Irgendwo dazwischen

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Hallo liebe Leser

wie geht es euch? Nun ist schon November und während wir hier noch die letzten Sonnenstrahlen einfangen, beginnt in Deutschland sicherlich der Winter langsam…Wir befinden uns nun wirklich auf dem Heimweg, was komische Gefühle in uns auslöst, wie der Titel des heutigen Beitrages wohl schon erahnen lässt…

Am 26.10. brachen wir in Kairo auf, nachdem wir noch einen schönen Abschlussabend am Nil verbrachten. Hier wurden abends an der Promenade Tees und Säfte verkauft und viele bunte Boote luden Touristen zu kurzen Nilfahrten ein. Wir sind froh dass wir eine ganze Woche hier verbringen konnten und waren von dieser lebendigen Stadt am Nil wirklich positiv überrascht, die man als das pulsierende Herz des Landes bezeichnen kann! (Hier gehts zum letzten Beitrag)

Obst- und Gemüsemarkt am Abend in Kairo

Obst- und Gemüsemarkt am Abend in Kairo

Abends am Nil, Kairo

Abends am Nil, Kairo

Bunte Schiffe abends am Nil, Kairo

Bunte Schiffe abends am Nil, Kairo

Wir verliessen Kairo mit gemischten Gefühlen, denn die Überfahrt in die Türkei stand und bevor. Einerseits freuten wir uns sehr und waren aufgeregt wegen des Kontinentenwechsels, andererseits blickten wir wehmütig auf das vergangene Jahr zurück und konnten/ wollten nicht loslassen. Wir fuhren also nach Port Said, wo am 29.10. die Fähre Cenk Y mit uns und Tembo ablegen sollte. Port Said ist ein kleines Städtchen direkt am Mittelmeer, am Nordende des Suez Kanals. Leider verzögerte sich die Abfahrt um einen Tag, so dass wir letztendlich vier volle Tage hier rumkriegen mussten. Wir gingen zwei Mal bei einem leckeren Italiener essen, machten viele Meerspaziergänge und rauchten jeden Abend in einem kleinen Cafe Shisha. Unser Schleuser Eslam organisierte unsere Papiere, so dass wir uns bezüglich des Zolls und der Ausreise um nichts kümmern mussten, was natürlich auch seinen Preis hatte, unserer Meinung aber notwendig war.

Leckerer Italiener in Port Said

Leckerer Italiener in Port Said

Suez Kanal

Suez Kanal

Mittelmeer

Mittelmeer

Am 30.10. war es dann endlich soweit und Eslam holte uns mittags ab und brachte uns zum Hafen. Die Fähre lag schon am Hafen und wir konnten unsere Kabine „beziehen“. 30 Stunden sollte die Fähre unterwegs sein, insgesamt verbrachten wir aber an die 40 Stunden an Bord, also zwei volle Nächte und 1,5 Tage. Die Fähre war sehr gut ausgestattet, wir hatten eine Kabine mit Bad für uns und wurden essenmässig gut versorgt. Franzi war die einzige Frau an Bord, ansonsten handelte es sich bei den anderen Passagieren nur um türkische LKW Fahrer.

Tschüss Afrika

Tschüss Afrika

Tembo geht an Bord

Tembo geht an Bord

Tembo zwischen vielen LKWs

Tembo zwischen vielen LKWs

Unsere Kabine

Unsere Kabine

Wir auf der Cenk Y

Wir auf der Cenk Y

Die Fahrt war lang, aber notwendig, denn so hatten wir etwas Zeit zur Ruhe zu kommen. Langsam begriffen wir, dass unser Afrika Abenteuer nun zu Ende ist und wir fühlten uns etwas verloren. Irgendwo dazwischen. Zwischen Ferne und Heimat, zwischen Fremde und Vertrautheit. Wir waren froh, als wir am 1.11. mittags in der türkischen Hafenstadt Iskenderun von Bord gehen konnten und somit endgültig Afrika verliessen. Die Türkei empfing uns freundlich mit viel Sonne und hohen Temperaturen, so dass wir uns dazu entschieden, noch ein paar Tage am Mittelmeer entlang zu fahren, bevor wir uns ins Getümmel stürzen.

Türkische Hafenstadt Iskenderun

Türkische Hafenstadt Iskenderun

Türkische Hafenstadt Iskenderun

Türkische Hafenstadt Iskenderun

Am gleichen Tag fuhren wir noch ins 200km entfernte Mersin, einer Stadt am Mittelmeer, wo wir völlig übermüdet in einem Hotel eincheckten und wir abends mit türkischen Baklava (sehr süsses Blätterteig- Honig- Gebäck) und einem kalten Bier auf uns und unsere Reise anstiessen! Am nächsten Morgen fuhren wir entlang der Mittelmeerküste nach Anamur, einem Ort am Meer. Und hier sind wir nun und verbringen zwei Nächte im  wunderschönen Paradise Camp, wo wir direkt am Strand schlafen. Es ist schön noch einmal campen zu können und wir hoffen euch die nächten Tage noch auf dem Weg nach Istanbul die Möglichkeit und das Wetter zum Campen zu bekommen. Sonne und Wolken wechseln sich hier ab und wir frieren schon bei 25°C, was uns etwas Angst vor dem Winter macht.Seltsam ist auch, dass es hier um 17h schon stockdunkel ist… Dennoch ist dies der richtige Ort für uns, um in der Türkei anzukommen und zu realisieren, dass wir bald Zuhause sind. Manchmal fühlt es sich so an, als wären unsere Körper noch in Afrika und unser Geist schon auf dem Weg nach Deutschland. Ein komisches Gefühl. Obwohl wir versuchen die Türkei noch etwas kennen zu lernen und zu geniessen, denken wir doch mittlerweile viel an Zuhause und freuen uns auch! Die Autobahnen hier, die korrekte Fahrweise der Autofahrer, die Ampeln, das Essen, die grossen Supermärkten, die sauberen Strassen- alles erinnert uns schon an Deutschland und fühlt sich vertraut und fremd zugleich an.

Paradise Camp, Anamur

Paradise Camp, Anamur

Paradise Camp, Anamur

Paradise Camp, Anamur

Paradise Camp

Paradise Camp

Franzi mit Katzenbabys im Paradise Camp

Franzi mit Katzenbabys im Paradise Camp

Wir werden morgen nach Antalya fahren und von dort aus geht es über Pamukkale im Landesinneren weiter nach Istanbul, wo wir vom 9.-13.11. sein werden. Von dort aus fahren wir nach Griechenland, wo wir einige Tage bei Freunden von Philipps Familie auf der Insel Tassos verbringen, bevor wir über Osteuropa schliesslich den Heimweg nach Deutschland antreten.

Zwei neue Fotoalben gibt es hier, bis bald ihr Lieben!

Fotoalbum Port Said und die Überfahrt in die Türkei

Fotoalbum Anamur an der türkischen Mittelmeerküste

Wir auf der Burg in Anamur, Türkei

Wir auf der Burg in Anamur, Türkei

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  1. Wieder einmal wunderschöne Fotos! und natürlich wieder ein toller Bericht 🙂
    Wir freuen uns sehr auf euch – genießt aber dennoch die restliche Zeit zu genießen; auch wenn diese nun auf dem europäischen Kontinent sein wird.
    Fühlt euch gedrückt und bald dann auch richtig!!!!!
    Kuss, eure Anni

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