Archiv für den Monat August 2014

Gute Zeiten, schlechte Zeiten… und wieder gute Zeiten! :)

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Hallo ihr Lieben,

liebe Grüsse aus Nairobi schicken wir euch! Heute möchten wir über unsere letzten zwei Wochen berichten, die wir im Tsavo East Nationalpark, in Nairobi, in der Masai Mara (Nationalpark) und am Hells Gate Nationalpark verbracht haben. Puh, ganz schön viel erlebt haben wir anscheinend!

Als Philipps Schwester Madeleine und ihr Freund Emu uns am 13.8. verliessen (siehe Bericht), machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Nairobi. Da der Mombasa Highway zu lang ist, um ihn an einem Tag durchzufahren, campten wir in der wundervoll gelegenen Red Elephant Lodge, die vor den Toren des Tsavo East Nationalparks in der Ortschaft Voi gelegen ist.

Red Elephant Lodge

Red Elephant Lodge

Red Elephant Lodge am Tsavo NP

Red Elephant Lodge am Tsavo NP

Die rote Erde hier und der Gedanke an die vielen für den Park typischen „roten“ Elefanten (sie suhlen sich im roten Sand), ließ uns am nächsten Tag nicht lange überlegen: Wir wollten einen Tag in den Tsavo NP! Wir kauften ein 24h Ticket und erkundeten den Park- was für ein Paradies! Wir waren von Anfang an verzaubert! Nicht nur die vielen Elefanten, sondern auch die rote Erde, die Weite und die wunderbare Landschaft zogen uns gleich in ihren Bann!

Elefanten in der Abendsonne

Elefanten in der Abendsonne

Wunderschöne Weite

Wunderschöne Weite

Die Elefanten lassen die Zebras nicht trinken

Die Elefanten lassen die Zebras nicht trinken

Abendstimmung im Tsavo

Abendstimmung im Tsavo

Auch die Zebras sind hier rot

Auch die Zebras sind hier rot

Der kriegt die Nase vom Vögelchen gesäubert :)

Der kriegt die Nase vom Vögelchen gesäubert 🙂

Elefantenkarawane direkt vor uns

Elefantenkarawane direkt vor uns

Die Elefanten lassen die Zebras nicht trinken

Die Elefanten lassen die Zebras nicht trinken

Besonders fasziniert waren wir von einem riesigen Wasserloch, das wir von einem Hügel aus entdeckten und hinter dem sich eine endlose afrikanische Savanne in die Weite zog. Ein magischer Ort und Franzis Meinung nach einer der schönsten Plätze auf der Welt! Aber seht selbst:

Schönster Platz auf der Welt!

Schönster Platz auf der Welt!

Aussicht geniessen!

Aussicht geniessen!

Aussicht geniessen!

Aussicht geniessen!

Elefanten am Wasserloch

Elefanten am Wasserloch

Nach unserem herrlichen Tag schliefen wir noch eine Nacht in der Red Elephant Lodge und konnten abends noch einmal rote Elefanten am an der Lodge gelegenen Wasserloch beobachten. Am nächsten Tag standen wir früh auf, denn wir wollten noch einmal in den Park fahren, um am „magischen Wasserloch“ zu frühstücken.

Morgenstimmung am Wasserloch

Morgenstimmung am Wasserloch

Badende Elefanten an der Wasserstelle

Badende Elefanten an der Wasserstelle

Nach einem zauberhaften Morgen fuhren wir zurück auf den verrückten Mombasa Highway und kämpften uns hinter vielen LKS und Reisebussen durch nach Nairobi. Hier schliefen wir im Indaba Campsite und stellten am ersten Abend erschrocken fest, dass Philipp Fieber hat. Weil wir auch dazu lernen, fuhren wir am nächsten Morgen sofort ins Krankenhaus, wo bei Philipp erneut Malaria (siehe alter Bericht über Malaria) festgestellt wurde. Wir fühlten uns so vor den Kopf gestoßen, schließlich haben wir gerade zwei wunderbare Wochen mit unserem Besuch aus Deutschland an der Küste verbrachten, in denen es Philipp gut ging! Nun denn, es half ja nichts. Im Krankenwagen wurde Philipp ins größere „Nairobi European Hospital“ gefahren und verbrachte dort erneut drei Nächte. Franzi konnte diesmal leider nicht dort übernachten, sondern musste alleine im Camp schlafen. Ein Tropenarzt nahm sich Philipp an und fand nach einigen Blutuntersuchungen heraus, dass die „alte“ Malaria Tropica nie ganz weg war und sich noch Parasiten in der Leben versteckt hatten. Da hat der indische Arzt keine gute Arbeit in Nakuru geleistet! Obwohl Malaria Tropica die gefährlichste Form der Malaria ist, war der Tropenspezialist erleichtert, da diese wohl am einfachsten und besten zu behandeln sei. Nun denn, glauben wir ihm mal! Das moderne und exzellent ausgestatte Krankenhaus war gar nicht zu vergleichen mit dem in Nakuru, Philipp konnte sogar auf einem Zettel ankreuzen was er essen wollte!

Menüplan zum Ankreuzen! Das gibts nur im Nairobi European Hospital

Menüplan zum Ankreuzen! Das gibts nur im Nairobi European Hospital

Lecker!

Lecker!

Franzi hatte einen vertrauenswürdigen Taxifahrer zu ihrem „privaten Fahrer“ auserkoren, damit sie sich nicht selbst im Auto durch den unglaublichen Verkehr Nairobis schlagen musste. Muffat kutschierte sie jeden Morgen zu Philipp ins Krankenhaus und abends zurück zum Indaba Camp, wo die Abende viel zu ruhig und einsam waren- kaum auszuhalten! Zudem musste sie Tembo noch in die Werkstatt bringen und am nächsten Tag wieder abholen, da wir das Auto für einen Ölwechsel und ein paar weitere Kleinigkeiten in der Werkstatt „4WD Maintenance Center“ „eingeliefert“ hatten. Philipp wurde täglich ordentlich mit Medikamenten zugedröhnt und musste nach dem Krankenhausbesuch noch drei Tage sehr starke Medikamente schlucken. Aber es hat scheinbar geholfen und wir hoffen, dass es jetzt auch dabei bleibt!

Schickes Dress! Nairobi European Hospital

Schickes Dress! Nairobi European Hospital

Kurze Zweisamkeit im Nairobi European Hospital

Kurze Zweisamkeit im Nairobi European Hospital

Nach Philipps Krankenhausaufenthalt flüchteten wir aus Nairobi in die Masai Mara, denn wir wollten unbedingt die Ballonfahrt über den Nationalpark machen! Die Fahrt war ziemlich lang, führte uns am Ende aber durch interessantes, trockenes Masailand, wie ihr hier sehen könnt:

Auf dem Weg zur Masai Mara

Auf dem Weg zur Masai Mara

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In der Masai Mara verbrachten wir zwei volle Tage und schliefen drei Nächte vor den Toren des Parks (am Talek Gate) im „Crocodile Camp“, was einfach und in Ordnung war. Die Masai Mara ist wunderschön und hat eine faszinierende Vielfältigkeit an Flora und Fauna aufzuweisen, jedoch ist das Wegenetz so schlecht und übersichtlich, dass wir das Selbstfahren nur so halb geniessen konnten. Wir sahen viele viele Hyänen, grosse Löwenrudel, Elefanten, Nilpferde, viele Antilopen, Giraffen, Zebras, Warzenschweine und sogar ein Nashorn!

Nashorn zwischen zwei Straussen

Nashorn zwischen zwei Straussen

Wunderschöne Landschaft

Wunderschöne Landschaft

Mara Fluss

Mara Fluss

Grosses Löwenrudel

Grosses Löwenrudel

Zum Knuddeln!

Zum Knuddeln!

Süsses Junges

Süsses Junges

Zudem findet zurzeit noch die jährliche Gnu- Migration aus der Serengeti zur den Grünflächen in der Masai Mara statt und die Tierherden sind wirklich überwältigend anzuschauen! Leider sterben viele Tiere bei der Überquerung des „Mara Flusses“, da alle Tiere auf einmal auf die andere Seite möchten und sich gegenseitig tot trampeln. Wir konnten noch einige tote Tiere im Marafluss sehen, über die sich vor allem die Krokodile und Geier freuten!

Viele Gnus sterben bei der jährlichen Wanderung über den Mara Fluss

Viele Gnus sterben bei der jährlichen Wanderung über den Mara Fluss

Jährliche Migration der Gnus

Jährliche Migration der Gnus

Am Tag des Ballonfluges (23.8)wurden wir morgens um halb sechs abgeholt und zum „Flugplatz“ gebracht. Die Ballonfahrt, die wir mit Ballon Safaris unternahmen, beinhaltete einen 1-stündigen Flug, ein Champagnerfrühstück im Busch und eine anschließende zweistündige Pirschfahrt durch die Masai Mara. Es war wirklich ein spektakulärer Vormittag, einfach zauberhaft! Es war ein wahnsinnig schönes Gefühl über die Weite der Masai Mara zu schweben und endlose Gnuherden, Zebras und sogar Löwen von oben zu bestaunen!

Wir waren nicht der einzige Ballon!

Wir waren nicht der einzige Ballon!

Löwen von oben aus dem Ballon!

Löwen von oben aus dem Ballon!

Ballonfahrt in der Masai Mara

Ballonfahrt in der Masai Mara

Geteiltes Glück in der Masai Mara :)

Geteiltes Glück in der Masai Mara 🙂

Riesige Gnuherden von oben

Riesige Gnuherden von oben

Schönes Licht am Morgen im Ballon

Schönes Licht am Morgen im Ballon

Bei der Landung krabbelten wir und die anderen sechs „Insassen“ im Liegen aus dem Balloonkorb und wurden zu der Frühstückstafel gefahren! Als wir sahen, was die Leute dort für uns aufgebaut hatten, waren wir sprachlos und konnten die Münder vor Staunen kaum schliessen! Champagner, Croissants, Quiche, Eier, Joghurts warten für uns auf einem grossen Tisch und sogar zwei Toiletten waren für uns aufgebaut worden! Was für ein Luxus, ganz schön dekadent- aber schööön!

Stösschen!Anschliessendes Champagnerfrühstück im Busch!

Stösschen!Anschliessendes Champagnerfrühstück im Busch!

Prost!AnschliessendesChampagnerfrühstück im Busch!

Prost!AnschliessendesChampagnerfrühstück im Busch!

Sogar Toiletten wurden im Busch aufgebaut!

Sogar Toiletten wurden im Busch aufgebaut!

Nach dem Frühstück, bei dem vor allem wir zwei Camper (die anderen sahen eher nach „Luxus- Lodge- Gästen aus) uns die Bäuche voll schlugen, wurden wir dann in einen Jeep geladen und zwei Stunden fuhren wir durch die herrliche Landschaft der Masai Mara. Unterwegs sahen wir viele Tiere und genossen es sehr, nicht selbst fahren und uns keine Gedanken über das blöde Wegenetz machen zu müssen. Es war also ein wunderschöner Tag, der unser Masai-Mara- Erlebnis wundervoll abgerundet hat!

König der Tiere

König der Tiere

Wunderschöne Löwin

Wunderschöne Löwin

Von der Masai Mara aus fuhren wir zum Hells Gate Nationalpark, der sich zwischen Nairobi und der Masai Mara befindet. Der Park liegt im grossen afrikanischen Grabenbruch und befindet sich auf einer Höhe von etwa 1500 m über dem Meeresspiegel. Durch den hier vorherrschenden Vulkanismus ist die geothermische Energie im Boden so gross, dass sie zur Stromerzeugung genutzt wird! So sieht man im Park immer wieder grosse lange Rohrleitungen, durch die der 300 °C heisse Dampf geleitet und in Turbinen in Elektrizität verwandelt wird!

Dampf wird zu Elektrizität

Dampf wird zu Elektrizität

Dampf aus der Erde

Dampf aus der Erde

Im Park kann man sich Fahrräder mieten und den Park, in dem es weder Raubtiere noch Elefanten gibt, auf dem Rad erkunden! Wir schliefen zwei Nächte im „Canellys Camp“, was direkt am See Naivasha liegt und einen wunderschönen Restaurantbereich hat. Hier lernten wir ein britisches Paar in unserem Alter kennen, mit denen wir abends bei einem Glas Wein auf den gemütlichen Sofas Karten spielten und am Lagerfeuer sassen.

Gemütliches Camp

Gemütliches Camp

Abends auf dem Steg am Lake Naivasha

Abends auf dem Steg am Lake Naivasha

Den Hells Gate Nationalpark erkundeten wir auf Fahrrädern und unternahmen eine 1,5 stündige geführte Tour durch eine fabelhafte Schlucht! Besonders beeindruckt hat uns der Vulkan Hobbleys Vulkan und die Landschaft um diesen herum, welche durch Dampfschwaden und Schwefelausfällungen geprägt ist! Hier sahen wir überall Dampflöcher in der Erde, aus denen so heisser Dampf floss, dass wir uns wie in einer Saune fühlten! Es war ein wunderschöner Tag und die Bewegung tat uns beiden sehr gut. Auch war es ein besonderes Gefühl, einmal nicht durch das Auto von Giraffen, Zebras und Warzenschweine getrennt zu sein, sondern ihnen fast hautnah zu begegnen.

Masai im Hells Gate NP

Masai im Hells Gate NP

Franzi auf dem Radl

Franzi auf dem Radl

Philipp mit den Zebras

Philipp mit den Zebras

Die Schlucht

Die Schlucht

WIr in der Schlucht

WIr in der Schlucht

Jetzt wird geklettert!

Jetzt wird geklettert!

Überall dampft es

Überall dampft es

Natur Sauna!

Natur Sauna!

Ganz schön heiss!

Ganz schön heiss!

Philipp und der Dampf

Philipp und der Dampf

Von hier aus fuhren wir am 26.8. zurück nach Nairobi, wo wir jetzt für eine Woche in der bekannten „Jungle Junction“ campen, bevor es über den Lake Turkana nach Äthiopien geht! Wir freuen uns sehr auf die bevorstehenden Wochen und sind auf Äthiopien gespannt!

Vielen Dank dass ihr unsere Reise so schön mitverfolgt und vielen Dank für die vielen herzlichen Kommentare! Neue Fotoalben warten hier auf euch, viel Spass dabei und bis bald!

Wir zwei Beede:)

Wir zwei Beede:)

Fotoalbum des wunderschönen Tsavo East Nationalparks

Fotoalbum „Masai Mara mit Ballonflug“

Fotoalbum „Hells Gate Nationalpark und Lake Naivasha“

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Besuch aus der Heimat

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Hallo ihr fleissigen Leser/innen,

wie geht es euch im fernen Deutschland? Wir haben gehört, dass es in Süddeutschland viel geregnet hat und schicken euch deshalb viel Sonnenschein, den wir an Kenias wunderbarer Küste getankt haben! Wir verbrachten hier zwei Wochen am indischen Ozean und erkundeten zu viert die Strände und umliegenden Dörfer, denn Philipps Schwester Madeleine und ihr Freund Emanuel (kurz „Emu“) waren zu Besuch! Mittlerweile sind die beiden schon wieder in Deutschland und wir befinden uns in Nairobi. Nun aber erst einmal mehr zu unserem „gemeinsamen Urlaub“.

Von Nakuru aus (siehe Bericht) fuhren wir über Nairobi weiter bis nach Mombasa. Bei dieser Strecke (Nairobi- Mombasa) handelt es sich um den berüchtigten ca. 550km langen „Mombasa Highway“. Wir passierten viele kleine Dörfer und Moscheen und am Straßenrand reihten sich Zwiebel-, Tomaten- und Kartoffelverkäufer auf. Der Highway ist leider nur einspurig und da hier ein LKW und Reisebus nach dem anderen verkehrt, dauert die Fahrt dementsprechend lang, so dass wir eine Nacht in dem Kaff „Mtito Andei“ abstiegen. Die Fahrt hier auf dem Highway ist auch nicht ganz ungefährlich, denn die LKWs und Reisebusse fahren so, als würden sie ihrem Leben endlich ein Ende setzen wollen: viel zu schnell, viel zu viele gefährliche Überholmanöver und einfach nur rücksichtslos. Wäre das Fahren und ständige Gucken nicht so anstrengend, hätten wir die wunderschöne und abwechslungsreiche Natur geniessen können, die von Baobabbäumen, Vulkangestein und endloser Weite geprägt war. Wir waren heilfroh als wir nach zwei Tagen „Mombasa Highway“ unversehrt am Flughafen in Mombasa ankamen und versuchten nicht daran zu denken, dass wir nach zwei Wochen die Strecke erneut zurücklegen müssten.

Viele Markstände am Mombasa Highway (von Nairobi nach Mombasa)

Viele Markstände am Mombasa Highway (von Nairobi nach Mombasa)

Mombasa Highway (von Nairobi nach Mombasa)

Mombasa Highway (von Nairobi nach Mombasa)

Lene und Emu flogen von Frankfurt über Addis Abeba (Äthiopien) nach Mombasa, wo wir sie in Empfang nahmen und ein herzliches Wiedersehen erlebten! Als wir am Auto ankamen stellten wir mit Schrecken fest, dass wir unseren ersten Platten hatten und das ausgerechnet jetzt! Zum Glück haben wir immer zwei Ersatzreifen parat und mit Hilfe vieler lustiger Taxifahrer (die am Flughafen auf Kunden warteten) waren die Reifen schnell ausgetauscht und wir brausten durch Mombasa! Was für ein Kuddelmuddel und Verkehr dort herrschte ist mit Worten schwer zu beschreiben, aber es war sehr chaotisch, erinnerte Franzi an Delhi/ Indien und wir waren froh, als wir uns durch die Stadt gekämpft hatten und wenig später am wunderschönen Tiwi Beach ankamen.

Reifenpanne am Flughafen Mombasa

Reifenpanne am Flughafen Mombasa

Ab durchs Gewühle Mombasas

Ab durchs Gewühle Mombasas

Aufgrund der unsicheren Lage hier in Kenia hatten wir uns dazu entschlossen, nur an der Küste südlich von Mombasa zu reisen und den ganzen Küstenstreifen (Watamu, Malindi, Lamu Island) nördlich von Mombasa lieber zu meiden. Am Tiwi Beach schliefen wir zwei Nächte direkt am Strand der Twiga Lodge bauten unsere Nachtlager (Emu und Lene hatten ein Zelt dabei) glücklich unter Palmen und auf weissem Sand auf. An den zwei Tagen hier am Tiwi Beach lasen wir viel, machten Strandspaziergänge, wurden am Strand unter Palmen massiert, gingen baden und ließen den Tag am Lagerfeuer ausklingen.

Tiwi Beach

Tiwi Beach

Tiwi Beach

Tiwi Beach

Massage am Strand, Tiwi Beach

Massage am Strand, Tiwi Beach

Besuch eines Massais

Besuch eines Massais

Von hier aus fuhren wir in die Mbuyu Beach Lodge, in der wir vorab für zwei Nächte zwei Bungalows reserviert hatten und Lene und Emu hiermit überraschen wollten. Vor allem für Franzi brachte das Ankommen in der Lodge auch etwas Sentimentales mit sich, da sie sich vor unserer Reise während des Referendariats ein Bild der Lodge als Motivation an die Wand gehängt hatte und nun endlich hier war! Hier wurde uns wieder einmal bewusst, was für einen Weg wir schon hinter uns gelegt haben und dass die große Reise langsam dem Ende zugeht… Als wir am Mbuyu Beach ankamen waren wir hin und weg: Was für eine Lodge und was für schöne Bungalows!

Unser Bungalow

Unser Bungalow

Mbuyu Beach Bungalows

Mbuyu Beach Bungalows

Mbuyu Beach Lodge

Mbuyu Beach Lodge

Mbuyu Beach Lodge

Mbuyu Beach Lodge

Mbuyu Beach Lodge

Mbuyu Beach Lodge

Mbuyu Beach Lodge

Mbuyu Beach Lodge

Am Frühstückstisch, Mbuyu Beach Lodge

Am Frühstückstisch, Mbuyu Beach Lodge

Mbuyu Beach Lodge

Mbuyu Beach Lodge

Da wir ja fast immer campen, war dies absoluter Luxus für uns und wir verbrachten die zwei Tage am Pool, auf unseren kleinen Terrassen, auf einem der vielen Sofas am Strand oder in der großen Baumschaukel. Die deutschen Besitzer der Lodge (das Ehepaar Werner und Isabell) empfingen uns freundlich und wir hatten eine wunderbare Zeit, in der auch Philipp (der von der Malaria anfangs noch geschwächt war) gut Kraft tanken konnte. Einen Vormittag unternahmen wir eine Segeltour auf einem „Dhow“ (traditionelles arabisches Holzsegelboot), leider war es ziemlich bewölkt und stürmisch, so dass das Meer nicht wirklich zum Schnorcheln und Baden einlud an diesem Tag. Auch besuchten wir das nahegelegene Dorf und Madeleine und Franzi liessen sich ihre Füße mit Henna bemalen.

Segeltour

Segeltour

Segeltour

Segeltour

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Schweren Herzens verließen wir nach zwei Tagen unsere wunderschönen Mbuyu Beach Bungalows und fuhren Richtung Süden nach Shimoni, wo wir eigentlich ein paar Nächte bleiben und von hier aus zum Tauchen und Schnorcheln nach Wasini Island (toller Marinepark) fahren wollten. Leider machte uns die momentane unsichere Situation in Kenia einen Strich durch die Rechnung, da die Campingplätze geschlossen hatten. So fuhren wir in die 5km entfernte Mwazaro Mangrove Lodge, die vor allem für Kitesurfer ausgelegt ist, aber ein wunderbares Campingareal unter Palmen für uns anbot! Weil es uns so gut gefiel, blieben wir gleich vier Nächte.

Camping unter Palmen

Camping unter Palmen

Brüderchen und Schwesterchen

Brüderchen und Schwesterchen

Die Lodge, die sich direkt am Strand befindet, ist auf versteinerten Korallenfelsen gebaut und wir lernten hier Antje kennen, die für eine Kitsurf- Schule in Hamburg u.a. arbeitet und hier für die Surfer Yoga anbietet. Auch wir durften am Yoga teilnehmen und so versammelten wir uns zum gemeinsamen „Sonnengruss“ und weiteren Yogaübungen morgens auf der Terrasse mit Blick aufs Meer. Kann man einen Tag besser starten? Auch Emu und Philipp machten mit und so dehnten wir unsere eingerosteten Körper gemeinsam mit Antje und den Surfern.

Yoga am Strand

Yoga am Strand

Wir 4 zwischen Palmen

Wir 4 zwischen Palmen

Am 5.8. hatten wir etwas zu feiern, es war nämlich Emus 31. Geburtstag! Wir brachten eine Geburtstagsgirlande zwischen zwei Palmen an und verbrachten einen schönen und ruhigen Tag. Lene hatte aus Deutschland zwei eingeschweißte Kuchen mitgebracht, die wir dann nachmittags unter Palmen verputzten und abends hatte Antje vom Koch der Lodge einen Kuchen backen lassen, den wir abends alle gemeinsam assen. Ein wahrer Kuchentag also!

Emus Geburtstag!

Emus Geburtstag!

Happy birthday!

Happy birthday!

Einen Vormittag machten wir mit Antje und den Kitesurfern eine Village- Tour mit, bei der wir mit einem Guide ins nächste Dorf marschierten und hier die Schule und einige Häuser anschauten. Die Tour war interessant (v.a. für Lene und Emu die so einen ersten Einblick in die Lebensweise der Menschen hier bekamen) und Lene und Franzi kauften sich jeweils einen bunten Teppich aus Palmenblättern (oder waren es doch Maisblätter?).

Die Kinder nahmen uns immer an die Hand

Die Kinder nahmen uns immer an die Hand

Lenchen zwischen den Kindern im Dorf

Lenchen zwischen den Kindern im Dorf

Da wir unbedingt zum Marine Nationalpark bei Wasini Island wollten, der zu den schönsten Schnorchel- und Tauchorten Kenias zählt, buchten wir eine Tagestour inklusive Meeresfrüchte- Mittagsessen auf der Insel. Leider regnete es den gesamten Vormittag, das Meer war unruhig und viele Gäste wurden seekrank. Mittags riss der Himmel zum Glück auf, das Meer beruhigte sich, die Sonne schien und das Meer schillerte in allen möglichen Blau- und Grüntönen! Die Tour beinhaltete zwei Schnorchelgänge, das Mittagessen auf der Insel und jeweils einen Tauchgang für Franzi und Madeleine.

Auf zum 1. Tauchgang in ihrem Leben!

Auf zum 1. Tauchgang in ihrem Leben!

Glücklich nach dem Tauchen!

Glücklich nach dem Tauchen!

Unsere Tauch- und Schnorchelgruppe :)

Unsere Tauch- und Schnorchelgruppe 🙂

Philipp konnte wegen der Malaria leider noch nicht wieder tauchen gehen:(

Philipp konnte wegen der Malaria leider noch nicht wieder tauchen gehen:(

Buckelwale!!!

Kalter Vormittag an Bord

Philipp und Emu

Philipp und Emu

Für Lene war es das allererste Mal tauchen, so dass der Tauchlehrer mit ihr auf 8m Tiefe einen „Fun Dive“ zum Ausprobieren unternahm und sie hiervon völlig begeistert zurückkam. Auch Franzi genoss in 12m Tiefe die Unterwasserwelt in ihren schillernden Farben, hatte jedoch mit der undichten Tauchbrille zu kämpfen die immer voll Wasser lief- was sich als ziemlich nervig und irritierend herausstellte. Dennoch mal wieder ein tolles Erlebnis! Das Schnorcheln war in Ordnung, jedoch war die Sicht von der unruhigen See ziemlich getrübt, so dass wir nicht immer etwas sehen konnten. Auf dem Weg zur Insel sahen wir plötzlich zwei Buckelwale und viele Delfine, was für ein Erlebnis! Wahnsinn, wir riesig die Wale sind, wir konnten uns gar nicht satt sehen! Das Mittagessen im Restaurant auf der Insel war sehr lecker und danach entspannten wir bei einem Kaffee auf einem der vielen Sofas auf der Insel (Franzi schlief völlig erschöpft von dem Tauchgang sogar ein!).

Delfine!

Delfine!

Die Lodge auf Wasini Island, in der wir Mittagessen bekamen

Die Lodge auf Wasini Island, in der wir Mittagessen bekamen

Erschöpft vom Tauchgang:)

Erschöpft vom Tauchgang:)

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Buckelwale!!!

Nach den fünf Tagen fuhren wir zum Diani Beach (ein Küstenstreifen), angeblich „dem“ Touristenort an der kenianischen Küste. Die Ortschaft Ukunda erinnert wirklich an eine typische Touristen Hochburg, nur fehlten die Touristen. Da wir keine Campingmöglichkeit fanden, fuhren wir zurück zur nahe gelegenen Twiga Lodge am Tiwi Beach, wo wir schon die ersten zwei Nächte nach Emus und Lenes Ankunft verbracht hatten. Das Schöne hier in der Twiga Lodge war, dass wir direkt auf dem Strand unter Palmen campen durften und so mit Wellenrauschen einschlafen konnten. Dieser Platz gehört definitiv zu den schönsten Campingplätzen auf unserer bisherigen Reise! Wir blieben nochmals 5 Nächte hier und Lene und Emu buchten eine Zweitagestour in den Tsavo East Nationalpark. Wir verbrachten hingegen die zwei Tage am Tiwi Beach (müssen für die Massai Mara sparen!), sortierten das Auto aus, räumten auf und verbrachten Stunden am Strand mit Lesen, Dösen und „Strand- Ping- Pong“ spielen. Der Ausflug in den Nationalpark war eine interessante Erfahrung für die beiden und sie sahen viele Löwen, Elefanten, Zebras, Giraffen und sogar einen Geparden. Nach ihrer Rückkehr gingen wir alle im „Ali Baba Höhlen- Restaurant“ schick essen, welches in einer Höhle gebaut wurde. Das Besondere ist, dass das „Dach“ offen ist und wir somit in der Höhle unterm Meeresspiegel unter Sternen essen konnten!

Am darauffolgenden und somit unserem letzten gemeinsamen Tag (13.8.) gönnten wir uns nochmal eine Schnorcheltour in einem Glasboot, auf dessen Boden wir den Meeresgrund und bunte Fische beobachten konnten! Wir hatten ein Privatboot und fuhren zu einer Sandbank, an der ein wunderschönes Riff auf uns wartete! Wir sahen viele tolle Fische, unter anderem Clownsfische („Nemo“), Moränen, Oktopusse und viele, deren Namen wir leider nicht kennen. Es war ein herrlicher Ausflug!

Glasboot mit Blick ins Meer

Glasboot mit Blick ins Meer

Diani Beach

Diani Beach

Emu mit einem Seestern

Emu mit einem Seestern

Philipp beim Schnorcheln

Philipp beim Schnorcheln

Lustige "Pools" zwischen Korallen

Lustige „Pools“ zwischen Korallenfelsen

Madeleine und Franzi auf unserem Boot

Madeleine und Franzi auf unserem Boot

Kamele am Strand:)

Kamele am Strand:)

Mpf!

Mpf!

Abends gönnten wir uns noch ein leckeres Abendessen, denn wir hatten bei einem Fischer 2kg Garnelen und 2 kg Tintenfisch bestellt, frisch aus dem Meer! Nach dem leckeren Mahl saßen wir noch ein letztes Mal gemeinsam am Lagerfeuer und wurden etwas melancholisch, weil die zwei Wochen so schnell vergingen…

2kg Garnelen!

2kg Garnelen!

2kg Tintenfisch!

2kg Tintenfisch!

Es war so schön!

Es war so schön!

Die tierlebe Madeleine kümmerte sich rührend um den Hund

Die tierlebe Madeleine kümmerte sich rührend um den Hund

Wir hatten wirklich eine wunderschöne und total entspannte Zeit zusammen und sind froh, dass wir nicht viel gefahren sind, sondern nur von einem Ort/ Strand zum nächsten getingelt sind. Wegen der Anschläge sind hier an der Küste wirklich wenige Touristen hier zu sehen und viele Lodges und Camps haben zurzeit geschlossen. Auch die berüchtigten „Beach Boys“, die an den Stränden versuchen ihre Holzschnitzereien, Kokosnüsse, Perlenschmuck etc. an die Touristen zu verkaufen, sind in ihrer Anzahl noch zu ertragen. Leider machen „Mr. Coconut & Co“ (die Beach Boys geben sich immer die gleichen Namen) aufgrund der wenigen Touristen natürlich auch keine Umsätze und so hatten wir oft das Gefühl, das auffangen zu müssen, was die „Beach Boys“ durch den Touristenverlust dieses Jahr verloren hatten. Erstaunlich war, wie schnell sich unsere Anwesenheit am Strand in den Dörfern herumsprach! Kaum waren wir angekommen, stand schon der erste Verkäufer neben uns und es wurden immer mehr. Jeden Tag kamen sie zu uns ins Camp und appellierten an unser Gewissen und unseren Geldbeutel („Support me, support me!“). Wir blieben jedoch meistens hart und kauften ausser Fisch und Garnelen nur einem Massai einmal Armbänder ab und einer Frau zwei Strandtücher.

Tiwi Beach

Tiwi Beach

Philip und Emu in den Fluten

Philip und Emu in den Fluten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Emu und Lene sind jetzt schon wieder in Deutschland und wir befinden uns in Nairobi. Die Rückfahrt auf dem Mombasa Highway war wieder ziemlich nervtötend und wir sind sehr froh, die Strecke nicht noch einmal fahren zu müssen. Auf dem Weg machten wir jedoch einen wunderbaren Abstecher in den Tsavo East Nationalpark, mehr davon berichten wir im nächsten Eintrag!

Hier in Nairobi lassen wir noch einen Ölwechel und allgemeinen Check am Auto vornehmen und warten auf unsere Pässe, die wir ja zur äthiopischen Botschaft in Frankfurt fürs Visum schicken mussten. Von Nairobi aus wollen wir noch in die Masai Mara fahren und ein letztes Mal die afrikanische Wildnis und Tierwelt bestaunen und am 23.8. einen Ballonflug mit anschließendem Champagnerfrühstück im Busch genieessen! Wir freuen uns!

Viele viele Fotos von unseren zwei Wochen an der kenianischen Küste gibt es hier zu sehen! Viel Spaß und bis bald ihr Lieben!

Wir am Tiwi Beach

Wir am Tiwi Beach

Private Suite Nummer 2

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Hallöchen liebe Leser/innen,

liebe Grüsse von der wunderschönen keniasche Küste schicken wir euch! Gerade befinden wir uns zu viert (Philipps Schwester Madeleine und ihr Freund Emu sind ja für 14 Tage zu Besuch) südlich vom touristischen Badeort Diani Bach und geniessen das Meer und unser Wiedersehen (auch wenn es öfter mal regnet!). Heute möchten wir euch aber erst einmal von der letzten Woche berichten, die wir im 150km westlich von Nairobi gelegenen Nakuru verbracht haben! Leider mussten wir auf unseren Masai Mara Ausflug und den Ballonflug verzichten, denn wir befanden uns 5 Tagen im „Mediheal Hospital“, denn Philipp hatte es tatsächlich mit der gefährlichsten Art der Malaria („Malaria- Tropica“) erwischt. Bei dieser Form der Malaria kommt es häufig zu einem Mangel an Blutplättchen und das Nervensystem und Organe wie die Lunge oder auch die Nieren (bis hin zum Nierenversagen) können betroffen sein. Bisher sind wir ja mit Krankheiten und negativen Erfahrungen jeglicher Art verschont geblieben, aber jetzt haben sie uns scheinbar eingeholt.

Mediheal Krankenhaus in Nakuru

Mediheal Krankenhaus in Nakuru

Das Krankenhaus

Das Krankenhaus

 

 

 

 

 

 

 

 

Schon im Tea Hotel in Kericho (siehe Bericht) ging es Philipp ziemlich schlecht, er hatte sehr hohes Fieber, musste sich ständig übergeben und hatte starken Schüttelfrost und tiefblaue Lippen (ganz schön erschreckender Anblick!). Am Freitag (25.7.) entschieden wir uns dann endlich doch ins Krankenhaus zu fahren und Franzi kutschierte den armen und kraftlosen Philipp ins drei Stunden entfernte östliche Nakuru. Dort kamen wir am frühen Mittag im Mediheal Krankenhaus an und der Arzt stellte nach der Blutabnahme und Urinprobe fest, dass Philipp die schlimmste Form der Malaria hat, sich schon Blut im Urin befindet und sein Blut nur noch einen Blutplättchenwert von 35 aufweist (der Wert muss normalerweise bei 150 liegen!). Da 30 der kritische Wert ist und dieser nicht noch mehr sinken sollte, ließ der indische Art (sehr sympathisch aber wie alle Oberärzte auch sehr beschäftigt) Philipp gleich einweisen und Franzi konnte glücklicherweise auch in der „Private Suite Nummer 2“ auf einem Extrabett schlafen und musste sich so kein Hotel in der Nähe suchen. Glück im Unglück also!

Yeha, zum Glück zu zweit

Yeha, zum Glück zu zweit

Unser Zimmer

Unser Zimmer

Armer Philipp

Armer Philipp

 

 

 

 

 

 

 

 

Die ersten zwei Tage war Philipp sehr schlapp, er konnte nicht aufstehen und bekam von Anfang an eine Infusion nach der anderen. So erhielt er täglich drei Infusionen Paracetamol gegen das Fieber, drei Glucose Infusionen, eine Spritze gegen Erbrechen und zwei Spritzen gegen den Malariaparasiten. Trotz Medikamenten war der Wert der Blutplättchen am zweiten Tag auf gefährliche 15 gesunken und so entschied der Arzt, dass Philipp drei Bluttransfusionen bekommen müsse. Und das in einem Land, in dem die Aidsrate so hoch ist! Franzi machte sich mittlerweile solche Sorgen, dass sie sich und Philipp schon im Flieger Richtung Krankenhaus in Deutschland sitzen sah. Philipp bekam nun eine Transfusion nur mit Blutplättchen, die wie dickflüssiger Mangosaft oder Honig aussah! Nach dieser bekam Philipp noch zwei Transfusionen an Blutplasma, welches auch die Blutplättchen enthält. Zusätzlich gab es natürlich noch den oben genannten Medikamentencocktail und Philipps Arm war von der Infusionsnadel schon geschwollen und bläulich. Franzi hatte so Mitleid, dass sie sich selbst schon begann krank zu fühlte!

Gelber Mangosaft: Blutplättchen

Gelber Mangosaft: Blutplättchen

Krankenhausuniform

Krankenhausuniform

 

Medikamente

Medikamente

Alles doooof ;(

Alles doooof ;(

 

 

 

 

 

 

 

 

Gott sei Dank nahm Philipps geschwächter Körper die fremden Blutplättchen ohne Komplikationen auf und der Blutplättchenwert war am nächsten Tag von 15 zurück auf 30 gestiegen, was immer noch niedriger war, als der Wert von 35 bei der Einlieferung. Durch die starken Medikamente fühlte sich Philipp wenigstens mittlerweile besser, er hatte kein Fieber mehr und das Essen und Trinken behielt er auch wieder im Körper. Am darauffolgenden Tag stellte der Arzt nach der Blutabnahme fest, dass der Blutblättchenwert schon auf 70 gestiegen war, es ging also bergauf und Philipps Körper begann, die Blutplättchen ohne Hilfe von Transfusionen selbst herzustellen!

Das Krankenhaus sah von aussen ziemlich schäbig aus, die Farbe war überall abgeblättert und wenn wir aus dem Zimmerfenster schauten, sahen wir überall nur Sperrmüll. Es gab eine kleine Cafeteria (ohne Sitzmöglichkeiten, nur zum Bestellen) und ein paar Plastikstühle und –tische davor draussen, die aber nicht wirklich einladend waren. Aber wir wollen ja nicht meckern, schliesslich befanden wir nicht im Hotel, sondern in einem afrikanischen Krankenhaus! Dennoch wäre ein kleiner Aufenthaltsraum oder so ganz nett gewesen, denn so konnten wir nur im Zimmer sitzen, oder einen Spaziergang ums Gebäude herum machen und Tembo auf dem Parkplatz besuchen. Tagsüber begannen wir nun also uns ziemlich zu langweilen, was wenigstens zeigte, dass es Philipp langsam besser ging. Wir verbrachten die meiste Zeit mit Lesen und Filmeschauen und setzten uns manchmal zum Kartenspielen und Frischeluftschnappen auf die Plastikstühle vor dem Gebäude.

Tembo wartet auf uns

Tembo wartet auf uns

Ausflug ins "Freie"

Ausflug ins „Freie“

 

 

 

 

 

 

 

 

Alles in allem hatten wir nach fünf Tagen Krankenhaus ziemlich die Nase voll und wir konnten das Essen und die Schwestern nicht mehr sehen, zudem Philipps Ernährung hier auf „fettfrei“ umgestellt wurde und es so z.B. morgens für ihn nur noch trockenes Toast gab. Der Arzt wollte Philipp jedoch so lange hier behalten, bis der Wert wieder auf die 150 geklettert war, was ja auch vernünftig ist… schliesslich ist mit Malaria nicht zu spaßen.

Von einem lustigen Erlebnis haben wir jedoch auch zu berichten: Es war Sonntag (25.7.) und plötzlich klopfte es an die Tür unserer „Private Suite“. Herein kamen zwei schicke Männer in Anzügen mit jeweils einer Bibel in der Hand, die uns freundlichen grüssten. Philipp und ich tauschten Blicke und wir dachten beide das Gleiche: „Oh nein, jetzt wird auch noch gebetet und Kirchenlieder gesungen.“ Da Philipp aber noch so krank aussah (und ja auch war!), durfte Franzi die von den zwei Herren ausgewählten Psalme laut vorlesen und hatte grosse Mühe, ihr Lachen zu unterdrücken. Zudem sollte sie diese teilweise noch interpretieren, so dass sie sich wie im Religionsunterricht in der 6. Klasse fühlte! Die Psalme handelten davon, dass nur Gott allein den Menschen heilen könnte und er eines Tages allen Kummer, alle Tränken, den Tod und die alle Krankheiten auf der Welt abschaffen würde. Die zwei Herren betonten immer wieder, dass nur Gott allein hierzu in der Lage sei! Nun denn, wir werden sehen! Als wir fertig mit der „Bibelstunde“ waren, drückten die Männer uns eine Zeitschrift von Jehovas Zeugen (ach nee!) in die Hände, wünschten uns, dass wir uns ihren „Brüdern“ in Deutschland anschliessen würden und Gott Philipp bald heilen würden. Franzi dachte nur: „,“Egal ob Gott seine Finger im Spiel hat oder die Medikamente Wirkung zeigen, hauptsache er wird wieder gesund!“

Nun, nach fünf Tagen im Krankenhaus war es so weit. Philipp wurde mit einem Blutplättchenwert von 150 entlassen und wir verliessen Nakuru Richtung Küste, wo wir mit Philipps Schwester Madeleine und ihren Freund Emu zwei entspannende Wochen südlich von Mombasa verbringen. Mehr von unserer gemeinsamen Zeit und viele schöne Fotos bekommt ihr dann im nächsten Blogeintrag zu lesen/ sehen.

Auf jeden Fall schlucken wir jetzt wieder Malariaprophylaxe so lange wir noch in Kenia sind (Äthiopien ist zum Glück kein Malariagebiet mehr) und sind so froh, dass wir noch rechtzeitig im Krankenhaus angekommen sind, bevor es lebensgefährlich geworden wäre…

Wir hoffen wie immer, dass es euch allen gut geht und ihr euch keine Sorgen (mehr) macht. Jetzt ist alles wieder gut und Philipp ist gesund und munter!

Ein paar Fotos vom Teehotel in Kericho und unserem Krankenhausaufenthalt in Nakuru gib es hier.

Zum Glück zu zweit!

Zum Glück zu zweit!