Archiv für den Monat Juni 2014

Überraschungsland Rwanda

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Hallo liebe Leser/innen,

heute möchten wir euch von unserer Woche in einem wirklich faszinierenden Land berichten: Rwanda! Nach der Serengeti fuhren wir nach Mwanza, was unser einziger Stopp am LAKE VICTORIA war, an welchem die Länder Tanzania, Uganda und Kenia grenzen. Der See ist 68,000 sq km gross, nur 80m tief und aus ihm entspringt in Jinjja (Uganda) der Nil! Die  grenzen an dem SeeMwanza ist eine staubige, chaotische Stadt, die wir lieben mieden und ins 10km nördliche Beach Resort fuhren, wo wir zwei Nächte campten. Tagsüber kümmerten wir uns ums Auto (Problem: Ölleck am Hinterreifen), sonnten uns, badeten und abends schauten wir das erste Deutschland Spiel. Ein afrikanisches Paar teilte das WM Interesse mit uns, ansonsten war ziemlich tote Hose. Aber es gab auch nicht viele Gäste.

Wir konnten direkt auf dem Sand campen, Lake Victoria

Wir konnten direkt auf dem Sand campen, Lake Victoria

Juhuuuu endlich am Lake Victoria!

Juhuuuu endlich am Lake Victoria!

Fussballspiel am Lake Victoria- yeah!

Sonnenuntergang am Lake Victoria!

Sonnenuntergang am Lake Victoria

WM am Lake Victoria- yeah!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So, nun aber zu Rwanda!

Rwanda war auf unserer Reise nie wirklich als grosses Highlight in unseren Köpfen, da wir hier eigentlich nur durchfahren wollten. Die Gorillas hatten wir geplant in Uganda anzusehen und Rwanda galt immer eher als „Durchfahrland“ auf dem Weg nach Uganda. Je mehr Informationen wir jedoch über das Gorillatrekking in Uganda erhielten, desto bewusster wurde uns, dass es einfacher wäre, dieses Highlight in Rwanda zu erleben. Hier sind die Permits zwar teurer, jedoch ist es weitaus einfacher, die Tickets zu erhalten. Nun freuten wir uns sehr auf Rwanda und reisten am 18.6. in dieses ein mit unserem tollen „East- Africa- Visa“. Für dieses muss man sich online bewerben und kann es dann an der Grenze abholen. Mit dem East- Africa- Visa können wir drei Monate lang so oft wir wollen in Rwanda, Uganda und Kenia ein- und wieder ausreisen und es kostet nur 100Dollar!

Wir kamen von Tanzania über die Grenze in Rusomo, die zwar chaotisch schien, aber dennoch alles problemlos zu bewältigen war. Unser erstes Ziel war die Hauptstadt Kigali und die Fahrt war wirklich seltsam, denn es herrschte plötzlich wieder Rechtsverkehr! Nach sieben Monaten „links fahren“ mussten wir uns wirklich umstellen und konzentrieren und Franzi empfand diese Fahrweise auch nach einer Woche immer noch als falsch. Kigali entpuppte sich als sehr moderne Stadt, die auf den ersten Blick nicht als afrikanisch zu bezeichnen ist! Es gibt viele Kreisverkehre, die mit Blumen bepflanzt und mit Wasserfontänen geschmückt sind und an den Ampeln wird für jede Spur digital angezeigt, wie lange die Ampel noch grün, bzw. rot anzeigt! Das spart Nerven und Deutschland könnte diese Idee mal übernehmen! Auch ist die statt unsagbar sauber, was sicherlich u.a. am monatlichen „Community Day“ liegt. Am letzten Samstag des Monats legen alle Bewohner Kigalis ihre Arbeit für eine Stunde nieder und tun etwas für die Stadt, u.a. Müll aufsammeln, fegen. In Kigali schliefen wir zwei Nächte im One- Love- Club und eine Nacht im Discovery Youth Hostel und nutzten die Stadt, um einige organisatorische Dinge zu erledigen, u.a. die Gorilla- Permits abzuholen und einkaufen zu gehen (wir fanden Körnerbrot und Emmentaler, was für ein Geschenk!). Unter anderem schickten wir per DHL Express unsere Zweitpässe nach Deutschland, da es für uns hier unmöglich ist, ein Visum für Äthiopien zu erhalten. Nun stellt uns das Konsulat in Frankfurt die Visa aus und schickt sie per DHL zu uns nach Nairobi! Wir hoffen dass alles gut geht und wir dann Ende August unsere Pässe inkl. Visum bekommen!

Zeitangaben an den Ampeln

Zeitangaben an den Ampeln

Moderndes, sauberes Kigali

Moderndes, sauberes Kigali

Kigali

Kigali

 

 

 

 

 

 

 

 

Sogar richtige Hecken gibt es hier!

Sogar richtige Hecken gibt es hier!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von Kigali fuhren wir nach Kibuye, einer Ortschaft am wunderschönen Lake Kivu, im Westen des Landes. Die Fahrt dorthin war wunderschön und die Landschaft erinnerte uns mehr an die Toskana und Italien, als an Afrika! Rwanda wird auch „Land der tausend Hügel“ genannt und diese Bezeichnung trifft voll zu! Die grünen Hügeln werden von Bananen-, Teeplantagen und vielen kleinen Steinhäusern geziert und wir befanden uns stets auf ca. 2000m Höhel!

Durchs Hinterland des Lake Kivus

Durchs Hinterland des Lake Kivus

Durchs Hinterland des Lake Kivus

Durchs Hinterland des Lake Kivus

Teeplantagen

Teeplantagen

Durchs Hinterland des Lake Kivus

Durchs Hinterland des Lake Kivus

Durchs Hinterland des Lake Kivus

Durchs Hinterland des Lake Kivus

Durchs Hinterland des Lake Kivus

Durchs Hinterland des Lake Kivus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einzigartig macht den Lake Kivu, dass sowohl die Wassertemperatur als auch der Salzgehalt mit zunehmender Tiefe zunimmt. Ursache hierfür sind vulkanische Quellen aus dem Untergrund. Der Lake Kivu weist ausserdem in seinem Tiefenwasser eine sehr hohe Konzentration an gelösten Gasen CO2 und Methan  auf. Kommt es zu einem Gasausbruch, können Menschen im und in der Umgebung des Sees am Methan-Kohlendioxid-Gemisches ersticken. Wegen dieser Tatsachen schwimmen nicht viele Menschen im See und an einigen Stellen ist er auch unzugänglich. Wir sprangen einmal hinein und genossen den brodelnden See! In Kibuye schliefen wir eine Nacht im hübsch gelegenen Centre Bethanie und fuhren am darauffolgenden Tag die malerische Strecke durchs Hinterland (mit Recht bekannt als schönste Strecke Rwandas!) ins nördlich am See gelegene Gisenyi. Hier campten wir zwei Nächte auf dem Parkplatz des Palm Resort, genossen den See, traditionelle Tänze im Restaurant (ja, wir mussten natürlich auch ums Feuer tanzen!), schauten WM Spiele und lernten die Touristen des „Rollenden Hotels“ (ein fahrender Truck mit 21 Kabinen für die Gäste zum Schlafen).

Lake Kivu am Morgen

Lake Kivu am Morgen

Franzi im "brodelnden See"

Franzi im „brodelnden See“

Philipp entspannt in unserem Camp am Lake Kivu

Philipp entspannt in unserem Camp am Lake Kivu

Lake Kivu

Lake Kivu

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von Gisenyi aus ging es für uns am 23.6. weiter nach Kinigi, eine kleine Ortschaft am Fuße des Volcanoes Nationalparks, in welchem wir am darauffolgenden Tag auf die Gorilla treffen sollten. Wir schliefen hier im Kinigi Guesthouse, das nur zwei Minuten vom Parkeingang entfernt liegt und uns abends mit einem gemütlichen Kaminfeuer aufwärmte (hier „oben“ war es nämlich sehr sehr kalt!). Am 24.6. ging es früh für uns raus und um 7h wurden wir am Parkeingang mit Kaffee, Tee und wilden traditionellen Rwanda-Tänzen begrüsst!

Traditionelle Tänze vor dem Trekking

Traditionelle Tänze vor dem Trekking

Unsere Gorilla-Trekking Gruppe (der Guide macht Fotos)

Unsere Gorilla-Trekking Gruppe (der Guide macht Fotos)

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Volcanoes Nationalpark leben zurzeit 20 Gorillagruppen, von denen aber nur 10 für Touristen zugänglich sind. Die Touristen werden in Gruppen von jeweils 8 Leuten (plus Guides und bewaffnete Ranger)unterteilt und die eigentliche Besucherzeit der Gorilla beträgt nur eine Stunde. Wir hatten keine Ahnung welche Gorillagruppe wir sehen wollten uns liessen uns überraschen. Was für ein Glück wir hatten! Wir durften mit vier anderen netten Amerikanern die SUSA- Gorillagruppe besuchen, jene Gorilla, mit denen die bekannte Gorillaforscherin Dian Fossey arbeitete. Die SUSA- Gorillagruppe ist mit ca. 36 Tieren die größte Gorillagruppe, dafür ist sie auch am Schwierigsten zu finden und die Wanderung zu ihnen soll lang und anstrengend sein. Und das war sie auch! Ganze 3 Stunden kämpften wir uns auf 3300m Höhe bergauf durch den dichtbewachsenden Regenwald und waren ziemlich fertig, als wir endlich bei den Gorillas ankamen!

Wandersmann Philipp

Wandersmann Philipp

Wandersfrau Franzi :)

Wandersfrau Franzi 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was für ein Anblick und was für ein Erlebnis! Es ist schwer in Worte zu fassen was wir hier erlebten und wie gerührt wir waren! Wir hätten die Tiere, die nur noch in dieser Ecke der Welt leben (Rwanda, Uganda, Kongo) und so stark vom Aussterben bedroht sind, Ewigkeiten beobachten können! Dian Fossey muss eine tolle Arbeit gehabt haben! Der starke Silberrücken, das Leittier der Gruppe, flößte uns mit seinen Lauten und Blicken schnell Respekt ein und die kleinen plüschigen Gorillakinder hätten wir am liebsten mitgenommen! Geschickt wandten sich die Tiere von uns ab, sobald sie Kameras sahen, aber ein paar gute Schnappschüsse haben wir doch noch ergattern können:

Gorillakuscheln

Gorillakuscheln

Nachdenklich

Nachdenklich

Auf geht's!

Auf geht’s!

Kratzen muss sein!

Kratzen muss sein!

Riesiger Silberrücken

Riesiger Silberrücken

Mama und ihr Kind

Mama und ihr Kind

Mitnehmen!:)

Mitnehmen!:)

Ruhepause

Ruhepause

Völlig fasziniert!

Völlig fasziniert!

Mensch oder Aff?

Mensch oder Aff?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ihr seht wir hatten eine wundervolle Zeit mit den seltenen Tieren, die einen Besuch und das damit verbundene teure Permit (750 US Dollar pro Person) wirklich wert sind!

Neben diesen wunderbaren Erlebnissen, kämpften wir uns natürlich auch durch Rwandas Geschichte und besuchten mehrere Gedenkstätten des Genozids. Der Genozid bezeichnet die furchtbaren Gewalttaten, die in Rwanda am 6. April 1994 begannen und bis Mitte Juli 1994 andauerten. Circa 800.000- 1.000.000 Menschen starben hierbei. In ca. 100 Tagen töteten Angehörige der Hutu-Mehrheit etwa 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutso-Minderheit sowie moderate Hutu, die sich am Völkermord nicht beteiligen wollten, oder sich aktiv dagegen einsetzten.Die Täter kamen aus den Reihen der ruandischen Armee, der Präsidentengarde, der Nationalpolizei (Gendarmerie) und der Verwaltung. Zudem spielten die Milizen der Impuzamugambi  sowie vor allem der Interahamwe eine besonders aktive Rolle.

Besonders bewegt hat uns die Tatsache, dass Nachbarn, Freunde und sogar Verwandte plötzlich zu Feinden wurden und die Art, wie sie töteten, nämlich unvorstellbar bestialisch. Wie kann man nur seine Nachbarn im Wahrsten Sinne des Wortes „abschlachten“, mit denen man sein Leben lang befreundet war?  Tutsis, und teilweise auch Hutus, wurden vorwiegend durch Macheten abgemetzelt, lebendig begraben, Eltern mussten ihre eigenen Kinder töten, Frauen wurden vor ihrem Tod teilweise von 20 Männern vergewaltigt und dann lebendig auf einen langen Stock gespiesst. Viele Frauen steckten sich bei ihren Vergewaltigern mit Aids an und bekamen keinerlei Hilfe. Da die Tutsis ausgerottet werden sollten, wurden auch Kinder und Babies getötet. Babies wurden zum Beispiel gegen Wände geschlagen und man kann noch heute an einigen Gedenkstätten ihre Blut- und Gehirnreste erkennen. Viele Tutsisi flüchteten in Nachbarländer und suchten Unterschlupf in rwandischen Kirchen. Leider wurden sie auch hier aufgesucht und v.a. durch Knüppel, Macheten und Handgranaten getötet. Südlich von Kigali haben wir zwei Kirchen besucht, die seit dem Genozid nicht verändert wurden und heute als Gedenkstätten zu besichtigen sind. Obwohl wir vorher schon im „Genozid-Museum“ in Kigali waren, erschütterten uns diese zwei „Kirchenbesuche“ doch um einiges mehr. Es ist doch etwas anderes, plötzlich auf dem selben Boden zu stehen, wie jene Menschen, die solche Qualen ertragen mussten. Auf den Kirchenbänken liegen nun riesige Haufen an blutdurchtränkter Kleidung von den Genozid- Opfern, man sieht das Taufbecken an dem Menschen geköpft wurden und steigt Stufen hinab unter die Erde, wo Hunderte Totenköpfe und Knochen zu sehen sind. Dies war ganz schön harte Kost und verfolgt Franzi noch heute (3 Tage nach dem Besuch) in ihren Träumen. Was den Menschen damals angetan wurde ist unfassbar, nicht nachvollziehbar und aufgrund der grausamen Art des Tötens mit kaum einem anderen Genozid zu vergleichen.

Gedenkstätte am Lake Kivu

Gedenkstätte am Lake Kivu

Gedenkstätte am Lake Kivu

Gedenkstätte am Lake Kivu

Genozid-Museum in Kigali

Genozid-Museum in Kigali

Gedenkstätte Kirche südllich von Kigali (Kleidung der Opfer ist am Fenster zu erkennen)

Gedenkstätte Kirche südllich von Kigali (Kleidung der Opfer ist am Fenster zu erkennen)

Gedenkstätte Kirche südllich von Kigali

Gedenkstätte Kirche südllich von Kigali

In Erinnerung an die Opfer des Genozids

In Erinnerung an die Opfer des Genozids

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wahrscheinlich fasziniert uns das Land Rwanda gerade deshalb so und wegen der Kraft, die jeder Einzelne hier aufbringen muss/te. Was hier vor 20 Jahren passierte ist heute noch durch viele Gedenkstätten präsent, jedoch schwer vorstellbar. Das Land blüht, die Menschen lachen und Aggressionen sind so für uns Touristen nicht sichtbar. Aufgrund der hohen Anzahl an Opfern konnte damals kaum psychologische Hilfe angeboten werden, worunter die Psyche vieler heute noch leidet. Die Menschen konnten nicht aufarbeiten was mit ihnen passierte und sind so nicht im Stande, eine heutige Depression mit ihrem durch den Genozid verursachten Verlust und Trauma in Verbindung bringen. Vielleicht konnten die Genozid Opfer aber auch nur weiterleben, weil sie lernten zu verdrängen, was möglicherweise letztendlich ihre einzige Rettung war und die des wunderbaren und interessanten Landes.

Ihr seht, die Erfahrungen hier in Rwanda haben uns sehr berührt und wir werden noch eine Weile brauchen, diese zu verarbeiten. Es war aber auch wichtig für uns die Gedenkstätten zu besuchen und die Augen nicht davor zu verschliessen und wir raten jedem, der einmal in Kigali ist, sich dies „anzutun“, auch wenn es natürlich nicht so einfach ist.

Nun aber zu etwas Schönem: Wir sind nämlich schon in Uganda und geniessen Sonne und angenehmes Wasser am Lake Bunyonyi, ganz im Süden des Landes! Wir haben vorgestern (26.6.) problemlos die Grenze nach Uganda überquert und sind nun gespannt auf Rwandas Nachbarland. Hier waren wir zwei Nächte im vollen Overland Resort und ziehen heute um in ein gemütlicheres Camp nebenan. Morgen wartet eine Kanutour auf uns! Hier können wir die Seele baumeln lassen und die viele Ereignisse der letzte Woche mal sacken lassen. Unsere nächsten Ziele hier im Land sind der Queen Elizabeth Nationalpark und die Murchison Falls  und dann schauen wir mal. Wir halten euch auf dem Laufenden, schicken euch viel Sonne und haben neue Fotoalben vorbereitet:

Gorilla Trekking in Rwanda

Kigali (mit Genozid Gedenkstätten)

Lake Kivu und Umgebung

 

Bis bald ihr Lieben!

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Massai Autopanne und einmalige Tiererlebnisse in der Serengeti

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Hallöchen ihr Lieben,

nun sind wir angelangt an unserem letzten Stop in Tanzania: Mwanza am Lake Victoria! Morgen geht es nämlich weiter nach Rwanda und somit lassen wir ein weiteres wunderbares Land hinter uns! Auch wenn uns Tanzania anfangs einige Schwierigkeiten bereitet hat, sind wir nun begeistert von der Vielseitigkeit und vor allem der Landschaft dieses Landes!

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Nun aber erst einmal mehr zu unserer vergangenen Woche und einer tollen Zeit am Lake Natron und in der Serengeti!

Nachdem wir das Auto in Arusha haben reparieren lassen, ging es für uns weiter von Mto wa Mbo (siehe Bericht) zum Lake Natron. Diese Strecke ist aufgrund ihrer fabelhaften Landschaft und Abgeschiedenheit ziemlich bekannt und wurde uns häufig empfohlen. Und wirklich: Diese Strecke war traumhaft! Nach dieser Fahrt durch weites Land war der See, der nur 50cm tief ist und an dem im Juli/ August Millionen von Flamingos brüten (leider waren wir zu früh!) wirklich sekundär und wir machten uns noch nicht einmal die Mühe, ihn näher zu begutachten.

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Die Fahrt führte uns durch einsames, karges Massai Land und so ist es nicht verwunderlich, dass wir die nähere Bekanntschaft mit dem Massai Chief Maria machten. Auf der Straße sahen wir einen Minibus halten, der eine Panne hatte und hielten an, um behilflich zu sein. Im Minibus und auf dem Minibus saß wohl ein ganzes Massai Dorf, angeführt von Chief Maria, alle freuten sich herzlich über unsere Hilfe und Bekanntschaft! Chief Maria wollte Philipps Hand gar nicht mehr loslassen, wie ihr unschwer erkennen könnt! Mithilfe unseres Werkzeugkoffers konnten die graziös aussehenden Massaimänner ihr Auto reparieren und auch wir führten die Fahrt zum Lake Natron weiter.

Philipp hält Händchen mit dem Massai Chief Maria

Philipp hält Händchen mit dem Massai Chief Maria

Minibus voll mit Massais

Minibus voll mit Massais

 

 

 

 

 

 

 

 

Unterwegs sahen wir Giraffen und Zebras in freier Wildbahn, was einen unbeschreiblich schönen Anblick in dieser kargen Landschaft bot! Nachmittags kamen wir am See an und verbrachten einen ruhigen Abend im „World’s Ende Camp“, einem Camp mit herrlichem Ausblick auf die einsame Landschaft und den Lake Natron.

Fahrt zum Lake Natron

Fahrt zum Lake Natron

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Am nächsten Morgen fuhren wir weiter in die Serengeti, welche wir durch das Klein’s Gate „betraten“. Wir wollten die 1. Nacht im Lobo Camp schlafen, da dieses am nächstes gelegen war und die weiteren zwei Nächte in der Zentral Serengeti in Seronera campieren. Auf dem Weg vom Eingang zum Camp erlebten wir die Migration der Gnus hautnah und waren mittendrin im Spektakel! Millionen von Gnus wanderten in eine Richtung, um ihrem Ziel, dem grünen Gras in Kenias Massai näherzu kommen. Jedes Jahr findet diese Wanderung statt und wir hatten das grosse Glück, noch den letzten Teil mitzubekommen! Auch trafen wir auf der Fahrt zum Camp auf eine riesige Elefantenherde und tausende von Zebras. Wir merkten gleich: Die hohe Tierdichte in der Serengeti ist atemberaubend!

Migration der Gnus

Migration der Gnus

Elefanten in der Serengeti

Elefanten in der Serengeti

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Lobo Camp war wunderschön gelegen, wir konnten einen wunderschönen Ausblick in die Weite und auf die teilweise bergige Seite der Serengeti werfen und waren abends umringt von Giraffen und zeitweise auch Büffeln!

Giraffen im Lobo Camp

Giraffen im Lobo Camp

Giraffen im Lobo Camp

Giraffen im Lobo Camp

 

 

 

 

 

 

 

 

Die darauffolgenden zwei Nächte schliefen wir im Dik-Dik Camp in Seronera und mussten uns den einsamen Campinplatz nur mit noch einem anderen Paar teilen, während andere Camps in Seronera gut gefüllt waren!

Abendstimmung in Seronera

Abendstimmung in Seronera

Wir hatten herrliche 2,5 Tage in diesem grossartigen Nationalpark, der seinem internationalen Ruf wirklich alle Ehre macht! Wir waren begeistert von den riesigen Tierherden und konnten zudem Dinge sehen, die uns überraschten und die wir bisher auf der Reise noch nicht beobachten konnten! So sahen wir drei Krokodile, beobachteten Nilpferde beim Kampf, sahen Geier ein Gnu auseinander nehmen, trafen endlich nochmal auf einen Geparden und waren zu Tränen gerührt, als wir eine Löwenmama mit 12 Babies auf der Strasse spazieren sahen, was für ein einmaliges Erlebnis!

Kämpfende Nilpferde

Kämpfende Nilpferde

Wunderschöner Gepard

Wunderschöner Gepard

Löwenmama mit 12 Babies

Löwenmama mit 12 Babies

Löwenmama mit 12 Babies

Löwenmama mit 12 Babies

Das grosse Fressen

Das grosse Fressen

Endlose Weite

Endlose Weite

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Serengeti wurde uns bewusst, was es bedeutet, dass wir uns ab jetzt in der „Hochsaison“ befinden und jetzt ist erst ihr Anfang! Andauernd trafen wir auf Touristen und Safariautos, die sich in Scharen versammelten, als ein Löwe in Sicht war! Bisher hatten wir die Nationalpark während der Regenzeit ja mehr oder weniger für uns, nun denn, wir werden uns dran gewöhnen müssen! Die Ranger, die die Safaris leiten, sind über Funk miteinander verbunden und teilen ihren Kollegen immer mit, wenn sie etwas Besonderes sehen! So konnten wir, wenn wir wollten, einfach den Safariautos folgen, wenn wir Löwen sehen wollten! Meistens war uns das aber zu dumm und wir hatten keine Lust, andauernd die Fragen anderer Touristen zu unserer Reise zu beantworten (jaja, wir sind ganz schön ignorant geworden diesbezüglich!).

Sind die Safaristen verrückt?:)

Sind die Safaristen verrückt?:)

 

 

 

 

 

 

 

 

Verrückte Safaristen

Verrückte Safaristen

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja und jetzt sitzen wir am Lake Victoria und werden hier im Camp heute Abend das WM Spiel Deutschland- Portugal anschauen, wie die meisten von euch sicherlich auch! Als nächstes großes Event steht bei uns persönlich das Gorilla Trekking an, das wir für den 24.6. in Rwanda gebucht haben! Wir sind sehr gespannt auf Rwana und melden uns, so bald wie möglich!

Leider müsst ihr noch etwas auf die Bilder von der Serengeti und Lake Natron warten.Bis bald, lasst es euch gut gehen und genießt die WM Stimmung!

Wir auf der Fahrt zum Lake Natron

Wir auf der Fahrt zum Lake Natron

Der Norden Tanzanias

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Jambo, liebe Leser

Wir schreiben euch aus der Ortschaft Mto wa Mbu, was auf Swahili „Fluss der Mücken“ bedeutet! Wir schlafen hier drei Nächte im Panorama Camp, von dem aus wir eine wundervolle Aussicht u.a. auf den Manyara Nationalpark haben. Wir befinden uns also immer noch im Norden Tanzanias und das Land zeigt sich hier wirklich von einer ganz anderen Seite als im Süden. Während es im Süden noch viel regnete, wir andauernd von der Polizei angehalten wurden und Geld zahlen mussten, die Menschen kein Englisch sprachen und es überall ganz grün war und sich eine Bananenplantagen neben der anderen befand, ist die Korruption hier nicht so stark zu spüren und der Norden weist eine vorwiegend karge, trockene Landschaft auf, deren endlose Weite uns sehr an Namibia erinnert. Überall sind Massai in ihren bunten Gewändern und wunderschönem Perlenschmuck zu sehen, die ihre Ziegen antreiben, oder als Nachtwächter für Campingplätze und Hotels arbeiten. Der Norden Tanzanias ist auch sehr abwechslungsreich, so gibt es einige Seen, Nationalparks, bekannte Berge (Kilimanjaro, Mount Meru) und viele kleine Dörfer.

Unser Ausblick aus dem Panorama Camp

Unser Ausblick aus dem Panorama Camp

Vor ca. 10 Tagen verliessen wir den indischen Ozean in Pangani (siehe Bericht) und machten uns auf den Weg zum Lake Chala, der sich in der Nähe von Moshi befindet. Hierbei handelt es sich um einen grossen, wunderschönen Kratersee, durch den die Grenze zu Kenia führt! Wir schliefen hier drei Nächte im Lake Chala Safari Camp, von dem aus wir eine herrliche Aussicht sowohl auf den See, als auch auf den fast 6000m hohen Kilimanjaro hatten! Vor allem morgens und abends konnten wir den überwältigenden Berg bewundern, während er sich tagsüber hinter einer dichten Wolkendecke versteckte.

Ausblick im Camp auf den Kili

Ausblick im Camp auf den Kili

Der Lake Chala

Der Lake Chala

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgrund des hohen Preises für eine 5-Tages-Tour auf den Kilimanjaro, die damit verbundenen Risiken und unsere gefühlte mangelnde Fitness, entschieden wir uns gegen eine Besteigung des Kilimanjaros und bewunderten ihn von unten! Wir unterstützen hiermit also das hier sehr beliebte Kilimanjaro- Bier, das mit dem Slogan „If you cannot climb it, drink it“ (Wenn du ihn nicht besteigen kannst, trinke ihn!“)!

Lake Chala

Lake Chala

Der Kilimanjaro

Der Kilimanjaro

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Nähe des Lake Chalas befindet sich das typisch afrikanischen Dorf namens Himo. Hier besuchten wir Linda, die Franzi noch aus ihrem Kiswahilikurs aus Köln kennt, und die hier für ein Jahr als Freiwillige an einer Schule arbeitet. Wir wanderten etwas durch Himo und fuhren dann in die 30 Minuten entfernte Stadt Moshi, wo wir zu Mittag assen und guten Kaffe tranken, den wir dann gleich auch in einem 1kg Pack aus der Rösterei mitnahmen. Nachmittags fuhren wir drei zurück an den Lake Chala und Linda blieb über Nacht bei uns. Wir erfrischten uns schön im See, kochten gemütlich und machten ein nettes Lagerfeuer. Linda, es war schön dich wiederzusehen und wir wünschen dir weiterhin eine tolle Zeit in Himo!

Linda und Franzi am Lake Chala

Linda und Franzi am Lake Chala

Linda und Franzi im Lake Chala

Linda und Franzi im Lake Chala

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom Lake Chala ging es für uns weiter nach Arusha, eine weitere Zwischenstation zum Ngorongoro Krater und der Serengeti. Arusha ist eine weitere staubige, wuselige Stadt, die für unsere Nerven etwas zu viel war, sodass wir uns dort nicht lange aufhielten und ins 25km entfernte Meserani Snake Park Camp fuhren. An das Camp ist ein interessanter Schlangen- und Reptilienpark, sowie eine Klinik (in der Schlangenbisse behandelt werden!) und ein tolles kulturelles Museum über die Massai angegliedert.

Krokodil im Reptilien- Schlangenpark

Krokodil im Reptilien- Schlangenpark

Giftige Schlange im Reptilien- Schlangenpark

Giftige Schlange im Reptilien- Schlangenpark

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier schliefen wir eine Nacht und hatten einen schönen Vormittag im Reptilienpark und Massai Museum. Im Massaimuseum erhielten wir durch die Erklärungen eines „echten Massais“ einen kleinen Einblick in die Kultur und Traditionen und lernten einiges über dieses interessante Volk, das vor allem für seine Krieger und Viehhirten bekannt ist. Besonders erstaunte uns die Tatsache, dass Männer erst mit 25 und Frauen erst ab 18 heiraten dürfen und die Jungs immer noch für einige Monate alleine in den Busch gehen, um Mann zu werden. Die Kleidung und der Schmuck des Einzelnen gibt Auskunft über seinen Stand und sein Alter.

Massai-Museum

Massai-Museum

Massai Schmuck

Massai Schmuck

 

 

 

 

 

 

 

 

Von hier aus fuhren wir in staubige Karatu, wo wir eine Nacht im Kudu Camp schliefen, um am nächsten morgen früh zum Ngorongoro Krater am Rande der Serengeti aufbrechen zu können. Hierbei handelt es sich um einen Einbruchkrater, der entstand, als an dieser Stelle ein Vulkanberg in sich zusammenbrach. Heute ist hier die grösste Raubtierdichte Afrikas zu finden und dieser tolle Nationalpark stellt aufgrund seiner einzigartigen Landschaft auf jeden Fall ein weiteres Highlight unserer Reise dar! Wir waren pünktlich morgens um 6h am Eingang des Parks, es war sehr nebelig und regnete! Im Park konnten wir anfangs kaum etwas sehen und waren umso erstaunter, als sich im vor uns auf einmal Büffelherden, Giraffen und Zebras im dichten Nebel auftaten! Das Ganze war so mystisch und märchenhaft, dass es fast surreal schien, aber zum Glück konnten wir die Stimmung einigermaßen auf der Kamera festhalten!

Giraffe im Nebel

Giraffe im Nebel

Mystische Morgenstimmung

Mystische Morgenstimmung

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir mussten dann ca. 30 Minuten zum nächsten Eingangstor fahren, das direkte Tor hinab zum Krater! Vor uns tat sich dann die riesige Fläche des Kraters empor und wir waren überwältigt von der Landschaft, die uns teilweise irgendwie an Bilder von Island erinnerte! Wir blieben dann ca. 6 Std im Krater und bewunderten Nilpferde, viele viele Flamingos am See, Büffel, ein paar Elefanten, und zwei Löwendamen, die sich mit ihren vollen Bäuchen faul auf der Strasse wälzten.

Morgens im Ngorongorokrater

Morgens im Ngorongorokrater

Morgens im Ngorongorokrater

Morgens im Ngorongorokrater

Hippo-Pool

Hippo-Pool

Strauss

Strauss

Faule Löwendamen

Faule Löwendamen

Faule Löwin

Faule Löwin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein paar Hundert Meter weiter lagen drei Löwenmännchen, die genauso faul im Gras neben der Strasse lagen und noch nicht einmal der Zebraherde, die hinter ihnen umher spazierte, viel Beachtung schenkten! Aufgrund des hohen Preises schliefen wir nicht hier im Nationalpark, sondern fuhren nach dem Besuch hier nach Mto wa Mbo ins Panorama Camp.

Verpennte Löwen

Verpennte Löwen

Starke Löwenmännchen

Starke Löwenmännchen

Die faulen Löwen bemerkten noch nicht einmal die Zebraherde

Die faulen Löwen bemerkten noch nicht einmal die Zebraherde

Zebras

Zebras

Schöne Schmetterlinge

Schöne Schmetterlinge

Viele Flamingos

Viele Flamingos

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier sind wir nun immer noch und haben gestern eine von einem Einheimischen geführte „Kulturelle Tour“ durch das Dorf gemacht. Zuerst ging es mit Bruno (unserem Guide) auf Fahrrädern durch Bananenplantagen an den See Manyara, wo wir viele Fischer und Flamingos begutachten konnten! Anschliessend fuhren wir zurück durch die grünen Plantagen, gaben die Fahrräder ab und führten unsere Tour „zu Fuss“ weiter. Bruno zeigte uns die grossen Reisfelder und führte uns durchs Dorf, wo wir u.a. Bananenbier und –wein probierten und ein leckeres afrikanisches Mittagessen mitten in den Bananenplantagen genossen!

Franzi in Mto wa Mbu mit Ausblick auf den See Manyara

Franzi in Mto wa Mbu mit Ausblick auf den See Manyara

See Manyara

See Manyara

Kulturelle Tour durch Mto wa Mbu

Kulturelle Tour durch Mto wa Mbu

Bruno zeigt uns die Reisfelder

Bruno zeigt uns die Reisfelder

Franzi probiert Bananenbier: Tamo sana! (sehr lecker)

Franzi probiert Bananenbier: Tamo sana! (sehr lecker)

Philipp beim Friseur am Ende der kulturellen Tour

Philipp beim Friseur am Ende der kulturellen Tour

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun war unser eigentlicher Plan, von hier aus zum Lake Natron zu fahren und von dem aus in die Serengeti zu gehen. Leider macht uns Tembo einen Strich durch die Rechnung, da Öl aus dem einen Reifen fliesst! Nun denn, wer reist muss flexibel sein und bleiben! Also geht es heute Nachmittag zurück zum Snake Park, da hier eine ganze gute Werkstatt angeschlossen ist und wir hoffen, dass wir dann in ein paar Tagen die Reise zum Lake Natron und in die Serengeti fortsetzen können!

Wir hoffen wie immer, dass es euch gut geht und sind sicher, dass der Sommer nun auch seinen Weg nach Deutschland gefunden hat! Folgende neue Fotoalben gibt es, also einfach anklicken und anschauen- viel Spass!

Ngorongoro Krater

Mto wa Mbu

Lake Chala, Kilimanjaro, Arusha/ Snake Park

Wir im Ngorongoro Krater

Wir im Ngorongoro Krater