Archiv für den Monat Mai 2014

Entlang der Ostküste Tanzanias

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Hallo lieber Leser/innen,

liebste Grüße von der paradiesischen Ostküste Tanzanias schicken wir euch! Uns geht es herrlich, denn wir campen direkt am Strand im wunderschönen Peponi Holiday Resort und lassen es uns geht gehen!

Direkt vor unserer Autotür

Direkt vor unserer Autotür

Schöner indischer Ozean

Schöner indischer Ozean

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das letzte Mal meldeten wir uns ja aus der Großstadt Dar es Salaam (Bericht ist hier zu finden), kurz bevor wir ins 70km nördlich gelegene Bagamoyo fuhren. Bagamoyo war mit seinem Hafen Mitte des 19. Jahrhunderts der wichtigste Anlaufpunkt für Händler und Waren- und Sklavenhändlern und wurde 1887 für vier Jahre (danach wurde es Dar es Salaam) zur Hauptstadt „Deutsch- Ost-Afrikas“. Noch heute sind einige Ruinen aus der Kolonialzeit zu sehen und die Gebäude tragen Namen wie „German Custom House (Deutsches Zoll Haus)“ oder „German boma“. Trotz seiner geschichtlichen Bedeutung, reicht es zumindest heutzutage, einen Vormittag in Bagamoyo zu verbringen, denn der Ort hat nicht wirklich etwas zu bieten. Es gibt einen interessanten Fisch Markt, einen grossen Gemüse- und Obstmarkt, das nette Restaurant „Poa Poa“ (leckere Milk Shakes!), ein paar Souvenirstände, eine Tankstelle und eine katholische Mission.

Katholische Mission in Bagamoyo

Katholische Mission in Bagamoyo

Neben der wirklich schönen Kirche steht ein alter Turm, in dem David Livingstones toter Körper gelegt wurde, bevor er nach Zanzibar und anschliessend nach London verschifft wurde. Ihr seht, Herr Livingstone hat sogar noch im Tod seine Spuren hinterlassen! Das waren aber auch schon die „Higlights“. Hier schliefen wir zwei Nächte in der netten am Meer gelegenen Traveller’s Lodge (hübscher Restaurant- und Barbereich, Campingplatz okay), freuten uns aber auch, als es dann weiterging in den 70km entfernten Saadani Nationalpark.

Eine von vielen Moscheen in Bagamoyo

Eine von vielen Moscheen in Bagamoyo

Bagamoyo

Bagamoyo

Viele Ruinen in Bagamoyo

Viele Ruinen in Bagamoyo

Fischmarkt

Fischmarkt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Saadani Nationalpark ist Tanzanias einziger Park, der direkt am Ozean gegenüber von Zanzibar liegt und hierfür ist er auch berühmt! Da auch dieser Park trotz seiner beschaulichen Grösse ziemlich teuer war (wie leider alle Parks in Ostafrika!), beschlossen wir, nur eine Nacht hier im Camp direkt am Ozean zu schlafen.

Ausblick vom Camp auf den Ozean

Ausblick vom Camp auf den Ozean

Der Strand vor unserer Tür

Der Strand vor unserer Tür

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Landschaft des Saadanis ist wunderschön und sehr vielseitig. Er ist der erste Park, in dem wir große Palmenhaine und viele Kakteen sahen! Hier ist immer noch Nebensaison und da wir uns noch immer noch in den Ausläufen der Regenzeit befinden, gibt es noch sehr schlammige Passagen im Park und keinen einzigen Besuchen (außer uns!). Wir stellten uns also vor, wie wir Giraffen und Elefanten am Ozean antreffen- aber Pustekuchen! Die einzigen Tiere die wir auf unserer Pirschfahrt sahen waren Giraffen, Affen und eine Büffelherde! Dabei hatten wir uns so auf Elefanten gefreut! Nun denn, die Natur hat scheinbar auch ihren eigenen Kopf!

Giraffe im Saadani

Giraffe im Saadani

Grosse Büffelherde

Grosse Büffelherde

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie schon erwähnt, war es zum Teil noch matschig im Park und was machten wir seit langen mal wieder? Wir fuhren Tembo fest! Bisher sind wir ja nur einmal im Schlamm stecken geblieben und zwar in einem kleinen Park in Namibia (Bericht hier) und auch dieses Mal war es keine schöne Erfahrung. Zum Glück haben wir mittlerweile schon etwas mehr Erfahrung, wirklich gerettet hat uns aber unsere Seilwinde, die wir zum Glück noch in Botswana haben reparieren können (beim Schlammbad in Namibia ist sie ja kaputt gegangen!). Innerhalb einer halben Stunde war das Auto also aus dem Schlamm gezogen und wir überglücklich, dass dieses Schlamassel so glimpflich ausgegangen ist. Puh!

Tief im Schlamm!

Tief im Schlamm!

Juhuu geschafft!

Juhuu geschafft!

 

 

 

 

 

 

 

 

Wirklich schön am Saadani war die Lage des sehr sehr einfachen Camps, denn wir konnten direkt am Ozean schlafen und fühlten uns wirklich in der Wildnis! Wir schliefen ein mit Meeresrauschen und tranken unseren Morgenkaffee im Sonnenaufgang- das Leben ist so schön!

Sonnenaufgang im Saadani

Sonnenaufgang im Saadani

Saadani

Saadani

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom Saadani NP fuhren wir am nächsten Tag wieder 70km weiter nach Pangani, einem wunderschönen Flecken Erde am Indischen Ozean! Die Fahrt führte uns durch einige Dörfer, die gute Postkartemotive abgegeben hätten: Palmen, Lehmhütten, Ziegen, rote Erde, Mangostände und überall Kinder, Kinder, Kinder!

Palmenhaine auf dem Weg nach Pangani

Palmenhaine auf dem Weg nach Pangani

Viele kleine Dörfer auf dem Weg nach Pangani

Viele kleine Dörfer auf dem Weg nach Pangani

 

 

 

 

 

 

 

 

In Pangani blieben wir gleich drei Nächte, statt einer geplanten Nacht, denn es war sooo schön! Wir nesteten uns im tollen „Peponi Holiday Resort“ein, wo wir uns nun auch noch befinden. Das Camp hat einen großen Restaurant- und Loungebereich, ist natürlich direkt am Ozean gelegen, hat nettes Personal, ist liebevoll eingerichtet und bietet fantastisches Essen an! Einen Abend gönnten wir uns hier die Meeresfrüchte- Platte für zwei (nur 15€!!!), die einen bleibenden Eindruck bei uns hinterließ und bei deren Anblick euch jetzt sicherlich das Wasser im Munde zerlaufen wird:

Lecker lecker lecker

Lecker lecker lecker

Gemütlicher Lounge- Bereich

Gemütlicher Lounge- Bereich

Einen halben Tag lang unternahmen wir eine vom Camp organisierte gigantische Schnorchel Tour, die uns zu wunderschönen Korallenriffs und auf eine einsame Sandinsel mitten im Ozean führte! Wir hatten einen so wunderschönen Vormittag! Neben den zwei Matrosen und dem Captain, waren nur wir beide noch an Bord des Segelboots, sodass wir bestimmen konnten, wir lange wir wo bleiben wollten- wunderbar! Zuerst schnorchelten wir und waren wieder einmal begeistert von der Unterwasserwelt! Wunderschöne Korallen und tolle Fische, Philipp sah sogar zwei Tintenfische in den Tiefen des Ozeans verschwinden! Als wir uns nach dem Schnorcheln mit sonnigen Gemütern im Boot langsam der Sandinsel näherten, konnten wir unseren Augen zuerst nicht trauen: Eine einsame kleine Insel mit weißem Sand, mitten im türkis-blau-grünen Meer, welches in allen möglichen Farben glitzerte! Wow, wir waren hin- und weg!

Die kleine Insel ist zu sehen

Die kleine Insel ist zu sehen

Sandinsel mitten im Ozean

Sandinsel mitten im Ozean

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein kleiner Sonnenschutz wurde hier für uns aufgebaut und während die Matrosen und der Captain auf dem Segelboot bieten, durften wir die kleine Insel und einen Mittagssnack genießen. Das Glück war nach einem Bad im warmen Wasser vollkommen und wir glücklich zurück ans Festland.

Unser Sonnenschutz

Unser Sonnenschutz

Mittagessen

Mittagessen

Traumhaft schön

Traumhaft schön

Glückliche Franzi

Glückliche Franzi

Luftsprünge

Luftsprünge

Juhuuu

Juhuuu

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ansonsten lasen wir viel im Camp, beobachteten lustige Krebse und Affen, gingen im Meer und Pool baden, spazierten am Strand entlang, statteten dem Dorf einen kurzen Besuch ab und Philipp baute seit langem seine Slackline mal wieder auf und übte sich im Balancieren.

 

Lustige Affen

Lustige Affen

Witzige Krebse

Witzige Krebse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir haben die Tage hier also in vollen Zügen genossen und werden morgen an den See Chala fahren, der sich in der Nähe von Moshi befindet. Wir freuen uns auf den Kilimanjaro, den wir ab morgen sehen werden (nein, wir werden ihn nicht besteigen!) und sind gespannt auf die nächste Woche, die uns vielleicht schon nach Arusha und eventuell bis in die Serengeti führt.

Wir hoffen euch geht es auch prima und ihr genießt herrliches Sommerwetter! Ansonsten schicken wir euch hiermit viel Sonne!

Das neue Fotoalbum mit Fotos von Bagamoyo, Saadani NP und Pangani gibt es hier, viel Spass damit!

Liebe Grüsse,

eure Franzi und Philipp

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Über Delphine, Käse und Tshirts

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Hallo liebe Leute
hier melden wir uns noch einmal aus Dar es Salaam, bevor es morgen Richtung Norden weiter geht! Gestern Nachmittag sind wir mit der Fähre von Stone Town/ Zanzibar nach Dar es Salaam gefahren haben vormittags jedoch noch in Kizimkazi/ Zanzibar eine „Delphin-Tour“ mitgemacht. Früh um 6h wurden wir abgeholt uns sind von Stone Town ca. eine Stunde nach Kizimkazi gefahren, von wo aus wir auf einem kleinen Boot mit vier anderen Touristen aufs Meer hinaus gebracht wurden. Der Ozean war sehr unruhig, hohe Welle schlugen gegen unser Boot und wir schnell klitschnass. Wie wir hier schnorcheln und mit Delfine schwimmen sollten war uns unbegreiflich, zudem bezweifelten wir stark, dass sich die Delfine bei dem wilden Wellengang uns überhaupt zeigen würden! Das hatten wir uns ganz anders vorgestellt (ungefähr so: Stilles türkises Meer, hunderte von Delfinen ums uns und wir schwimmend unter ihnen)! Dennoch war das Glück irgendwie auf unserer Seite, denn nach ca. 1 stündiger Suche trafen wir endlich auf eine Gruppe dieser wunderschönen Tiere! Nun hiess es „schnell Flossen anziehen, Tauchbrille auf, Schnorchel in den Mund und übers Boot in unruhige Meer springen“!

Delfintour im Indischen Ozean auf Zanzibar

Delfintour im Indischen Ozean auf Zanzibar

Dieser Teil war noch relativ einfach, schwieriger wurde es dann, durch den Schnorchel zu atmen, da er sich aufgrund der hohen Wellen ständig mit Wasser füllte und mindestens eine genauso grosse Herausforderung war das Wiederfinden der Delfine, geschweige denn das gemeinsame Schwimmen mit ihnen! Ihr merkt, alles nicht so einfach. Wir schafften es dennoch 2-3x eine Gruppe von Delfinen unter Wasser zu sehen, leider waren sie immer schnell wieder verschwunden. Das Ganze war auch ziemlich schnell wieder vorbei, da eine der anderen vier Touris seekrank wurde und schnell zurück an Land musste. Die Delphintour war für uns also eher „okay“ (anstatt atemberaubend!), da sie auch so schnell wieder beendet werden musste. Es war dennoch toll den Tieren für einen kurzen Moment so nah zu sein und sie um sich herum zu sehen! Wir hatten wirklich eine wunderschöne Zeit auf Zanzibar, das man wirklich als Paradies auf Erden bezeichnen kann!

Wunderschönes Bwejuu auf Zanzibar

Wunderschönes Bwejuu auf Zanzibar

Bwejuu, Zanzibar

Bwejuu, Zanzibar

Erschöpft aber glücklich: Tauchschein in der Hand

Erschöpft aber glücklich: Tauchschein in der Hand

Nach der Delphintour tranken wir in Stone Town noch einen Kaffee und besuchten einen Delikatessenladen, der uns von David wärmstens empfohlen wurde: zu Recht! Viele Käsesorten (endlich mal wieder Käse!!!) reihten sich im Kühlregal neben Salamis, Schinken, Oliven und Antipasti, zudem gab es frisches Baguette und allerlei andere leckere Dinge. Wir waren im Paradies, denn seit Namibia gibt es keinen anständigen Käse mehr zu kaufen. So deckten wir uns ein: Spanische Salami, Emmentaler, Pfefferkäse, Oliven, Parmesan und Baguette nahmen wir uns mit und fühlten uns beim Abendbrot wie im siebten Himmel!

Leckere Delikatessen in Stone Town

Leckere Delikatessen in Stone Town

Die 1,5 stündige Fahrt auf der Fähre zurück nach Dar es Salaam war aufgrund des hohen Wellenganges auch recht wild aber witzig und die Angestellten an Bord waren damit beschäftigt, Kotztüten zu verteilen (vor allem eine grosse an Dänen schien diese zu sammeln!). Uns ging es aber gut und wir kamen nachmittags unversehrt im Mikadi Camp an, wo unser Tembo treu auf uns wartete.

Fähre Zanzibar- Dar es Salaam

Fähre Zanzibar- Dar es Salaam

Windige Angelegenheit: Fähre von Zanzibar nach Dar es Salaam

Windige Angelegenheit: Fähre von Zanzibar nach Dar es Salaam

Heute verbrachten wir den Tag in Dar es Salaam, und hatten einiges zu erledigen: Ersatzteile fürs Auto kaufen, das Comesa verlängern, Tshirts für Franzi kaufen und Postkarten abschicken! Wir haben auf unserer Reise schon gelernt, dass man sich in afrikanischen Städten pro Tag eigentlich nur eine Sache vornehmen darf, da hier alles sooo langsam vor sich geht und die Nerven schnell überstrapaziert sind.

Dar es Salaam

Dar es Salaam

Dar es Salaam

Dar es Salaam

Dar es Salaam

Dar es Salaam

Dar es Salaam

Dar es Salaam

Heute waren wir jedoch recht erfolgreich und der Tshirtkauf stellte sich als grösste Herausforderung heraus, da wir uns in einem muslimischen Land befinden und die Läden auch dementsprechende Kleidung anbieten! Da Franzi aber in nächster Zeit weder in Burka, noch in kitschigen Abendkleidern oder gar Hochzeitskleidern herumlaufen möchte, mussten wir viel umherrennen. Endlich fanden wir einen Laden, der wenigstens einige schlichte Tshirts verkauften, allerdings auch nur mit etwas seltsamen Schriftzügen wie „Sugar- Baby“, „Shootings- Star“ oder „Daddy’s Princess“. Letztendlich wurden wir im Geschäft „Woolworth“ fündig, das war etwas teurer ist, dafür einfarbige Tshirt ohne Schriftzüge verkaufte. Was waren wir erleichtert! Also Mädels, geniesst den Einkauf bei H&M, es ist nicht überall auf der Welt so einfach an Tshirts zu heranzukommen! Danach belohnten wir uns mit einem kleinen Mittagessen in einem Cafê und fuhren zurück zum Camp, wo wir nun den Tag ruhig ausklingen lassen.

Am Strand von Dar es Salaam im Mikumi Camp

Am Strand von Dar es Salaam im Mikumi Camp

Morgen fahren wir nach ins 70km entfernte Bagamoyo und von dort aus weiter an der Küste entlang nach Pangania. Danach fahren wir wahrscheinlich für ein bisschen Bewegung in die Usambara- Berge und von dort aus nach Moshi, wo wir den Kilimanjaro wenigsten von unten bewundern können! Wir freuen uns auf die nächste Zeit und sind gespannt, von welcher Seite sich Tanzania uns präsentieren wird!

Bis bald ihr Lieben, kann sein dass ihr euch bis zum nächsten Blogeintrag etwas gedulden müsst. Neue Fotos kommen bald!

Fotos von Dar es Salaam gibt es hier

und neue Zanzibar Bilder inkl. Tauchfotos sind hier weiter unten im Album zu finden!

Liebe Grüsse von uns!

Liebe Grüsse von uns!

 

Karibu Tanzania (Willkommen in Tansania)

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Jambo, liebe Leute!

Hier sind wir angelangt im Kiswahili- sprechenenden Tanzania und lernen täglich mindestens ein neues Wort- juhu, unser Wortschatz wächst also, langsam aber sicher! Swahili wird an der Ostküste Afrikas gesprochen, also in Tanzania, Uganda und Kenia. Am meisten bekommen wir im Moment die Phrasen „Karibu Zanzibar“ (Willkommen in Zanzibar) und „Hakuna Matata“ („Keine Sorge“) zu hören, denn wir sind auf der „eigentlich“ sehr touristischen Insel Zanzibar! Die Menschen hier sind sehr auf die Touris eingespielt und auch auf den Tourismus angewiesen. Auf der einen Seite ist dies nervig, da uns alles Mögliche versucht wird anzudrehen (hässliche Massai Figuren aus Holz, kitschigeTücher mit einen gedruckten „Hakuna Matata“, CDs mit grässlichen Liedern etc…), auf der anderen Seite praktisch, da die Menschen hier wenigstens etwas Englisch sprechen- im Gegensatz zum Süden des Landes. Zudem haben wir Glück, weil hier noch Nebensaison herrscht und kaum Touristen zu sehen sind. Bevor wir jedoch weiteres von dem kleinen Paradies hier im indischen Ozean erzählen, möchten wir euch erst einmal von den letzten Wochen berichten, nämlich unserem Weg von dem Norden Malawis, über den Süden Tanzanias nach Dar es Salaam und Zanzibar- also aufgepasst!

Das letzte Mal meldeten wir uns aus Malawi und waren gerade von unserem „Inselurlaub“ auf Likoma Island (30.5.) wiedergekommen. Auf Likoma Island lernten wir den Spanier David kennen, der seit vier Jahren auf Zanzibar als Hotelmanager arbeitete. Neben ihm machten wir noch die Bekanntschaft mit den zwei deutschen Mädels Susann und Amelie, die gerade mit Rucksäcken unterwegs sind. Da wir alle als nächstes in den Norden Malawis nach Livingstonia wollten, nahmen wir die drei mit dem Auto mit. Zum Glück waren es nur 200 km, die wir zu fünft im Auto verbringen mussten! Während die drei in der bei Rucksacktouristen beliebten „Mushroom Lodge“ nächstigten, bevorzugten wir das eher für „Ruhesuchende“ Lukwe Camp. Witziger Weise trafen wir hier unsere Australier Kirsty und Garath wieder und machten die Bekanntschaft mit den sich im Rentenalter befindenden Engländern Helene und Scott, die auch die gleiche Route wie wir haben. Das Lukwe Camp ist wunderschön gelegen und wir hatten einen fabelhaften Ausblick über die Tiefebene des Malawisees! Ein grosser Gemüse- und Obstgarten schliesst sich dem Camp an und ein hübscher Wasserfall ist nur 20 Minuten Fussmarsch entfernt! Die heutige „Stadt“ Livingstonia ist so bekannt, da hier im Jahre 1894 auf dem Plateau die Missionare Dr. Robert Laws und Uriah Chirwa campierten und beschlossen, an dieser Stelle eine Mission zu errichten. Heute werden die beiden dafür an einer Gedenkstätte geehrt. Wir verbrachten drei Nächte hier im Lukwe Camp, besuchten Livinstonia und den Wasserfall und entspannten mit leckerem Hibiskustee und Buch in der Hängematter oder auf der Hollywoodschaukel.

Terrasse im Lukwe Camp

Terrasse im Lukwe Camp

Wasserfall bei Livingstonia

Wasserfall bei Livingstonia

In Livingstonia verabschiedeten wir die Mädels und nahmen David noch weiterhin mit, da auch er nach Zanzibar wollte. Gemeinsam fuhren wir als nächstes nach Tukuyu, was unser erstes Ziel in Tanzania sein sollte! Leider gewannen wir anfangs keinen guten Eindruck von Tanzania, da es nur regnete, kein Mensch mehr Englisch sprach (nur noch Swahili!) und David an der Grenze beim Geldwechseln (okay, soll man auch nicht an der Grenze machen!) beklaut wurde. Wir schauten uns die „Brücke Gottes“ bei Tukuyu an und wanderten zwei Stunden durch einen Regenwald zu einem Kratersee. Leider war von diesem nichts zu sehen, da es total nebelig war!

Der Kratersee- leider total in den Wolen

Der Kratersee- leider total in den Wolen

Von Tukuyu aus fuhren wir ins staubig hässliche Mbeya, wo wir zwei Nächte im Karibuni Center schliefen und uns dort auskurierten (wir hatten nämlich mit Magendarm und Kopfweh zu kämpfen!). Von Mbeya ging es weiter nach Iringa, einem ganz netten kleinem Ort, der einen tollen Obst- und Gemüsemarkt zu bieten hat! An das Fahren hier in Tanzania müssen wir uns noch gewöhnen, da wir ständig mit der korrupten Polizei und diversen Straßensperren konfrontiert werden. Aus den „Fängen“ der Polizei, die in der Regel nur wenig Englisch spricht, kann man sich eigentlich nur befreien, indem man zahlt- wofür auch immer! Dies ist ziemlich nervig und verdirbt uns schnell die Laune beim Fahren. Aber wir werden uns wohl an die korrupte Polizei gewöhnen müssen, dass es nicht besser werden und in Kenia wohl noch schlimmer sein wird. Dennoch versuchen wir, dem Land gegenüber noch positiv eingestellt zu sein und uns durch die ersten schlechten Erfahrungen nicht unterkriegen zu lassen…

Die Stadt Iringa

Die Stadt Iringa

Markt in Iringa

Markt in Iringa

 

Nun denn, von Iringa aus fuhren wir für einen Vomittag in den Mikumi Nationalpark. Dieser wird auch als „Kleine Serengeti“ bezeichnet aufgrund seiner landschaftlichen Ähnlichkeit zu seiner „grossen Schwester“ (der Serengeti). Direkt am Eingang zum Park trafen wir schon auf Elefanten und Giraffen, zwei Tierarten die uns auch in den nächsten drei Stunden immer wieder beehrten. Aber auch eine riesige Herde Wasserbüffel positionierte sich vor uns und wir entdeckten Nilpferde und ein Krokodil in einem Tümpel. Wir hatten grosse Freude daran endlich mal wieder in einem Nationalpark zu sein, auch wenn sich einem hier bei der Betrachtung der Eintrittspreise schier der Magen umdreht. Tanzania, sowie auch Kenia, ist sehr sehr teuer was Nationalparks anbelangt, sodass wir uns in Tanzania wahrscheinlich „nur noch“ die Serengeti leisten können und auch in Kenia sorgfältig auswählen müssen.

Elefanten im Mikumi

Elefanten im Mikumi

Mikumi NP

Mikumi NP

Nach dem schönen Vormittag im Mikumi fuhren wir weiter nach Morogoro, ein ziemlich Kaff, das nur als nächtliche Zwischenstation auf dem Weg nach Dar es Salaam diente. Hier verabschiedeten wir uns von David, der von hier aus mit dem Minibus nach Bagamoyo fuhr (70km nördlich von Dar) und den wir erst auf Zanzibar wieder sehen sollten. Die Fahrt nach Dar es Salaam am nächsten Tag war wieder sehr lang und mühsam aufgrund der vielen Polizei und Geschwindigkeitskontrollen. Wir waren soooo erleichert und völlig erschöpft, als wir nachmittags endlich im wunderschön gelegenen „Makadi Beach Resort“ südlich von Dar es Salaam ankamen. Die Stadt und überhaupt die ganze Küste in Tanzania und auch Kenia sind sehr muslimisch und ein bunter Mix aus arabischer, indischer und afrikanischer Kultur, sowie traumhafte Strände sind überall zu finden! Dar es Salaam schauten wir uns vor Zanzibar jedoch noch nicht an, sondern verbrachten den Abend und folgenden Tag nur am herrlichen Strand, an dem wir Palmen, türkises Meer und weißen Sand fanden! Zudem räumten wir Tembo richtig auf, bekämpften Ameisen und ließen ihn ordentlich putzen, da wir ihn während unseres Aufenthaltes auf Zanzibar hier im Camp stehen lassen würden.

Nach dem erholsamen Tag waren wir am nächsten Tag (11.5.) bereit für Zanzibar und nahmen um 10 Uhr die Fähre, die uns nach 90 Minuten in Stone Town/ Zanzibar von Board gehen liess. Wir waren voller Vorfreude auf Zanzibar und wollten zwei Tage in Stone Town und einige Tage in Bwejuu am indischen Ozean verbringen. Stone Town ist eine „Stadt“ direkt am Ozean, die Franzi aufgrund ihrer Ähnlichkeit zu Indischen Städten von Anfang an faszinierte! Der arabisch/indisch/afrikanische kulturelle Mix ist hier an jeder Strassenecke zu erkennen und zu riechen, denn es duftet überall nach Gewürzen, Essen und Chai (Tee). Auch kann man sich in Stone Town leicht in den vielen kleinen Gassen verlaufen, vor allem wenn man sich mehr auf die alten schönen Gebäude, Marktstände und vielen Souvenirläden konzentriert, als auf die Wege!

Stone Town, Zanzibar

Stone Town, Zanzibar

Markt in Stone Town

Markt in Stone Town

Stone Town, Zanzibar

Stone Town, Zanzibar

Wir schliefen hier im einfachen aber netten „Malindi Hotel“ direkt am Hafen, von dessen Dachterrasse wir morgens das Getümmel auf dem Fischmarkt beobachten konnten! Wir blieben zwei interessante Tage hier und werden noch zwei weitere Tage nach unserem Aufenthalt in Bwejuu hier verbringen. Tagsüber wanderten wir durch die Gassen, kauften Franzi zwei „Alibabahosen“ (da sie für die muslimischen Länder Hosen die übers Knie gehen benötigt!), deckten uns mit einigen Gewürzen auf dem Markt ein und besorgten uns den sehr nützlichen Swahili- Sprachführer vom Lonely Planet. Abends assen wir lecker auf einem Markt, auf dem sich ein leckerer Stand neben dem anderen tümmelte und besuchten ein Taraab-Konzert, auf dem traditionelle Musik aus Zanzibar gespielt wurde.

Taraab Konzert- traditionelle Musik

Taraab Konzert- traditionelle Musik

Von Stone Town aus fuhren wir am 13.5. nach Bwejuu, wo wir uns vier Nächte im wunderschönen Evergreen- Hotel in einem Strandbungalow einnisteten. Dank Davids Beziehungen (er arbeitet in einem sehr teuren Hotel auch hier in Bwejuu) bekamen wir einen guten Preis für unseren Bungalow und hatten einfach nur paradiesische Tage hier! Der Strand hier in Bwejuu ist genauso, wie man ihn von Palmen – Postern oder Postkarten kennt: Weisser Pudersand, grüne Kokosnusspalmen und ein Meer, das in allen möglichen Blau- und Grüntönen schimmert- einfach nur herrlich! Das Wasser hier am indischen Ozean hat übrigens eine Temperatur von 28 Grad, sodass es ein guter Ersatz für Franzis geliebte Badewanne darstellt! Aufgrund der Nebensaison ist es auch hier mal wieder alles andere als überfüllt und wir verbrachten nette Abende und Nachmittage mit dem Berliner Wirtschaftswissenschaftler Justin, dessen grosse Leidenschaft das Tauchen ist! Wir wünschen dir, Justin, eine gute Weiterreise und werden dich sicherlich in Berlin oder beim Tauchen in Ägypten mal wiedersehen (vielleicht bei einem Gläschen Amarula?)!

Strand Bwejuu

Strand Bwejuu

Neben Faulenzen in der Sonne waren wir jedoch auch aktiv: so unternahmen wir eine grandiose Schnorcheltour und probierten, nach einer kurzen technischen Einführung, das Tauchen in 8m Tiefe aus! Wahnsinn was wir für Fische sahen, es war wirklich wie in einem Aquarium! Während Philipp bereits seit Jahren seinen Tauchschein hat, war es für Franzi das erste Mal- sie war jedoch so fasziniert von der Unterwasserwelt, dass sie sich gleich für den Tauchkurs angemeldete (fürs PADI Tauch- Zertifikat). Nach drei anstrengenden Tagen voller Praxis (im Meer und im Pool) und Theorie, hat sie jetzt die Prüfung bestanden und darf los auf die Unterwasserwelt!

 

 

Am Strand von Bwejuu

Am Strand von Bwejuu

Am Strand von Bwejuu

Am Strand von Bwejuu

Franzi beim Schnorcheln

Franzi beim Schnorcheln

Schnorcheln an der Blauen Lagune

Schnorcheln an der Blauen Lagune

Blaue Lagune

Blaue Lagune

Nun sind wir noch am traumhaften Strand in Bwejuu, schlafen aber seit drei Tagen bei David im Haus und werden wohl morgen (21.5.) oder übermorgen zurück nach Stone Town fahren, wo eine Delphin-Tour auf uns wartet!

Ihr merkt, es geht uns fabelhaft und wir sammeln fleissig Kräfte und Geduld für die nächsten Wochen in Tanzania! Auf Zanzibar hatten wir super Glück mit dem Wetter und während es in Stone Town schon mal heftig regnete, scheint hier in Bwejuu nur die Sonne! Wir hoffen, dass das Wetter trotz Regenzeit weiterhin auf unserer Seite ist und schicken euch viele Sonnenstrahlen und Wärme nach Deutschland!

Fotoalbum gibt es hier, einfach anklicken:

Zanzibar Fotos

Livingstonia Fotos/ Malawi

Tanzanias Süden mit Mikumi NP Fotos

 

Seid gedrückt aus Zanzibar ihr Lieben,

eure Franzi und Philipp

Glücklich im Paradies von Bwejuu

Glücklich im Paradies von Bwejuu