Archiv für den Monat Juli 2014

Von grünen Teeplantagen in Uganda bis ins karge Wüstenland Kenias

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Hallo ihr Lieben,

hier sind wir nun in unserem vorletzten, afrikanischen Land: Kenia! Im Moment befinden wir uns inmitten grüner Teeplanatagen, die letzten Tage haben wir jedoch in der kargen und heissen Landschaft am schönen Lake Baringo verbracht.

Karibu Kenia! (Willkommen in Kenia)

Karibu Kenia! (Willkommen in Kenia)

Ab jetzt in Kenia!

Ab jetzt in Kenia!

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach unserem letzten Beitrag in Masindi (siehe Bericht hier) fuhren wir in die ugandische Ortschaft Soroti. Hier besuchten wir Anna und David, ein spanisches Paar, dass wir zwei Wochen zuvor am Lake Bunyonyi flüchtig kennen gelernt hatten. Beide waren uns von Anfang an sympathisch und so nahmen wir ihr Angebot an, ein paar Nächte bei ihnen zu schlafen und gemeinsam das WM Finale anzuschauen! Soroti gibt nicht viel her, aber wir hatten ein nettes langes Wochenende mit den beiden und ihrem Mitbewohner und Arbeitskollegen Sagar. Einen Vormittag unternahmen wir eine Fahrradtour zu einem schönen See, picknickten dort und genossen die Bewegung! Ansonsten besuchten wir eine schöne Moschee, kauften auf dem Markt ein und schauten natürlich am 13.7. das spannende Finale an! Wir waren die einzige „Wazungus“ (so werden die Weissen überall in Afrika genannt!) und auch so ziemlich die Einzigen, die wirklich mit Herzblut das Spiel verfolgten und Deutschland unterstützten! Was hätten wir dafür gegeben, an dem Abend in Deutschland zu sein und mit euch zu feiern! Zwar haben wir mitgefiebert und waren glücklich das Spiel überhaupt sehen zu können, aber die Stimmung war- wie ihr euch wohl vorstellen könnt- bei Weitem nicht so toll wie sie sicherlich in Deutschland war an diesem Abend! Aber hey, WE ARE THE CHAMPIONS und das riefen wir dann auch auf dem Heimweg durch die leeren verlassenen Straßen Sorotis.

Fahrradtour an einen schönen See, Soroti

Fahrradtour an einen schönen See, Soroti

WM Finale in Soroti

WM Finale in Soroti

Yeah Soroti!:)

Yeah Soroti!:)

Beriet für etwas Bewegung!

Beriet für etwas Bewegung!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach drei Tagen in Soroti hatten wir auch genug und fuhren wir weiter zu den Sipi Falls, wo wir zwei Nächte im wahnsinnig schön gelegenen aber etwas heruntergekommenen MOSES CAMP schliefen. Die Aussicht von unserem Camp (wir waren mal wieder die Einzigen!) war atemberaubend und so schön, wie wir sie auf einem Camp bisher noch nicht erlebt haben! Aber schaut selbst:

Sonnenuntergang an den Sipi Falls

Sonnenuntergang an den Sipi Falls

Unser Ausblick

Unser Ausblick

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Sipi Falls, die am Mount Elgon ganz im Osten Ugandas an der Grenze zu Kenia liegen, bestehen aus drei schönen Wasserfällen. Hier wird aufgrund des guten Klimas viel Kaffee angebaut und so unternahmen wir eine geführte eine Tour zu einer Kaffeeplantage, bei der wir viel über die Herstellung von Kaffee lernten und mithalfen, aus der einfachen Kaffeebohne Kaffeepulver herzustellen! Wir mahlten und rösteten die Bohnen, mahlten die gerösteten Bohnen erneut und brauten über einer Feuerstelle in einer Lehmhütte frischen Kaffee! Mhhh er war so lecker! Die Tatsache, dass in Uganda gerade Regenzeit herrscht und es jeden Nachmittag regnet und ziemlich abkühlt, machte das Ganze noch viel gemütlicher und wir wollten die warme Lehmhütte, die Feuerstelle und den gut riechenden Kaffee gar nicht verlassen!

Die "Kaffeefarm"

Die „Kaffeefarm“

Franzi mahlt Kaffeebohnen

Franzi mahlt Kaffeebohnen

Mhh Philipp geniesst den Duft der Kaffeebohnen

Mhh Philipp geniesst den Duft der Kaffeebohnen

Lecker Kaffee

Lecker Kaffee

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am darauffolgenden Tag wanderten wir vier Stunden zu den Sipi Wasserfällen, die wirklich sehr schön sind! Aufgrund des Regens waren die Wege nur leider sehr matschig und rutschig, so dass wir genauer hinschauen mussten, ansonsten hätte das alles in einer grossen Rutschpartie geendet! Auf dem Weg lernten wir das faszinierende Chamäleon „Joseph“ kennen, das uns von seinem „Herrchen“, einem Gärtner der sich um die Pflanzen an den Sipi Falls kümmert, vorgestellt wurde. Dieser wollte uns Joseph sogar verkaufen und erzählte uns, dass sein „Haustier“ (was zum Glück noch in der Natur leben darf) mittlerweile sogar seine eigene Facebook- Seite hat. Etwas verrückt, aber nun gut, anderes Land, andere Sitten!

Wir an den Sipi Falls

Wir an den Sipi Falls

Chamäleon Joseph

Chamäleon Joseph

Philipp mit Joseph

Philipp mit Joseph

Herrlicher Blumengarten an den Sipi Falls

Herrlicher Blumengarten an den Sipi Falls

 

Frauen an den Sipi Falls

Frauen an den Sipi Falls

Kraftvolle Wasserfälle

Kraftvolle Wasserfälle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wegen des Regens brachen wir nach der Wanderung auf und überquerten die Grenze zu Kenia! Hier ist nur ein kleiner Grenzposten und somit hatten wir alles schnell hinter die Bühne gebracht und befanden uns plötzlich in Kenia! Es war ein komisches Gefühl, da Kenia für uns immer eine Art „Fixpunkt“ auf der Reise war, wie auch Zanzibar und die Serengeti. Vielleicht liegt es daran, dass wir nun schon den grössten Teil unserer Reise in Afrika „hinter uns lassen“, denn nach Kenia kommt als wirkliches afrikanisches Reiseland nur noch Äthiopien (ab Djibouti verschiffen wir mehr oder weniger nur das Auto nach Dubai).

Erster Blick auf Kenia

Erster Blick auf Kenia

Ab jetzt in Kenia!

Ab jetzt in Kenia!

 

 

 

 

 

 

 

 

Die sechsstündige Autofahrt von den Sipi Falls bis zu unserer Übernachtungsstadt „Eldoret“ (fünftgrösste Stadt Kenias) war lang und anstrengend und in Eldoret erwartete uns abends im Dunkeln das absolute Chaos! Uns wird schon immer von dem Verkehrschaos in Nairobi berichtet und nach unserem Erlebnis in Eldoret können wir nun langsam ahnen, was uns in Kenias Hauptstadt demnächst erwarten wird… Irgendwie schafften wir es jedoch heil anzukommen und da es schon dunkel war und es keinen Campingplatz gab, belohnten wir uns mit einem günstigen Doppelzimmer im White Castle Hotel (klingt spektakulärer als es war) und einem tollen Essen beim Inder! Das tat gut, endlich mal was anderes! Langsam sind wir nämlich unser Campingessen „satt“, die Kochideen gehen uns aus und in den Supermärkten gibt es immer nur das Gleiche. Umso grösser war also unser Appetit auf die indische Küche und wir konnten sogar am Abend danach nochmal davon essen, da einiges übrigblieb (die Augen waren natürlich grösser als der Magen!).

Am darauffolgenden Tag fuhren wir vier Stunden gen Osten zum See Baringo und die Natur änderte sich schlagartig! Ja, es war ein richtiger Kulturschock! Während es an den Sipi Falls noch grün, saftig und angenehm kühl war, herrschte hier beißende Hitze, Trockenheit und Wüste! Statt Wasserfällen und grüner Bananen- und Kaffeeplantagen sahen wir nun vertrocknete Bäume und Kakteen und lauter Ziegen im staubigen, kargen Land!

Karges Land

Karges Land

Lake Baringo

Lake Baringo

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier schliefen wir im ROBERT’S CAMP, das gerade vertretungsweise von den Norwegern Tibor und Marlen gemanaged wird! Wir verstanden uns mit dem etwa gleichaltrigen Paar von Anfang an super und verbrachten nette Abende zusammen, u.a. beim Grillen. Hierdurch verlängerten wir unseren Aufenthalt täglich um eine Nacht, so dass wir insgesamt fünf Nächte blieben! Vor noch drei Jahren konnte man direkt am See campieren, dann stieg jedoch der Wasserspiegel so enorm, dass ganze Häuser im Wasser verschwanden und auch die Campingwiese tief im Wasser lag. Noch immer sind die Auswirkungen der Flut deutlich zu erkennen, so dass man im Moment keinen ganz so schönen Blick mehr auf den See hat wie wohl einst. Dennoch fühlten wir uns sehr wohl, konnten auf gemütlichen Sofas entspannen und unternahmen einige Ausflüge. So machten wir einen Morgen eine dreistündige Bootsfahrt auf dem See, die vor allem wegen der herrlichen Morgenstimmung wunderschön war!

Morgenstimmung auf dem See Baringo

Morgenstimmung auf dem See Baringo

Jungs auf dem See

Jungs auf dem See

Fischer auf dem See

Fischer auf dem See

Seeadler

Seeadler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachts besuchten uns riesige Nilpferde, die sowohl ins Camp zum Grasen kamen, als auch auf die Wiese neben dem Restaurant- und Barbereich. Ganz schön gruselig war das, wie sie uns mit ihren leuchtenden Augen im Dunkeln anstarrten.

Abendlicher Besuch im Camp

Abendlicher Besuch im Camp

Abendlicher Besuch im Camp

Abendlicher Besuch im Camp

 

 

 

 

 

 

 

 

Am dauraffolgenden Tag erkundeten wir bei einem dreistündigen Spaziergang die karge Landschaft am Lake Baringo. Unser Guide Cliff hatte grosse Freude daran, uns giftige Spinnen und Schlangen zu zeigen und als wäre dies nicht genug, legte er uns Skorpione auf die Schultern, ins Gesicht und sogar auf die Zunge! Wenn ihr unsere Gänsehaut nachempfinden wollt, schaut euch die Fotos an:

Noch harmlos: Skorpion auf der Schulter

Noch harmlos: Skorpion auf der Schulter

Langsam wirds eklig!

Langsam wirds eklig!

Bahhhhh

Bahhhhh

Einen Tag verbrachten wir auf dem vorgelagerten ISLAND CAMP, eine luxuriöse Ferienanlage auf einer Insel. Hier faulenzten wir am Pool, von dem wir eine herrliche Aussicht auf den See genossen, und freuten uns über das große Buffet, an dem wir unser Mittagessen zu uns nahmen! Wie ihr nun wisst, sind wir im Moment für jede kulinarische Veränderung dankbar und so schmeckten uns die gegrillten Auberginen und gefüllten Paprikaschoten, italienische Tomatensuppe und das indische Curry noch besser!

Island Camp mitten im See Baringo

Island Camp mitten im See Baringo

Wir im Island Camp

Wir im Island Camp

Island Camp mitten im See Baringo

Island Camp mitten im See Baringo

Fruchtcocktail im Island Camp

Fruchtcocktail im Island Camp

Lecker Buffet im Island Camp

Lecker Buffet im Island Camp

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom Lake Baringo ging es für uns dann nach fünf Tagen weiter in die südlich gelegene kleine Ortschaft Kericho, die auf halber Strecke zur Masai Mara und inmitten vieler Teeplantagen liegt. Hier schlafen wir jetzt im Tea Hotel und da Philipp mit leichtem Fieber und Schlappheit etwa kränkelt, haben wir uns hier ein Zimmer genommen mit wunderschöner Aussicht auf den Garten und einer Badewanne! Leider war Franzis Vorfreude auf die Wanne grösser als das eigentliche Badeerlebnis, da das warme Wasser nur warm aus dem Duschstrahl kam und beim Ankommen in der Wanne schon wieder abgekühlt war (es war ein sehr kurzes nur lauwarmes Badeerlebnis). Wenn es Philipp wieder besser geht, machen wir hier eine Führung zu den Teeplantagen mit und fahren dann am 24.7. weiter in die Masai Mara! Dort erwartet uns am Samstag (26.7.) ein spektakulärer Highlight: eine Balloon Safari über der Masai Mara mit anschließendem Champagnerfrühstück im Busch! Ja, ihr seht wir lassen es uns gut gehen! Am 31.7. holen wir dann Philipps Schwester Madeleine und ihren Freund Emu vom Flughafen in Mombasa ab! Gemeinsam werden wir die Strände südlich von Mombasa erkunden und zwei schöne Wochen miteinander verbringen! Der Küstenstreifen südlich von Mombasa ist im Gegensatz zum Norden Mombasas sicher und wir verzichten aus Sicherheitsgründen schweren Herzens auf Malindi und Lamu Island- aber sicher ist sicher!

Bis bald ihr Lieben, vielen Dank für eure lieben Kommentare und dass ihr mit uns reist! Neue Fotoalben gibt es hier:

Soroti Fotos

Sipi Falls

Lake Baringo (Kenia)

Genießt den Sommer!

Wir mit unserem selbstgebrautem Kaffee, Sipi Falls Uganda

Wir mit unserem selbstgebrautem Kaffee, Sipi Falls Uganda

 

 

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Murchison Falls NP

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Hallo liebe Leser/innen,

nach einem Ausflug zu den Murchison Falls machen wir nun nochmal einen Abstecher ins Masindi Hotel in der Ortschaft Masindi, von dem aus wir den letzten Beitrag (siehe hier) vor den Murchison Falls veröffentlicht haben.

Masindi Hotel

Masindi Hotel

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Der berühmte Schriftsteller und Afrikaliebhaber Ernest Hemmingway, sowie Humphrey Bogart und Katherine Hepburn stiegen hier einst ab und bei dem Hotel handelt es sich um das älteste Hotel Ugandas! Es gibt hier super Internet und eine nette Grünfläche für uns zum Campen. Ernest Hemingway erholte sich hier 1954 von zwei Flugzeugabstürzen, die er direkt nacheinander (!) in Uganda (u.a. über den Murchison Falls)erlebte. Der arme Kerl, hoffentlich war das Hotel damals schon so schön wie heute! Die Ortschaft Masindi, in der wir gerade sind, ist mal wieder typisch afrikanisch und schwer mit Worten zu beschreiben. Vielleicht treffen die Ausdrücke „staubig“, „lebhaft“, „überfüllt“, „interessant“, „chaotisch“ es ganz gut. Zudem ist es im Moment ziemlich „matschig“ überall, da es erstaunlicherweise häufig regnet. Hier sind ein paar Bilder, die euch vielleicht einen kleinen Eindruck von „Downtown Masindi“ vermitteln können:

Philipp auf dem Markt, Masindi

Philipp auf dem Markt, Masindi

Franzi auf dem Markt, Masindi

Franzi auf dem Markt, Masindi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Downtown Masindi":)

„Downtown Masindi“:)

"Downtown Masindi":)

„Downtown Masindi“:)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die letzten drei Tage verbrachten wir wie gesagt im Murchison Falls Nationalpark, Ugandas grösstem Nationalpark und für uns hier der einzige Park, denn die Preise für die Nationalparks sind hier unverschämt hoch! den wir uns aufgrund der viel zu hohen Preise in Uganda ansehen werden! Die erste Nacht verbrachten wir ausserhalb des Nationalpark in der „Nile Safari Lodge“, einer wunderschönen Lodge, die direkt am Nil gebaut ist! Der Victoria Nil fliesst hier durch den Park und mündet dann im Lake Albert. Für uns war es hier in den Murchison Falls das erste und letzte Mal auf der Reise dass wir den Nil sehen konnten, wir haben es sehr genossen!

Der Nil

Der Nil

Elefanten kühlen sich ab im Nil

Elefanten kühlen sich ab im Nil

Ausblick auf den Nil aus der Lodge

Ausblick auf den Nil aus der Lodge

Sonnernuntergang am Nil

Sonnernuntergang am Nil

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besonders spektakulär sind die Murchison Falls, bei denen durch eine 6m Felsspalte der 50m breite Nil drückt und sprudelt! Wir unternahmen eine dreistündige Bootsfahrt auf dem Nil zu den Murchison Falls und können diese jedem empfehlen! Wir sahen Nilpferde, viele Krokodile, tolle Vögel und posierten vor dem wunderschönen Wasserfall!

Auf zur Bootsfahrt

Auf zur Bootsfahrt

Seeadler am Nil

Seeadler am Nil

Krokodile un Nilpferde im Nil

Krokodile un Nilpferde im Nil

Spektakulärer Wasserfall, durch den der Nil sich drückt

Spektakulärer Wasserfall, durch den der Nil sich drückt

Der Nil

Der Nil

Wir vor den Murchison Falls

Wir vor den Murchison Falls

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abends schliefen wir in der Murchison River Lodge, die auch wunderschön am Nil gelegen ist und deren Pool wir gleich ausnutzen! Am nächsten Tag legten wir eine Verschnaufspause ein, irgendwie brauchten wir „Ruhe vom Erleben“ und entspannten mit unseren Büchern in der Lodge.

Entspannung in der Lodge am Nil

Entspannung in der Lodge am Nil

Entspannung in der Lodge am Nil

Entspannung in der Lodge am Nil

Süsse Affenparade in der Lodge

Süsse Affenparade in der Lodge

Toller Ausblick auf den Nil

Toller Ausblick auf den Nil

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir schliefen eine weitere Nacht hier, nahmen am nächsten Morgen die Autofähre über den Nil herüber und fuhren mit dem Auto in den Park hinein (ca. 100€ kostet der Parkeintritt allein fürs Auto!).

Autofähre über den Nil herüber

Autofähre über den Nil herüber

Der Park ähnelt landschaftlich keinem jener, die wir schon gesehen haben. Es war hier sehr grün, überall ragten Palmen in den Himmel und überall wuchs grüner dichter Busch. Wir sahen viele Rotschild- Giraffen (kleiner als ihre Verwandten) und Nilpferde, einige Elefanten, viele witzige Warzenschweine und zwei Löwinnen. Bei den Löwinnen war das Besondere, dass sie gerade eine Antilope erlegt hatten und wir beobachten konnten, wie sie an dieser nagten und versuchten, sie zu verbuddeln (vielleicht als Vorrat für die nächsten Tage?). Dies war ein grandioser Anblick, da wir bisher noch nie Löwen mit ihrem Riss gesehen haben. Auf unserer Rückfahrt zur Fähre sahen wir zwei Chamäleone, was für erstaunliche Lebeweise (nach Elefanten nun Franzis Zweitlieblingstiere!)! Wir nahmen die Fähre, fuhren aus dem Park heraus und zurück nach Masindi, wo wir nun noch heute sind. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Besondere am Murchison Falls NP wirklich der Wasserfall, Nil und die Bootsfahrt auf diesem sind und die Tierwelt innerhalb des Parks nicht wirklich besonderer oder vielfältiger ist, als in anderen Parks.

Giraffen im Park

Giraffen im Park

Komische Antilopenart mit langen Gesichtern

Komische Antilopenart mit langen Gesichtern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Murchison Falls NP

Murchison Falls NP

Löwin mit ihrem Riss

Löwin mit ihrem Riss

Löwin mit ihrem Riss

Löwin mit ihrem Riss

Zwei Löwinnen

Zwei Löwinnen

Löwinnen

Löwinnen

Nilpferde

Nilpferde

Philipp beobachtet die Nilpferde "hautnah"

Philipp beobachtet die Nilpferde „hautnah“

Tolle Vögel im Park

Tolle Vögel im Park

Lustiges Chamäleon

Lustiges Chamäleon

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Morgen geht die Fahrt weiter für uns und wir fahren von Masindi zu dem wohl nicht weiter erwähnenswerten Ort „Soroti“. Hier besuchen wir übers Wochenende ein spanisches Pärchen, das wir am Lake Bunyonyi (siehe Bericht) kurz kennen lernten. Die beiden luden uns netterweise zu sich ein und die Gelegenheit lassen wir uns natürlich nicht entgehen, da wir so die Möglichkeit haben, Sonntag auf jeden Fall das spannende WM Finale zu gucken, haha! Wir sind sehr aufs Spiel gespannt und wünschen euch allen viel Spass dabei! Danach werden wir zu den Sipi Falls aufbrechen, dort eine Tour zu Kaffeeplantagen mitmachen und voraussichtlich am 16.7. die Grenze zu Kenia überqueren!

Wir an den Murchison Falls

Wir an den Murchison Falls

Bis bald ihr Lieben und geniesst den Sommer! Fotos von den Murchison Falls und Masindi gibt es hier!

Karibu Uganda

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Karibu Uganda!

Hier sind wir wieder zurück im Swahili- sprechenden Land, in dem auch wieder auf der linken Straßenseite Auto gefahren wird (zum Glück!).Heute möchten wir euch vom wunderschönen Bunyonyi- See, von der Überquerung des Äquators und der interessanten Rwenzori Berge berichten!

Nach Rwanda (siehe Bericht) war unser erstes Ziel in Uganda der Lake Bunyonyi (dt:„Ort der vielen kleinen Vögel“), der sich ganz im Süden des Landes kurz hinter der Grenze zu Rwanda befindet. Die Grenzüberquerung verlief problemlos. Die Grenzbeamten waren alle sehr freundlich, hießen uns herzlich willkommen und eine Polizistin fragte uns ganz interessiert, wie viele Kinder wir hätten. Als wir ihr sagten, dass wir noch keine hätten, schaute sie uns zugleich ungläubig und traurig an und versicherte uns, dass sie nun für uns beten würde, damit wir bald viele Babies hätten!Hinter der Grenze wurde die Straße abrupt schlechter, was haben wir doch die guten Teerstraßen in Rwanda genossen! Rwanda scheint wohl mehr Entwicklungsgelder zu bekommen, oder sie werden einfach sinnvoller genutzt… Wir fuhren an großen Teeplantagen vorbei und kamen nach ca. 20km am See an.

Teepflücker in Uganda

Teepflücker in Uganda

Teepflücker in Uganda

Teepflücker in Uganda

 

 

 

 

 

 

 

 

Uns wurde das Bunyonyi Overland Resort wärmstens empfohlen, weswegen wir hier zwei Nächte campierten. Bei diesem Resort handelt es sich um eine riesige Ferienanlage, die zwar toll am See gelegen ist und einige nette Stege hat, dennoch ziemlich ungemütlich und voll mit Touristen (v.a. jungen lauten Amerikanern) war. Als wir nachmittags im Resort ankamen, waren wir auf der Campingwiese noch die einzigen, wir brachten voller Vorfreude auf Ruhe und Nichtstun unsere Hängematte an und genossen den See und die wunderbare Stille. Wir trafen hier Stephen wieder (kannten ihn aus Tanzania), einen Engländer, der für ca. 3 Jahre die Welt auf seinem Motorrad bereist! Er baute sein Zelt neben uns auf (was ja völlig in Ordnung war, schliesslich mögen wir ihn!), was jedoch scheinbar Anlass genug war, dass auf einmal noch ein Dutzend andere Zelte von Touristen sich dazu gesellten. Plötzlich lagen Leute in unserer Hängematte und es war vorbei mit der Einsamkeit und der Ruhe. Franzi war ganz schön genervt, da sie von Anfang an nicht hierher wollte, sondern in die nahelegende Kalebas Lodge. Nun ja, wir mussten ja das Beste daraus machten! Wir kochten gemeinsam mit Stephen und schauten uns gemeinsam das Deutschland- Algerien Spiel an. Toll war am Bunyoni Resort, dass es hier einen Laden gab, der die Artikel von Edirisa (www.edirisa.org) verkauft! Edirisa ist eine bristische Organisation, die ugandischen Frauen u.a. Nähen beibringt und das Anfertigen von Kleidung, Taschen etc. aus bunten afrikanischen Stoffen! Mit dem Erlös werden Waisenhäuser und Schulen unterstützt. Franzi war im Paradies und wir wurden natürlich einiges an Geld los, haha!

Wir sind umzingelt!

Wir sind umzingelt!

Philipp und Stephen

Philipp und Stephen

Der lake Bunyonyi

Der lake Bunyonyi

 

 

 

 

 

 

 

 

Tagsüber genossen wir den erfrischenden See, der wirklich wahnsinnig schön gelegen ist! Auch fuhren wir mit Tembo eine wirklich malerische Strecke am See entlang und konnten einige 29 Inseln erspähen! Am 2. Abend im Overland Resort gingen wir abends in der Kalebas Lodge Pizza essen und entschlossen uns, am nächsten Tag hierher zu ziehen! Die Kalebas Lodge ist eine kleine Lodge, die sowohl Zimmer, als auch Mietzelte und einen Campinplatz anbietet. Zwar mussten wir hier mit Tembo auf dem Parkplatz campen, hatten jedoch eine wunderschöne Sicht auf den See und sowieso war diese Lodge um einiges gemütlicher als das riesige Bunyoni Resort. Also wer Ruhe und Gemütlichkeit sucht, komme hierher. Wer Reisegeschichten austauschen und junge Backpacker treffen will, gehen ins Bunyoni Overland Resort! Da es uns hier so gut gefiel, blieben wir noch zwei weite Nächte und unternahmen an einem Vormittag eine nette geführte Kanutour auf dem See und besuchten mit unserem Guide ein Waisenhaus. Hier leben 70 Kinder in kleinen Lehmhütten, das Essen kommt vom Feld und das Waisenhaus ist auf Spendengelder angewiesen. Als wir im Waisenhaus ankamen wurden wir von den Kindern mit Liedern und Tänzen begrüßt und Franzi stiegen die Tränen in die Augen. Vor allem ein kleiner Junge mit nackten Füssen und zerrissener Kleidung berührte unsere Herzen, da er so viel Lebensfreude ausstrahlte und ein T-Shirt mit der Aufschrift „Life is good“ (das Leben ist gut) trug. Wir hätten alle Kinder mitnehmen können aber wenigstens werden sie hier versorgt und müssen nicht auf der Straße leben…Die WM Spiele schauten wir abends im Fussmasch entfernten „Birdnest“, einem teuren edlen Hotel, das aber einen grossen Fernseher hatte!

Wir beide am See

Wir beide am See

Franzi und Kinder am See

Franzi und Kinder am See

Bunyonyi am Morgen

Bunyonyi am Morgen

Kanufahrt

Kanufahrt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach insgesamt fünf Nächten am wunderschönen See fuhren wir Richtung Norden, denn wir wollten im Hippo Hills Camp am Rande des Queen Elizabeth Parks nächtigen. Da der Eintritt für uns zu teuer war, entschieden wir uns gegen einen Besuch im Nationalpark und schliefen nur eine Nacht außerhalb. Auch dieses Camp wurde uns empfohlen und war erneut eine Enttäuschung. Uns wurde erzählt, dass man hier alle Tiere sehen würde und somit ein Besuch im Nationalpark gar nicht mehr nötig werde. Das einzige was wir sahen waren Rinder mit langen Hörner (schon cool, aber naja…) und nachts hörten wir einige Nilpferde schnauben. Nun gut, auf dem Weg hierher sahen wir zwei Elefanten am See und am nächsten Morgen ein Nilpfer im Wasser, aber nach den Erzählungen haben wir weitaus mehr Tiere erwartet!

Elefanten am See Edward

Elefanten am See Edward

Rinder mit riesen Hörners

Rinder mit riesen Hörners

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einer Nacht fuhren wir weiter zu den Rwenzori Bergen und machten auf dem Weg einen obligatorischen Stopp am Äquator. Dieser ist durch ein Monument gekennzeichnet, welches sich allerdings nicht direkt am Äquator befindet, sondern 100m davon entfernt am Straßenrand. Wir machten Fotos vom Monument und vom Navi am eigentlichen Äquator und freuten uns nun für ein paar Tage in der nördlichen Welthalbkugel zu sein (in Kenia geht’s ja wieder in die südliche).

Juhuuu am Äquator angekommen!

Juhuuu am Äquator angekommen!

Es ging für uns weiter zum wahnsinnig schön gelegenen Ruboni Community Camp am Fuße der Rwenzori Berge, welche ein UNESCO Weltkulturerbe sind. Hierbei handelt es sich um die größte Bergkette Afrikas und manche Berggipfel sind mit Eis und Schnee versehen! Das Ruboni Community Camp bietet zwar einen kleinen Campingplatz an, jedoch haben wir uns gleich in die gemütlichen Holzhütten verliebt, die am Hang gelegen sind und uns einen schönen Ausblick schenkten! Da der Preis hierfür wirklich in Ordnung war (30€ für uns beide pro Nacht inkl. Frühstück), quartierten wir uns hier zwei Nächte ein und genossen ein breites Bett und warme Duschen. Außerdem tun wir hier noch Gutes, da das Camp mit der Community zusammen arbeitet und diese unterstützt.

Die Rwenzori Berge

Die Rwenzori Berge

Willkommenssaft: Gefällt!

Willkommenssaft: Gefällt!

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Camp bietet tolle Aktivitäten an, wie eine Wanderung auf einen steilen Hügel (mit toller Sicht auf die Bergkette), eine Wanderung durch den Regenwald und ein Wanderung ins Dorf, bei der man u.a. einen Medizinmann- und Geschichtenerzähler trifft, mehr über das Leben hier erfährt und eine Näherei besucht. Da wir uns nicht entscheiden konnten, unternahmen wir gleich alle drei Wanderungen! Jedoch trennten sich bei der ersten Wanderung unsere Wege, da Philipp gerne auf den Berg wollte und Franzi unbedingt Chamäleons im Regenwald sehen wollte! So verbrachten wir den einen Vormittag getrennt (so lange waren wir seit Beginn der Reise noch nie getrennt, haha!), unternahmen den „Village Walk“ ins Dorf jedoch gemeinsam. Bei unserem Wiedersehen berichtete Philipp von einer sehr anstrengenden Wanderung, die steile Berghänge hinauf ging und ihn ordentlich ins Schnauben brachten. Außerdem war er völlig verblüfft über die Frauen und Männer, die diese Strecke jeden Tag hinter sich legen, um dann noch auf ihren hoch am Hang gelegenen Feldern zu arbeiten! Auch Franzi war kaputt nach ihrer Wanderung aber überglücklich, da sie vier Chamäleons bewundern und anfassen konnte, mehr über die lokalen (Heil-) Pflanzen lernte und der Regenwald ein kleiner Ersatz für Madagaskar war (Madagaskar muss warten, wir werden die Insel nicht mehr in diese Reise „packen“).

Aussicht vom Berg, Philipps Wandertour

Aussicht vom Berg, Philipps Wandertour

Völlig erschöpft!

Völlig erschöpft!

Franzi mit einem Chamäleon

Franzi mit einem Chamäleon

Lustiges Chamäleon

Lustiges Chamäleon

Franzis Regenwaldausflug

Franzis Regenwaldausflug

Blaue Eidechse im Regenwald

Blaue Eidechse im Regenwald

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei unserem gemeinsamen Ausflug ins Dorf besuchten wir einen Geschichtenerzähler, der uns in seiner Sprache eine Geschichte aus seiner Kultur erzählte und die für uns von unserem Guide ins Englische übersetzt wurde. Hier erfuhren wir mehr über den Umgang mit Zwillingen und lernten, dass es früher ein Fluch war Zwillinge zu bekommen. Die armen Kinder! Vom Geschichtenerzähler ging es weiter zum Medizinmann, was für ein gruselige Person! Er rief in unserem Beisein die Berggötter zu sich, die sich durch ein heftiges Schütteln an seinem Körper bemerkbar machten! Er sah dann für uns heraus, dass Zwillinge (schon wieder dieses Thema!) in unserer Familie verbreitet sind und entweder wir, oder unsere Kinder oder Enkel Zwillinge bekommen würden… Gott sei Dank sind diese in UNSERER Kultur kein Fluch! Zudem besuchten wir noch eine Farm und einen Schmied. Es war ein netter Vormittag im Ort und wir konnten einiges lernen.

Der Schmied des Dorfes

Der Schmied des Dorfes

Der Geschichtenerzähler

Der Geschichtenerzähler

Neugierige Kinder im Dorf

Neugierige Kinder im Dorf

 

Franzi auf der Farm

Franzi auf der Farm

Philipp staunt über die grossen Jackfrüchte

Philipp staunt über die grossen Jackfrüchte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach diesem Ausflug packten wir unsere Sachen und düsten los nach Fort Portal, ein kleiner witziger Zwischenstopp auf dem Weg zu den Murchison Falls. Wir fanden hier ein nettes Camp und sahen im AFRICANA CLUB das Fussballspiel Deutschland- Frankreich mit Hunderten Einheimischen an (wir waren fast die einzigen Weissen). Es war ein lustiger Abend, wir gingen vernünftigerweise aber früh ins Bett, da es am nächsten Morgen früh für uns weiter gehen sollte. Heute (5.7.) fuhren wir von Fort Portal ins ca. 6 Stunden entfernte nördlich gelegene Masindi. Mehr hierüber und über unsere nächsten Tage im Murchison- Falls Nationalpark erfahrt ihr dann im nächsten Beitrag!

Geniesst die Ferien ihr Lieben, oder zumindest den Sommer!

Grüsse vom Äquator

Grüsse vom Äquator

Hier sind noch neue Fotos zu bestaunen!

Lake Bunyoni

Äquator und am Rande des Queen Elizabeth NP

Rwenzori Berge