eine sehr wuselige und bunte Stadt, in der man viel erleben und sehen kann, wenn man nur durch die Strassen läuft oder bei einer Shisha und einem Tee das Strassenleben an sich vorbeiziehen lässt. Unsere Abende verbrachten wir meistens mit Spaziergängen durch die Strassen und Tee und Shisha in einem Strassencafe. Ansonsten lernten wir noch Moustafas liebe Frau und zwei kleinen Kinder kennen und assen einige Male mit ihnen zu Abend.

"Unser Shisha- Tee- Cafe" vor der Haustür

„Unser Shisha- Tee- Cafe“ vor der Haustür

Wir sind froh dass wir uns durch Moustafa doch noch dazu entschieden haben nach Kairo zu fahren, was wir eigentlich nicht vorgehabt hatten.  Nun lassen wir Ägyptens Hauptstadt hinter uns und fahren morgen (26.10) nach Port Said, von wo aus wir die Fähre nach Iskenderun/ Türkei am 29.10. nehmen. Nach ca. 30Stunden Fahrt werden wir dann Afrika endgültg verlassen haben, ein sehr komisches Gefühl.

Das nächste Mal melden wir uns dann aus der Türkei, wie lange wir dort weilen, machen wir vom Wetter abhängig. Auf jeden Fall werden wir aber einige Tage in Istanbul verbringen und freuen uns schon darauf! Von Istanbul aus geht es dann nach Griechenland, wo wir einige Tage bei Philipps Familienfreunden auf der Insel Thassos verbringen wollen. Ob wir danach einfach die Fähre nach Italien nehmen, oder an wenigen Tagen über Osteuropa nach Deutschland fahren, steht noch in den Sternen und ist ziemlich vom Wetter abhängig. Ende November sind wir aber wieder in Deutschland und ihr könnt uns in die Arme schliessen!

Fotos gibt es hier, einfach die folgenden Fotoalben anklicken! Viel Spass

Fotoalbum Abu Simbel

Aswan

Luxor

Hurghada

Kairo

Bis bald ihr Lieben!

Wir in Abu Simbel

Wir in Abu Simbel

Heisser Wüstenwind im Sudan

Standard

Hallo ihr treuen Leser,

liebe Grüsse aus Wadi Halfa schicken wir euch! Diesen Ort könnt ihr euch als ein richtiges „Wüstenkaff“ vorstellen ganz im Norden des Sudans! Obwohl es hier absolut nichts, rein GAR NICHTS zu tun gibt, handelt es sich um einen wichtigen Ort, da sich hier in der Nähe der Grenzübergang zu Ägypten befindet. Bisher mussten Reisende immer die teure Fähre über den Lake Nasser nach Asswan/ Ägypten nehmen, wir haben jedoch das Glück, dass vor 3 Woche eine neue Strasse eröffnet wurde, die beide Länder miteinander verbindet. So werden wir einige der ersten Touristen sein, die diese Strasse von Wadi Halfa nach Abu Simbel in Ägypten fahren können und hierdurch viel Geld und Zeit sparen. Morgen (8.10.) treten wir die Fahrt an und sind sehr gespannt, ob alles so reibungslos verläuft, wie wir es uns wünschen. Nun berichten wir aber erst einmal über unsere letzte Woche, in der wir den Nordsudan einmal von Süden nach Norden in insgesamt 1700km durchquerten.

Gute Strasse durch die Wüste

Gute Strasse durch die Wüste

Gute Strasse durch die Wüste

Gute Strasse durch die Wüste

Kleine Dörfer

Kleine Dörfer

Am 1.10. überquerten wir die Grenze von Äthiopien in Galabat/Sudan und wurden gleich von den freundlichen Sudanesen mit „I love yous“ und Luftküssen in Empfang genommen. Nach zwei Stunden Bürokratie an der Grenze fuhren wir noch weitere 250km auf einer guten Teerstraße bis zu einem Ort, der sich fürs Wild- Campen eignet. Schon am ersten Tag waren wir erstaunt, wie schnell wir auf den guten asphaltierten Straßen voran kommen und wie sehr es unsere Nerven schont, nicht immer wegen Ziegen, Schafen, Kühen, Eseln und auf der Strasse sitzenden menschen anhalten zu müssen (wie es vor allem in Äthiopien immer der Fall war!). Hier im Sudan gibt es keine offiziellen Campingplätze wie in anderen Ländern, jedoch darf und kann man überall wild campen, ohne von Menschenansammlungen beobachten zu werden. Hier schliefen wir eine Nacht und erhielten abends Besuch von dem neuseeländischen Paar Gareth und Kim. Beide arbeiten wir ein Tourunternehmen und holen in zwei Woche eine Gruppe Touristen in Kairo ab, um mit diesen in einem großen Reisebus innerhalb von drei Monaten nach Südafrika zu reisen. Wir haben die beide flüchtig bei der Tour in die Danakil Senke (siehe letzter Bericht) kennen gelernt und trafen sie erneut hier in Wadi Halfa wieder. Unser „Campingplatz“ lag mitten im Nichts und war umrandet von Baobabbäumen und Felsen, auf die man steigen konnte, um einen herrlichen Ausblick über die Weite des Sudans zu haben! Alles war hier (noch) sehr grün, dennoch war es schon sehr heiß und das Thermometer zeigte noch nachts 37°C an.

Wild Campen

Wild Campen

Wunderschöne Weite

Wunderschöne Weite

Wild Campen, toller Ausblick

Wild Campen, toller Ausblick

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter, unser Ziel war die Hauptstadt Khartoum! Hier wollten wir eine Nacht bei dem amerikanischen Ehepaar Jenny und Kurt schlafen, die für die amerikanische Botschaft in Khartoum arbeiten und von dieser ein sehr luxuriöses Apartment gestellt bekommen. Kennen gelernt haben wir die beiden bei unserer Gorilla Tour in Rwanda (siehe Bericht). Wir kamen mittags in Khartoum an, verbrachten jedoch erstmal 3 Stunden am Flughafen, da wir unsere Reisepässe bei der sogenannten „Alien Registration“ nach Einreise im Land anmelden mussten. Also wirklich, als „Aliens“ („Außerirdische“, auch mit „Fremdes“ zu übersetzen) wurden wir auch noch nie bezeichnet!

Khartoum

Khartoum

Khartoum

Khartoum

Schickes Corinthia Hotel in Khartoum, in dem wir an einem Abend den Sonnenuntergang bewunderten

Schickes Corinthia Hotel in Khartoum, in dem wir an einem Abend den Sonnenuntergang bewunderten

Schickes Corinthia Hotel in Khartoum, in dem wir an einem Abend den Sonnenuntergang bewunderten

Schickes Corinthia Hotel in Khartoum, in dem wir an einem Abend den Sonnenuntergang bewunderten

Abends kamen wir dann endlich bei Kurt und Jenny an und die beiden hießen uns mit gegrilltem Fleisch und Fisch, selbstgemachten Margarita und Bier herzlich Willkommen! Im Sudan ist Alkohol illegal und ist nirgendwo erhältlich, aber die amerikanische Botschaft macht wohl einiges möglich… 🙂  Da die zwei am nächsten Morgen für ein paar Tage nach Istanbul flogen, zogen wir am nächsten Morgen um und schliefen eine Nacht im Blue Nile Sailing Club, der spektakulärer klingt als er war. Dennoch war es für eine Nacht in Ordnung hier zu campen und wir hatten einen guten Blick auf den Nil, der Franzi hier besonders wegen seiner Brücken sehr an den Rhein erinnerte. Da es hier überall sehr heiss ist und die Temperaturen tagsüber immer über 40°C klettern, kann man zwischen 11h und 16h eigentlich nichts machen, ausser liegen und warten, dass es kühler wird. Auf jeden Fall nicht bewegen!

Der Nil im Blue Nile Sailing Club, Khartoum

Der Nil im Blue Nile Sailing Club, Khartoum

Blue Nile Sailing Club, Khartoum

Blue Nile Sailing Club, Khartoum

Als wir morgens im Blue Nile Sailing Club ankamen, trafen wir auf den Sudanesen Khalid, der hier sein Auto waschen ließ und uns sofort zum Frühstück einlud! Die Sudanesen sind für ihre Freundlichkeit und Gastfreundschaft bekannt und so nahmen wir seine Einladung natürlich dankend an! Wir fuhren in ein nettes Restaurant, wo Khalid großzügig allerlei an Leckereien bestellte!

Philipp mit Khalid beim Frühstück, Khartoum

Philipp mit Khalid beim Frühstück, Khartoum

Lecker "Frühstück" mit Khalid

Lecker „Frühstück“ mit Khalid

Lecker "Frühstück" mit Khalid

Lecker „Frühstück“ mit Khalid

Wir hatten einen netten Vormittag mit ihm und warteten zurück im Camp auf den Nachmittag, an dem wir den großen „Souq“ (riesiger Markt) von Khartoum besuchen wollten. Hier verbrachten wir nachmittags einige Zeit und bewunderten den Trubel und die Massen an Ständen! Hier wurden Berge an Datteln, Gemüse, Obst, Reis verkauft, aber auch Unterwäsche, Kleidung, Schuhe und Elektronikware waren in Massen erhältlich! Der Markt lebte und wir kauften ein bisschen Obst und ein Hühnchen, das wir abends im Camp aßen. Wir wären gerne noch länger in Khartoum geblieben, wenn wir uns tagsüber bei Jenny und Kurt hätten ausruhen können. Zudem waren gerade die Feierlichkeiten des islamischen Opferfestes zugange, weswegen die Stadt fast ausgestorben wirkte und die meisten Geschäfte geschlossen hatten. Am Straßenrand sahen wir Massen an Schafen, die fürs Opferfest verkauft wurden und aus Kofferräumen lächelten uns die Tiere oft entgegen, sie wussten hoffentlich nicht, was sie Zuhause erwartete…

Von Khartoum fuhren wir am 4.10. los zu den bekannten Meroe Pyramiden, das Wahrzeichen von Sudan! Die Landschaft wurde immer wüstenartiger, die Straße blieb aber weiterhin super gut und immer noch störten uns keine Tiere und Menschen. Wirklich unglaublich, dass wir mit 90-110km durch die Wüste brausen konnten! In Meroe angekommen sahen wir die Pyramiden schon vom Straßenrand aus und noch faszinierender wurde es, als wir uns ihnen näherten. Es war wirklich beeindruckend vor diesen uralten aus Stein gebauten Pyramiden zu stehen, zwischen hohen Sanddünen! Während unserer Besichtigung kamen auf einmal viele Jungs im Alter von 10-14 Jahren angerannt, posierten wild und baten auf Arabisch und mit Händen und Füssen um Fotos! Es war schwer sie wieder loszuwerden, da sie so begeistert von der Digitalkamera waren! Die Pyramiden hier sind weitaus kleiner als die bekannten altägyptischen Pyramiden, dienten jedoch genauso den Königen, Königinnen und hohen Beamten des historischen Reiches von Kusch in Nubien  als Grabstätten. Besonders fantastisch war, dass wir hier an einer Düne direkt hinter den Pyramiden campen konnten! So hatten wir das Glück die Pyramiden auch bei Sonnenuntergang und –aufgang bewundern und fotografieren zu können!

Auf zu den Meroe Pyramiden

Auf zu den Meroe Pyramiden

Erster Blick auf die Meroe Pyramiden

Erster Blick auf die Meroe Pyramiden

Meroe Pyramiden

Meroe Pyramiden

Meroe Pyramiden

Meroe Pyramiden

Meroe Pyramiden

Meroe Pyramiden

Meroe Pyramiden

Meroe Pyramiden

Meroe Pyramiden

Meroe Pyramiden

Meroe Pyramiden

Meroe Pyramiden

Meroe Pyramiden

Meroe Pyramiden

Meroe Pyramiden

Meroe Pyramiden

Meroe Pyramiden

Meroe Pyramiden

Lustige Jungs, die unbedingt fotografiert werden wollten, Meroe Pyramiden

Lustige Jungs, die unbedingt fotografiert werden wollten, Meroe Pyramiden

Meroe Pyramiden

Meroe Pyramiden

Tembo alleine an den Meroe Pyramiden

Tembo alleine an den Meroe Pyramiden

Wild Camping bei den Pyramiden von Meroe

Wild Camping bei den Pyramiden von Meroe

Kiri und 7Up auf Arabisch :)

Kiri und 7Up auf Arabisch 🙂

Am nächsten Morgen versuchen wir so lange wie möglich an den Pyramiden auszuharren, da man bei der Hitze hier tagsüber nichts außer Autofahren machen kann und dies eindeutig im Tagesrhythmus einplanen muss! So wollten wir nicht vor dem späten Nachmittag an unserer nächsten Zwischenstation Karima in Richtung Wadi Halfa ankommen. Wir brausten wieder etliche Kilometer gen Norden und kamen nachmittags in der Wüstenstadt Karima an, die wunderschön direkt am Nil gelegen ist. Die Stadt ist vor allem für ihren 287 m hohen Berg „Jebel Barkal“ bekannt, was aus dem arabischen übersetzt so viel wie „heiliger Berg“ bedeutet. Dieser ist von einem ausgedehnten Ruinenfeld umgeben, das Tempelanlagen, Paläste und Pyramiden umfasst. Seit 2003 sind der Berg und die weiteren Fundstätten UNESCO Weltkulturerbe. In Karima deckten wir uns in einem kleinen Geschäft noch mit Wasser und kalten Getränken ein und wurden vom Ladenbesitzer mit Bonbons und Kuchen beschenkt. Die Sudanesen sind wirklich unglaublich! Danach bestiegen wir den „Jebel Barkal“- Berg, was sich noch um 17h als eine schweißtreibende Angelegenheit entpuppte. Aber die war es Wert! Oben angekommen hatten wir einen wunderschönen Ausblick über die Stadt Karima, den Nil, die alten Fundstätten, Pyramiden, die Wüste und große Palmenplantagen. Auf dem Berg wurden wir von vielen Kindern und Jugendlichen auf Arabisch angesprochen, die unbedingt fotografiert werden wollten. Mal wieder! Wir schossen also ein paar Aufnahmen von den Jungs und machten diese sehr glücklich!

Auf nach Karima!

Auf nach Karima!

Pyramiden bei Karima

Pyramiden bei Karima

Karima und der Jebel Barkal Berg

Karima und der Jebel Barkal Berg

Tembo bei den Pyramiden am Jebel Barkal Berg

Tembo bei den Pyramiden am Jebel Barkal Berg

Ausblick vom Jebel Barkal, Karima

Ausblick vom Jebel Barkal, Karima

Ausblick vom Jebel Barkal, Karima

Ausblick vom Jebel Barkal, Karima

Ausblick auf die Ruinen vom Jebel Barkal, Karima

Ausblick auf die Ruinen vom Jebel Barkal, Karima

Karima

Karima

 Karima am Nil

Karima am Nil

Jungs, die mal wieder fotografiert werden wollten :)

Jungs, die mal wieder fotografiert werden wollten 🙂

Jungs, die mal wieder fotografiert werden wollten :)

Jungs, die mal wieder fotografiert werden wollten 🙂

Jebel Barkel, Karima

Jebel Barkel, Karima

Jebel Barkel, Karima

Jebel Barkel, Karima

Nach unserer Bergbesteigung und einem langen Fahrtag waren wir ziemlich müde und umso glücklicher, als wir nur wenige Kilometer außerhalb Karimas mitten in der Wüste einen guten Platz zum Schlafen fanden! Es ist wirklich ein einmaliges, wenn auch sehr heißes, Erlebnis in der Wüste zu übernachten und die endlose Ruhe und Weite beeindruckten uns auf Neue!

Wüstenübernachtung kurz hinter Karima

Wüstenübernachtung kurz hinter Karima

Wüstenübernachtung kurz hinter Karima

Wüstenübernachtung kurz hinter Karima

Wüstenübernachtung kurz hinter Karima

Wüstenübernachtung kurz hinter Karima

Am nächsten Tag (6.10.)wollten wir über Dongola nach Wadi Halfa gelangen, eine lange Strecke von ca. 600km, die wir letztendlich Danke der super Straßen in nur 7Std meisterten! Die Straße führte uns durch eine endlose Sandwüste und wir schwitzten bei 50°C! Wir sahen einige Kamele, die uns mit ihrer Zähigkeit immer wieder erstaunen! In Dongola machten wir Halt, um Wasser einzukaufen und wurden wieder mit der sudanesischen Freundlichkeit überrascht! Ein Ladenbesitzer und ein Fahrer schenkten uns jeweils einen Sack mit vielen kleinen leckeren Fladenbroten, sie hatten wohl Angst dass wir auf der Fahrt nach Wadi Halfa in der Wüste stecken bleiben würden!

Auf nach Wadi Halfa!

Auf nach Wadi Halfa!

Auf nach Wadi Halfa!

Auf nach Wadi Halfa!

Auf nach Wadi Halfa!

Auf nach Wadi Halfa!

Nachmittags kamen wir dann endlich in der Wüstenstadt Wadi Halfa an, die am See Nasser gelegen ist. Wir schlafen hier bei dem Sudanesen Mazar, der uns mit dem Papierkram und der Beschaffung des ägyptischen Visums hilft. Seine Kontaktdaten haben wir von anderen Reisenden und er ist uns wirklich eine große Hilfe. Wir können hier im Hof des Hauses auf zwei Betten unter freiem Himmel schlafen, was die Hitze nachts einigermaßen erträglich macht. Ja und jetzt sitzen wir hier und hoffen, dass wir morgen gut über die Grenze nach Ägypten kommen.

Mazars Haus in Wadi Halfa

Mazars Haus in Wadi Halfa

Unsere Betten in Mazars Haus in Wadi Halfa

Unsere Betten in Mazars Haus in Wadi Halfa

Morgen geht es dann nach Abu Simbel, wo wir uns abends eine Licht- und Laseshow vor einem Tempel ansehen wollen und am Tag danach fahren wir weiter nach Asswan, wo wir 2-3 Tage bleiben werden. Ansonsten sind weitere Ziele in Ägypten für uns Luxur, Hurghada und die Pyramiden in Giza. Gerade sind wir dabei Informationen über die Fähre von Ägypten in die Türkei zu sammeln, die wir wohl in 3-4 Wochen versuchen zu nehmen.

Wir hoffen es geht euch gut und ihr erlebt einen „goldenen Oktober“. Seid umarmt und lieb gegrüsst! Ein neues Fotoalbum vom Sudan gibt es hier!

Wir auf dem Jebel Barkal, Karima

Wir auf dem Jebel Barkal, Karima

Tour in die Danakil Senke und letzte Tage in Äthiopien

Standard

Hallo ihr Lieben,

gerade sind wir in Gonder (West- Äthiopien) und verbringen unsere letzten Tage in Äthiopien, bevor wir am 1.10. in den Sudan einreisen! Die drei Wochen in Äthiopien waren herausfordernd, schwierig, interessant und wundervoll. Für dieses einzigartige Land braucht man viel Zeit, eine ordentliche Portion Kraft und gute Nerven. Von allem hatten wir nicht mehr viel im „Gepäck“, weshalb uns das Land ziemlich geschlaucht hat. Zudem machte auch das Auto schlapp, sprang oft nicht an und wir mussten 5x einen Reifen wechseln. Andererseits haben wir auch sehr viel gesehen und erlebt, das wir bisher noch nirgens kennen lernen konnten und die Zeit hier war einmalig und faszinierend. Wir sind beeindruckt von der kulturellen Vielfalt des Landes und den vielen Gegensätzen. Äthiopien ist auf jeden Fall eine Reise Wert, man sollte nur ein paar Inlandsflüge buchen, statt selbst mit dem Auto herumzugurken… 🙂

Ein besonderes Highlight war die viertägige geführte Tour in die Danakil Senke, die wir mit Ethio Travel Tours von Addis Ababa aus organisiert haben. Die Danaki Senke liegt im Nordosten  Äthiopiens in Grenznähe zu Eritrea, weswegen man hier nur mit einer geführten Gruppe hin darf und aus Sicherheitsgründen vom Militär begleitet wird.In unserer Gruppen waren wir insgesamt 8 Leute, von denen der Älteste 36 Jahre alt war. Die Danakil Senke, auch „Afar-Dreieck“ genannt ist einzigartig, da hier drei aktive Grabenbrüche aufeinander treffen. Die Erdplatten an den jeweiligen Flanken der Grabenbrüche streben auseinander, weshalb sich hier zukünftig ein Ozeanbecken entwickeln wird.  Als Folge dieser Dehnung wird die Erdkruste erheblich dünner und sinkt daher ein. Im Afar-Dreieck ist diese Dehnung bereits seit 30 Millionen Jahren im Gange, wodurch grosse Gebiete inzwischen bis zu 125 m unter dem Meeresspiegel liegen. Geologen gehen von einem  weiträumigen Absinken des Afar-Dreieck aus, demnach wird die Senke eines Tages vollständig mit Wasser aus dem Roten Meer  gefüllt sein. Wir standen also auf dem zukündtigen Meeresboden!

Auf unserer Tour standen folgende Punkte auf dem Program:

Tag 1: Fahrt von Mekele zur Danakil Senke,  Besuch des Salzsees „Lake Assal“ und schlafen unter freiem Himmel in dem Dorf Hamed Ela

Tag 2:  Dallol (einem der tiefsten und heissesten Punkte der Erde), Schwefelfomationen, Salzabbau und Kamelkarawanen ansehen, Besuch eines Wasserfalls,  Übernachtung bei einer Familie in einem Dorf

Tag 3: Fahrt zum Erta Ale Vulkan, nachmittags ausruhen, frühes Abendessen, um 20h Start des dreistündigen Aufstiegs, Nacht am Vulkan verbringen

Tag 4: Früh morgens den Vulkan bewundern, dreistündiger Abstieg, Frühtsück, Fahrt zurück nach Mekele

Am 21. fuhren wir von Lalibela (siehe letzten Berich) 9 Stunden nach Mekele, einer netten Stadt, von der aus am nächsten Morgen unsere Tour starten sollte. Wir schliefen hier im Yatse Johanis Hotel und verbrachten hier noch zwei Nächte nach der Rückkehr von der Tour. Nach einer langen Fahrt von der Mekele zur Danakil Depression kamen wir in dem kleinen Dorf Hamed Ela an und fühlten uns wie auf einem anderen Planeten. Es war so heiss, staubig und so einsam! Erstaunlich, dass hier wirklich noch Menschen leben! Von hier aus brachen wir pünktlich zum Sonnenuntergang auf zum nahegelenen Salzsee Assal und begegneten einer grossen Kamelkarawane, die alle Blicke und Kameras unserer Tourmitglieder auf sich zog! Der Salzsee beeindruckte uns sehr, das Salz sah aus wie Schnee und schimmerte herrlich in der Abendsonne! Wir genossen die Ruhe und Abgelegenheit und knipsten viele Fotos!

Karamelkarawanen

Karamelkarawanen

Kamelkarawanen

Kamelkarawanen

Salz wie Schnee!

Salz wie Schnee!

Wir auf dem Salzsee "Lake Assal"

Wir auf dem Salzsee „Lake Assal“

"Yogi" Franzi auf dem Salzsee

„Yogi“ Franzi auf dem Salzsee

Philipp springt übers Salz!

Philipp springt übers Salz!

Trockene Erde um den Salzsee herum

Trockene Erde um den Salzsee herum

Nach dem Bewundern dieses faszinierenden Sees fuhren wir zurück ins Dorf, wurden bekocht und krochen früh in die Betten, die für uns unter dem freien Sternenhimmel aufgestellt wurden.

Erste Übernachtung in einem Dorf unter Sternen

Erste Übernachtung in einem Dorf unter Sternen

Unsere Betten für die 1. Übernachtung unter Sternen

Unsere Betten für die 1. Übernachtung unter Sternen

Das Dorf, in dem wir die 1. Nacht verbrachten

Das Dorf, in dem wir die 1. Nacht verbrachten

Am nächsten Morgen brachen wir nach einem Frühstück früh auf, denn es sollte nach Dallol, einem der heissesten Punkte der Erde gehen!Dallol liegt bereits 116m unter dem Meerespiegel und das Thermometer im Auto zeigte hier schon morgens um 8h Temperaturen von 40 °C an. Puh haben wir geschwitz und es wurde immer heisser (bestimmt um die 50°C)! Aber der Anblick von faszinierenden Schwefelablagerungen und -formationen und brodelnden Potasiumgemisch (Kalisalze) war so beeindruckend, dass  Hitze und  Schweiss schnell nebensächlich waren.

"Dallol"; einer der tiefsten Punkte der Erde

„Dallol“; einer der tiefsten Punkte der Erde

Dallol

Dallol

"Dallol"; einer der tiefsten und heissesten Punkte der Erde

„Dallol“; einer der tiefsten und heissesten Punkte der Erde

Farbenprächtige Schwefelgebilde in Dallol

Farbenprächtige Schwefelgebilde in Dallol

Farbenprächtige Schwefelgebilde in Dallol

Farbenprächtige Schwefelgebilde in Dallol

Dallol

Dallol

Fazit: Schwefel stinkt!

Fazit: Schwefel stinkt!

Dallol

Dallol

Wir inmitten farbenprächtiger Schwefelgebilde in Dallol

Wir inmitten farbenprächtiger Schwefelgebilde in Dallol

Dallol

Dallol

Stinkende Schwefelgebilde

Stinkende Schwefelgebilde

Salzberge in Dallol

Salzberge in Dallol

Salzberge

Salzberge

Brodelndes Potasium- Gemisch

Brodelndes Potasium- Gemisch

Brodelndes Potasium- Gemisch

Brodelndes Potasium- Gemisch

Brodelndes Potasium- Gemisch

Brodelndes Potasium- Gemisch

Unser Militärschutz in Dallol

Unser Militärschutz in Dallol

Hiernach fuhren wir zu dem Ort Ragad (Assebo) an dem Salz abgebaut und auf Kamele verladen wird. Wir waren sehr erstaunt als wir die Arbeiter sahen, die bei 50°C mit ihren blossen Händen und einem Hämmerchen grosse Salzplatten aus dem Boden hauten und diese auf Kamele luden. Die Tiere werden dann in grossen Karawanen angeführt und erreichen nach einer Woche Fussmarsch (das muss man sich mal vorstellen bei der Hitze!) Mekele, wo das Salz abgenommen wird. Danach geht es für die Kamele und die Kameltreiber wieder eine Woche zurück in die Danakil Senke und das Spiel beginnt von Neuem.

Arbeiter beim Salzabbau

Arbeiter beim Salzabbau

Harter Salzabbau

Harter Salzabbau

Salzabbau

Salzabbau

Salz wird auf die Kamele verladen

Salz wird auf die Kamele verladen

Franzi mit den "Salzkamelen"

Franzi mit den „Salzkamelen“

Kamele als Salztransporteure

Kamele als Salztransporteure

Kamele als Salztransporteure

Kamele als Salztransporteure

Nun war es mittags und wir wurden in das Dorf Abaala gefahren, wo wir die 2. Nacht in dem Wohnzimmer einer  Familie schlafen sollten. Nachmittags machten wir einen Ausflug an einen Wasserfall, wo die Autos gewaschen wurden und wir auf viele Kinder trafen, die sich und ihre Kleidung wuschen. Schnell waren wir der Mittelpunkt des Geschehens und die Kinder posierten für Fotoaufnahmen! Abends erhielten wir in der Familie ein traditionelles äthiopisches Essen und wir fielen müde ins Bett.

Wasserfall an unserem 2. Übernachtungsort (Auto wird im Wasser gewaschen!)

Wasserfall an unserem 2. Übernachtungsort (Auto wird im Wasser gewaschen!)

Waschort Wasserfall

Waschort Wasserfall

Wasserfall an unserem 2. Übernachtungsort

Wasserfall an unserem 2. Übernachtungsort

Wasserfall an unserem 2. Übernachtungsort

Wasserfall an unserem 2. Übernachtungsort

Neugierige Mädels am Wasserfall an unserem 2. Übernachtungsort

Neugierige Mädels am Wasserfall an unserem 2. Übernachtungsort

2. Übernachtungsplatz im Wohnzimmer einer Familie

2. Übernachtungsplatz im Wohnzimmer einer Familie

Wohnzimmer unseres 2. Übernachtungsplatzes

Wohnzimmer unseres 2. Übernachtungsplatzes

Am nächsten Morgen erhielten wir ein Frühstück und gingen noch ins Dorf Abaala um in einem typischen Cafê den leckeren äthiopischen Kaffee zu geniessen. Oh wir lieben dieses Gebräu! 🙂 Danach starteten wir die lange Fahrt durch Wüsten- und Vulkangebiete zu unserem nächsten Highlight: den Vulkan Erta Ale! Auf dem Weg stoppten wir mitten in der Wüste bei einem Militärcamp, um unsere 12 „Schutzmänner“ abzuholen, die für die Besteigung des Vulkans obligatorisch sind. Uns wurde erzählt, dass hier auf dem Vulkan vor zwei Jahren  französische Touristen von Rebelle aus Eritrea erschossen wurden, weswegen man heute Militärschutz braucht.

Militärcamp

Militärcamp

Militärcamp mitten in der Wüste

Militärcamp mitten in der Wüste

Militärcamp mitten in der Wüste

Militärcamp mitten in der Wüste

Unser neuer Militärschutz! Man beachte den Herren mit seinen pinken Socken:)

Unser neuer Militärschutz! Man beachte den Herren mit seinen pinken Socken:)

45°C in der heissen Vulkangegend: Wir nähern uns dem Erta Ale

45°C in der heissen Vulkangegend: Wir nähern uns dem Erta Ale

Heisse Vulkangegend: Wir nähern uns dem Erta Ale

Heisse Vulkangegend: Wir nähern uns dem Erta Ale

Heisse Vulkangegend: Wir nähern uns dem Erta Ale

Heisse Vulkangegend: Wir nähern uns dem Erta Ale

Heisse Vulkangegend: Wir nähern uns dem Erta Ale

Heisse Vulkangegend: Wir nähern uns dem Erta Ale

Wir kamen nachmittags in Dodom an, dem Camp am Fusse des Vulkans, von dem aus wir später am Abends aufbrechen sollten. Wir fühlten uns wieder wie am Ende der Welt und waren sehr gespannt auf die bevorstehende Vulkanbesteigung!

Camp am Fusse des Erta Ale Vulkans

Camp am Fusse des Erta Ale Vulkans

Hütten im Erta Ale Base Camp

Hütten im Erta Ale Base Camp

Erta Ale Base Camp

Erta Ale Base Camp

Erta Ale Base Camp: Das Kamel transportiere Wasser für uns

Erta Ale Base Camp: Das Kamel transportiere Wasser für uns

Da es hier auch sehr heiss war, brachen wir erst um 20h auf und nur unsere Kopfleuchten und die Sterne leuchteten uns den Weg übers Vulkangestein hinauf zum Vulkan! Die Wanderung war nicht so anstrengend wie wir erwartete hatten und schon nach kurzer Zeit sahen wir aus weiter Entfernung das rote Leuchten, das aus dem Vulkan stieg.

Erta Ale Vulkan von Weitem

Erta Ale Vulkan von Weitem

Nach 2,5 Stunden Wanderung kamen wir endlich an und verbrachten die Nacht am Vulkan. Was für ein Erlebnis! Es war wirklich atemberaubend und absolut faszinierend in das Innere der Erde zu blicken und dem Brodeln der Lava zuzusehen! Es ist nur schwer mit Worten zu beschreiben, aber hier ein paar Bilder, die eine genauere Beschreibung vielleicht ersetzen:

Erta Ale Vulkan

Erta Ale Vulkan

Erta Ale Vulkan

Erta Ale Vulkan

Erta Ale Vulkan

Erta Ale Vulkan

Erta Ale Vulkan

Erta Ale Vulkan

Franzi vorm Erta Ale Vulkan

Franzi vorm Erta Ale Vulkan

Philipp vorm Erta Ale Vulkan

Philipp vorm Erta Ale Vulkan

Wir vorm Erta Ale Vulkan

Wir vorm Erta Ale Vulkan

Erta Ale Vulkan

Erta Ale Vulkan

Erta Ale Vulkan am Morgen

Erta Ale Vulkan am Morgen

Unser Militärschutz war auch am Start

Unser Militärschutz war auch am Start

Gegend um den Erta Ale herum

Gegend um den Erta Ale herum

Gegend um den Vulkan herum

Gegend um den Vulkan herum

Am nächsten Morgen mussten wir müde den Vulkan wieder hinabsteigen, was noch einmal 3 Stunde benötigte. Erschöpft kamen wir im Dodom Camp an, bekamen Frühstück und fuhren 6 Stunden zurück nach Mekele. Voller Eindrücke und sehr übermüdet fielen wir hier in unser Bett im Hatse Yohanis Hotel und schliefen die Nacht sehr gut.

Auf geht's wieder hinab!

Auf geht’s wieder hinab!

Auf geht's wieder hinab!

Auf geht’s wieder hinab!

Den nächsten Tag (26.9.) nutzten wir als „Gammeltag“ und wir ruhten uns ordentlich in Mekele aus. Allerdings wurde heute der kirchliche Feiertag „Maskal“ zelebriert, bei dem Hunderte von Menschen mit Trommeln singend durch die Strassen ziehen. Glücklicherweise konnten wir das Spektakel vom Balkon unseres Hotels beobachten, so dass wir uns nicht zuuu viel bewegen mussten, schliesslich wollten wir heute einen Ruhetag einlegen:) Hier ein paar Fotos des Maskal Feiertages:

Maskal Feiertag in Mekele

Maskal Feiertag in Mekele

Maskal Feiertag in Mekele

Maskal Feiertag in Mekele

Maskal Feiertag in Mekele

Maskal Feiertag in Mekele

Maskal Feiertag in Mekele

Maskal Feiertag in Mekele

Maskal Feiertag in Mekele

Maskal Feiertag in Mekele

Maskal Feiertag in Mekele

Maskal Feiertag in Mekele

Maskal Feiertag in Mekele

Maskal Feiertag in Mekele

Maskal Feiertag in Mekele

Maskal Feiertag in Mekele

Am 27.9. fuhren wir fünf Stunden nach Aksum. Die Stadt Aksum war früher Hauptstadt eines der mächtigsten Reiche in der afrikanischen Geschichte, das nach dem alten Ägypten und dem Reich Meroe über die am weitesten entwickelte Kultur auf diesem Kontinent verfügte. Das Aksumische Reich umfasste Teile des heutigen Nordäthiopien, Eritrea, Nordost Sudan und die südliche Hälfte der Arabischen Halbinsel (vgl. Iwanowski 2013, Reiseführer Äthiopien, S.307). Heute ist Aksum vor allem für den „Stelenpark“ berühmt, der einst als Friedhof der vor- und frühchristlichen aksumitischen Herrscher diente. Hier sieht man viele uralte steinerne Stelen, an deren Fusse Grabplatten aus Stein liegen, unter denen Könige und Kaiser begraben liegen. Leider ist das Ganze unschön in der Stadt eingebettet und der Begriff „Park“ ist völlig übertrieben, da der Stelenpark nur von Baustellen umgeben ist. Hier ein paar Fotos:

Stelenpark in Aksum

Stelenpark in Aksum

Stelenpark in Aksum

Stelenpark in Aksum

Stelenpark in Aksum

Stelenpark in Aksum

Stelenpark in Aksum

Stelenpark in Aksum

Stelenpark in Aksum: Umgekippte kaputte Stele

Stelenpark in Aksum: Umgekippte kaputte Stele

Der Stelenpark ist eingebettet zwischen Baustellen

Der Stelenpark ist eingebettet zwischen Baustellen

Nach einem Tag in Aksum fuhren wir am nächsten Tag (28.9.) ziemlich müde und kaputt weiter nach Gonder. Die Fahrt gings durch Gebirge und dauerte den ganzen Tag, so dass wir abends völllig erledigt ankamen. Da unser Visum am 1.10. ausläuft, hatten wir ziemlich Druck und noch eine weite Strecke zur Grenze vor uns. In Gonder quartierten wir uns für drei Nächte in der netten Fasil Lodge ein, so lange waren wir in Äthiopien noch nie an einem Ort! Wir waren froh hier nun zwei volle Tage zu haben, in denen wir uns zwar einige Kirchen und einen Palast ansehen, jedoch auch viel „gammeln“ wollten. Gonder liegt im Westen Äthiopiens, 200km von der sudanesischen Grenze entfernt und in 2.200m Höhe. Die Stadt war früher Kaiserstadt und zieht heute wegen seiner vielen Ruinen, Paläste und Kirchen aus der royalen Vergangenheit viele Touristen an. Hier schauten wir uns den Palastbezirk Gemp, die wunderschöne Kirche Debre Berhan Selassie und das Wasserschloss des Fasilidas an. Ansonsten lasen wir viel, räumten das Auto auf und tankten neue Kraft.

Gonder

Gonder

Debre Berhan Selassie Kirche

Debre Berhan Selassie Kirche

Debre Berhan Selassie Kirche

Debre Berhan Selassie Kirche

Debre Berhan Selassie Kirche

Debre Berhan Selassie Kirche

Debre Berhan Selassie Kirche

Debre Berhan Selassie Kirche

Tolle Engelsdecke,Debre Berhan Selassie Kirche

Tolle Engelsdecke,Debre Berhan Selassie Kirche

Satan frisst Frau!Debre Berhan Selassie Kirche

Satan frisst Frau!Debre Berhan Selassie Kirche

Palastareal in Gonder

Palastareal in Gonder

Palastareal in Gonder

Palastareal in Gonder

Ja und übermorgen am 1.10. ihr Lieben verlassen wir dieses beeindruckende Land und reisen in den Sudan ein! Im Sudan wollen wir in der Hauptstadt Khartoum einige Tage verbringen und uns danach die Pyramiden in Meroe ansehen. Danach werden wir den Weg durchs wüstenhafte Land gen Norden einschlagen und nach ca. 2 Wochen in Asswan/Ägypten einreisen. Wir sind sehr gespannt auf die nächsten Wochen und hoffen, dass wir mal Internet haben, um uns bei euch zu melden!

Vielen Dank dass ihr unsere Beiträge immer lest und somit an unserer grossen Reise und den „Höhen und Tiefen“ teilhabt. Hier sind die neuesten Fotoalben:

Danakil Senke mit Vulkanbesteigung

Mekele, Aksum, Gonder

Felsenkirchen in Lalibela

Der Süden Äthiopiens

Bis bald!!!

Wir vor den farbenprächtigen Schwefelgebilden in Dalol

Wir vor den farbenprächtigen Schwefelgebilden in Dalol