Archiv für den Monat April 2014

Paradies Malawisee

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Hallo liebe Leser/innen,

wir hoffen ihr hattet schöne Ostertage und der Osterhase hat fleissig Eier versteckt! Wir sind noch immer am Malawisee und geniessen Strand, Palmen und blaues Wasser, wobei es auch öfter mal regnet. Gerade kommen wir von einem wunderbaren Inselurlaub zurück, wollen jedoch erstmal über die Zeit davor noch berichten.

Als letztes haben wir uns ja vom Cape Mc Clear gemeldet und uns stand noch eine 2,5 stündige Katamaran Tour bevor. Diese war grandios! Wir waren die einzigen auf dem schönen Boot und liessen uns von Jeff über das sanfte Wasser und um einsame grüne Inseln schippern! Das Wetter war herrlich und das Wasser türkisblau! Das Highlight bestand aus dem Schnorcheln, denn im See schwimmen viele Fische in allen schillernden Farben! Wir haben uns wie in einem Aquarium gefühlt und sind nun auf der Suche nach Schnorchelsets, die wir sicherlich auf Zanzibar und an der kenianischen Küste nutzen werden! Den Nachmittag verbrachten wir dann noch in der Sonne am Strand von Cape Mc Clear und fuhren am nächsten Tag weiter in die malawische Hauptstadt Lilongwe.

Seeadler im Malawisee

Seeadler im Malawisee

Fischer am Cape Mc Clear

Fischer am Cape Mc Clear

Lilongwe ist so, wie man sich eine afrikanische „Stadt“ vorstellt: Völlig überfüllt, arm, laut, staubig und an jeder Ecke lauern Souvenirverkäufer. Es gibt einen grossen Gemüse- und Obstmarkt, allerlei Souvenirstände und ein paar Einkaufsläden. In Lilongwe schliefen wir zwei Nächte in der Korean Garden Lodge, da wir Tembo zum Service in der Werkstatt abgebeben hatten. Innerhalb eines Tages war das Auto wieder auf Vordermann gebracht und wir sind sehr sehr zufrieden mit der Arbeit des Touchline Autoservice. Einen Abend haben wir ordentlich bei einem Italiener geschlemmt und verwöhnten unsere Gaumen mit Salat, Pizza und Wein!

Nach dem Ausflug in die chaotische Hauptstadt sehnten wir uns wieder nach Ruhe und guter Luft und fuhren in die Nchisi Mountain Lodge, die laut Reiseführers „ideal für Ruhesuchende“ ist. Wir waren vorerst mal wieder die einzigen Gäste (welch überraschung, haha!) und konnten im wunderschönen Garten campen. Die Fahrt von Lilongwe nach Nchisi war zwar lang und zeitweise beschwerlich, jedoch sehr malerisch und wir konnten viel vom malawischen Hinterland sehen. In Nchisi unternahmen wir eine 3,5 stündige Wanderung, die uns u.a. in einen der letzten Regenwälder Malawis führte! Wir waren völlig fasziniert von dem grünen Regenwald, der sich plötzlich vor uns auftat und nun ist die Vorfreude auf Madagaskar und deren Regenwälder noch grösser! Nach zwei Tagen Ruhe in der Nchisi Mountain Lodge brachen wir auf, um wieder zurück an den See zu fahren.

Wir im Nchisi Regenwald

Wir im Nchisi Regenwald

Unser Ziel am See war die Makuzi Lodge in Chintheche, die für wunderschöne Strände bekannt ist! Auch die Fahrt hierher war wieder sehr szenisch und wunderschön. Überall sahen wir kleine Dörfer, kleine und grosse Lehmhütten, auf deren Dächern teilweise Kürbisse und Blumen wuchsen! Die Menschen hier begrüßen uns immer mit einem strahlenden Lächeln und freuen sich, Touristen zu sehen! Oft staunen sie auch einfach nur und flüchten regelrecht erschrocken vor dem Auto (ins Hinterland verirren sich wohl nicht viele Touristen!). Als wir nach 5 Stunden Fahrt endlich ankamen waren wir überwältigt: Eine wunderschöne Lodge mit einem wunderschönen Camping Areal an einer wunderschönen Bucht direkt am See! Es hätte nicht besser sein können! Zudem strahlte noch der Himmel, Wasser war klar und warm und wir verbrachten den Nachmittag in der Sonne am Strand. Der zweite Tag war leider nicht mehr ganz so schön, es regnete viel und wir verbrachten die meisten Zeit mit unseren Büchern und Reiseführen in den Räumlichkeiten der Lodge.

Von Chintheche fuhren wir ins nur 50km entfernte, nördliche Nkhata Bay, einem touristischen Ort am See. Hier übernachteten wir im hübschen Mayoka Village, in dem wir uns nachmittags ein Kanu und Schnorchelsets umsonst ausliehen. Die Lodge war ziemlich überfüllt, da wir jedoch am nächsten Tag eh nach Likoma Island aufbrechen wollten, war es uns ziemlich egal. Tembo konnten wir hier auf einem bewachten Parkplatz stehen lassen uns so stand unserem Inselurlaub nichts mehr im Wege! Die bekannte ILALA Fähre befährt im Moment 2x die Woche (Dienstags und Freitags) die Strecke Nkhata Bay- Likoma Island und braucht für die Überfahrt zwischen 6-7 Stunden. Wir verbrachten die gesamte Zeit an Deck, lasen und dösten viel vor uns hin. Likoma Island ist eine 8km lange und 3 km breite Insel, von der aus Mozambique und in kleinen Teilen schon Tanzania sehen kann. Die Menschen hier im Dorf sind sehr freundlich und die Kinder freuen sich über jedes Foto, das man von ihnen macht („Miss, picture, picture!“). Wir schliefen in der wunderschönen Mango Drift Lodge, die direkt am Strand unter grossen Mangobäumen und Baobabs gelegen ist. Insgesamt waren wir hier 5 Touristen, da die Touris alle bereits über Ostern hier waren und nun wieder an die Arbeit mussten. Für günstige 30 US Dollar (ca. 20€) die Nacht (für uns beide zusammen!) gönnten wir uns einen kleinen Bungalow direkt am Strand mit eigener Terrasse, von der aus wir morgens beim ersten Kaffee den Blick auf den See genießen konnten. Da es uns hier so gut gefiel und wir nach 3 Tagen auch endlich das Gefühl bekamen, nichts tun zu und mal richtig entspannen konnten, blieben wir gleich eine ganze Woche. Die Tage verbrachten wir mit Lesen, Bräunen, Schwimmen, Schnorcheln, Kanufahren und Spaziergängen über die Insel. Es tat uns mal richtig gut, eine Woche lang kaum etwas zu tun (hier gabs auch nichts, was wir groß hätten unternehmen können!) und zu erleben und nun haben wir auch wieder Kraft und Lust auf Tansania!

Mango Drift, Likoma Island

Mango Drift, Likoma Island

Wir auf Likoma Island

Wir auf Likoma Island

Jetzt sind wir wieder zurück im Mayoka Village und werden heute noch (30.4.2014) nach Livingstonia, in den Norden Malawis, fahren. Dort werden wir 2-3 Tagen bleiben und dann über die tansanische Grenze nach Mbeya fahren. Wir haben den Monat in Malawi wirklich sehr genossen, das Land ist trotz seiner „kleinen Grösse“ so abwechslungsreich und hat uns wirklich positiv überrascht! Obwohl die Menschen hier mit Pgrosser Armut und Aids zu kämpfen haben, wirkten sie auf uns in der Regel zufrieden und fröhlich und waren stets interessiert und freundlich zu uns.

 

 

 

 

Unser nächstes grosses Ziel ist Dar es Salaam an der tansanischen Küste, von wo aus es wohl Anfang nächster Woche wieder ohne Tembo nach Zanzibar gehen wird! Das nächste Mal melden wir uns wohl aus Tansania, vielleicht mit ein paar Grüssen auf Kiswahili, das ab hier nun gesprochen wird!

Fotos vom Malawisee/ Likoma Island gibt es hier!

Weitere neue Fotoalben aus den letzten Wochen gibt es hier, einfach nur anklicken!

Mana Pools NP, Zimbabwe

Harare, Zimbabe

Liwonde NP, Malawi

Nchisi, Malawi

Malawisee/ Likoma Island

 

 

 

Bis bald ihr Lieben!!!

Grüsse aus der Sonne!

Grüsse aus der Sonne!

 

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Von Harare über Mozambique an den Malawisee

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Hallo ihr Lieben,

gerade sitzen wir am Malawi See und geniessen den südlichen Teil dieses wunderbaren Sees! Hier gibt es flache Badestrände, schöne Buchten und viele Palmen!

Von Harare  fuhren wir direkt nach Malawi und machten einen kurzen Abstecher über Mozambique (Tete), wo wir eine Nacht campierten. Auch wenn wir durch den ganz kurzen Aufenthalt nur wenige Eindrücke von Mosambique erhalten konnten, waren diese doch intensiv und sehr schön! Entlang der Strasse standen überall riesig grosse und uralte Baobab- Bäume, unter denen kleine Siedlungen an Lehmhütten lagen. Überall sahen wir Menschen und Ziegen und hörten tolle afrikanische Klänge! Die Grenzübergängen waren wie immer chaotisch, aber dennoch einfach und schnell bewältigt und so fuhren wir in Malawi zu unserem ersten Ziel: Das Mulanje Bergmassiv!

Mozambique

Mozambique

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Mozambique

 

 

 

 

 

 

Das Mulanje Plateau liegt auf etwa 2000m Höhe und die einzelnen Gipfel lassen sich besteigen. Auf verschiedenen Wanderwegen gibt es dann auf Berghütten übernachtungsmöglichkeiten. Zudem gibt es viele schöne Wasserfälle und Pools, in denen man baden kann. Eigentlich fuhren wir hier zum Wandern hin, unglücklicherweise bekam Franzi dann jedoch eine Blasenentzündung, sodass aus dem Vorhaben nichts wurde. Zudem regnete es die drei Tage fast unentwegt, sodass Philipp nur einen Ausflug zum Wasserfall machte und Franzi sich schonte. Nun denn, es sollte wohl nicht sein! Das Mulanje Massiv ist von vielen Teeplantagen umrandet, denn hier begann 1891 die Teeproduktion Afrikas! Wir konnten uns gar nicht satt sehen an den wunderschönen weiten Feldern voll hellgrüner Teepflanzen! Als es Franzi (dank Antibiotikas) wieder besser ging, starteten wir unsere Weiterfahrt über Blantyre zum Malawisee.

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Mulanje Massive

Teeplantagen des Satemwa Tea Estates

Teeplantagen des Satemwa Tea Estates

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf unserer Fahrt nach Blantyre hielten wir im riesen grossen „Satemwa Tea Estate“ an, wo wir ein einstündiges Tea-Tasting mitmachten, bei dem wir viel über die Teeproduktion lernten und allerlei Teevariationen probierten!

Danach fuhren wir weiter in den Ort Blantyre, wo wir in der „Fisherman’s Rest Lodge“, campierten. Beim Abendessen lernten wir hier drei Frauen (zwei Engländerinnen, eine Australierin) kennen, die als Freiwillige für den „Book- Bus  (einen „Bücherbus“) arbeiten. Hierbei handelt es sich um ein Projekt, dass neben Malawi auch in Zambia, Brasilien und Equador vebreitet ist. Ziel dieses Projekts ist es, Schüler jedes Alters in ihrem Englisch zu fördern und ihnen einen Zugang zur Bücherwelt zu ermöglichen, indem gemeinsam gelesen wird und anschliessend Übungen zu den Büchern angeboten werden. Franzi wurde gleich ganz hellhörig, als sie hörte, dass die drei Damen auch am folgenden Tag mit Büchern aus dem Bücherbus in die nächste „Schule“ gehen würden, um den Schülern dort vorzulesen. Der „Unterricht“ würde unter Bäumen stattfinden, oder bei Regen in einer Kirche! Wir blieben also noch einen weiteren Tag und Franzi begleitete die drei Frauen vormittags zu ihrer Arbeit, vollgepackt mit mehreren Ausgaben des Buchs „Elma“. Der Unterricht verlief dann so, dass jede „Lese- Lehrerin“ sich eine Gruppe von Schülern schnappte, die aus 30-40 Kindern bestand, und ihnen gemeinsam mit einem Übersetzer, der das Buch und die Fragen der Lehrerin für die Schüler in ihre Muttersprache übersetzte. Nach einer Stunde wurden dann die Gruppen gewechselt, sodass alle vier Gruppe bei jeder Lehrerin einmal ein Buch „gelesen“ hatten. Da es regnete, fand der Unterricht tatsächlich in der Kirche statt und die Atmosphäre war unbeschreiblich und führte zu einer Dauer- Gänsehaut auf Franzis Haut. Dieser Vormittag mit den Schülern, die auf dem Kirchenboden sassen und gespannt zuhörten, war eine einmalige Erfahrung und ist nur schwer zu beschreiben.

Die Schüler in der Kirche

Die Schüler in der Kirche

Die Schüler lieben Elma, den Elefanten

Die Schüler lieben Elma, den Elefanten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag fuhren wir weiter und hielten am Liwonde Nationalpark an, wo wir eine Kanufahrt machen wollten. Wir campierten vor dem Park und starteten am nächsten Morgen um 6h die Kanu- Safari mit einem Guide, der uns viel Interessantes zur Tier- und Pflanzenwelt erzählen konnte. Wir schipperten entspannt auf dem Shire- Fluss 2,5 Stunden herum, konnten sehen wie die Natur langsam erwachte und trafen auf viele Nilpferde, die sich laut grunzend über unseren Besuch beschwerten.

WIr auf Kanutour!

WIr auf Kanutour!

Kanufahrt im Liwonde NP

Kanufahrt im Liwonde NP

Nach dieser schönen Kanutour fuhren wir weiter an den Malawisee und verbrachten zwei Nächte am wunderschönen Palm Beach, wo wir die zwei Australier wieder trafen, die wir mit Boris in Lusaka kennen lernten. Kirsty und Gareth sind bereits ein Jahr durch Australien gereist, haben ihr Auto anschliessend nach Afrika verschifft und haben nun eine ähnliche Route wie wir auf dem Plan. Wir verbrachten zwei schöne Tage am Strand, liessen die Seele in der Hängematte unter Palmen baumeln und hörten beim Lagerfeuer am Wasser den Wellen zu. Nach zwei Nächten fuhren die Australier weiter und wir wechselten unseren Standort, indem wir etwas weiter nördlich von Palm Beach zum „Cape Mc Clear“ fuhren. Auch hier im „Eagles Nest Resort“ ist der Strand wunderschön und das Camp weitaus grossflächiger. Es gibt ein schönes Restaurant und gemütliche Hängestühle aus Korb am Strand. Zudem gehört ein Katamaran zu dem Resort, mit dem wir morgen eine Tour zu vorgelagerten Inseln unternehmen werden.

Palm Beach am Malawisee

Palm Beach am Malawisee

Cape Mc Clear

Cape Mc Clear

 

 

 

 

Ihr merkt also, es geht uns blendend und wir geniessen Sonne und Strand in vollen Zügen! Nach unserer Katamaran- Tour morgen werden wir für ein paar Tage nach Lilongwe (Hauptstadt Malawis) düsen und dann spätestens am Osterwochenende wieder an den See fahren. In der nächsten Zeit werden wir uns langsam am See entlang Richtung Norden bewegen, um dann in etwa zwei Wochen die Grenze zu Tanzania zu überqueren.

 

 

Wir hoffen wie immer, dass es euch auch gut geht und wünschen euch schon einmal FROHE OSTERN! Sammelt fleissig Eier und lasst euch die Osterhasen schmecken! Leider ist auch hier das Internet wieder so langsam, dass ihr euch mit weiteren Fotos noch gedulden müsst…

Liwonde NP

Liwonde NP

Von Lusaka über den Lake Kariba nach Simbabwe

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Hallo liebe Leser/innen,

hier melden wir uns nun aus Harare, der zimbabwischen Hauptstadt! Wir campen hier im Garten der Small World Backpacker Lodge und sind erstaunt, wie sauber und irgendwie „aufgeräumt“ die Stadt wirkt. Harare ist zudem moderner als alle anderen afrikanischen Städte die wir bisher gesehen haben (Kapstadt ausgenommen!), es gibt viele verglaste Bank- und Bürogebäude aber auch eine schöne Parkanlage, die eine kleine Oase im Trubel darstellt. Drei Tage sind wir hier, denn wir warten auf unser Visum für Mozambik, das wir hier bei der Botschaft heute beantragt haben. Nun aber mehr zu unserer letzten Woche!

Nachdem Boris uns nach dreiwöchigem Besuch am 26.3. wieder verlassen hat, blieben wir noch zwei weitere Nächte in Lusaka. Dort konnten wir bei Corinne, einer Freundin von Boris, schlafen und haben uns die zambische Hauptstadt etwas angeschaut. Lusaka ist mal wieder eine typische afrikanische Stadt: Wuselig, laut, staubig, belebt und irgendwie auch interessant! Überall am Strassenrand verkaufen Frauen Tomaten, Mais und Melonen, auf verschiedenen Märkten lassen sich allerlei Souvenirs und Kleidung günstig ergattern und aus diversen Mini Bussen dröhnt afrikanische Musik. Obwohl die Stadt ganz witzig ist, hat sie uns nach vier Tagen doch gereicht und wir haben am Freitag, den 28.3., die Weiterreise zum Kariba See angetreten.

Auf der Strasse fanden wir ein Chamaleon

Auf der Strasse fanden wir ein Chamaleon

 

Der wunderschöne Stausee zählt zu den grössten Seen Afrikas und ist 10x so gross wie der Bodensee! Er liegt zwischen Zimbabwe und Zambia und wir verbrachten zwei herrlich entspannende Tage auf zambischer Seite, in Siavonga. Mal wieder hatten wir den ganzen Campingplatz, der direkt am See lag, für uns alleine und konnten in Hängematten unter Palmen die Seele baumeln lassen. Leider durften wir aufgrund der hohen Krokodilpopulation nicht im See baden, sodass wir des Öfteren dem Pool einen Besuch abstatteten- was auch schön und erfrischend war! Tagsüber lagen wir faul herum, lasen viel und planten den weiteren Reiseverlauf. Am Abend haben wir nach dem Abendessen ein Lagerfeuer gemacht, oder an der Bar Karten gespielt (wir haben unsere Rommé- und Mau Mau Kenntnisse wiederbelebt!).

Philipp in unserem Camp am Kariba Lake

Philipp in unserem Camp am Kariba Lake

Unser Campingplatz

Unser Campingplatz

Wir am Staudamm des Karibasees!Die Pose haben wir uns bei den Japanern abgeguckt ;)

Wir am Staudamm des Karibasees!Die Pose haben wir uns bei den Japanern abgeguckt 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach zwei Tagen Tiefenentspannung fühlten wir uns bereit für den Grenzübergang nach Zimbabwe, der generell für langes Warten und „Abzockerei“ bekannte ist! Wir erwarteten also einen nervigen Vormittag am Grenzübergang Kariba und wurden positiv überrascht: Alles verlief unkompliziert, schnell und wir mussten nur zahlen, was wir auch erwartet hatten! Etwas befremdlich war, dass wir von der Immigration zu „Interpol“ geschickt wurden und wir uns schon wunderten, was denn Interpol an der simbabwischen Grenze zu tun hätte! Es stellte sich heraus, dass mit „Interpol“ die „interstate- police“ gemeint war. Diese wiederum, bestehen aus einer Frau und einem Mann, die auf ihren klapprigen Holzstühlen in einer kleinen Holzhütte einzuschlafen schienen, wirkten sehr erfreut über unsere „Gesellschaft“ und wollten über uns und das Auto einzig und allein wissen, wohin wir fuhren und ob wir verheiratet seien! Vor allem unsere Beziehung schien die Dame zu interessieren und sie verabschiedete uns mit den Worten, dass sie eine wunderbare Hochzeit erwarte, ohne baldige Scheidung! Mit Stempeln im Pass und einem Lachen auf den Lippen verliessen wir also den kleinen Grenzübergang am Kariba See und fuhren in den berühmten Nationalpark „Mana Pools“.

Mana Pools ist Afrikas einziger Nationalpark, in dem sich Besucher frei bewegen können! Diese Tatsache und die vielfältige Landschaft innerhalb des Parks, die sich durch Berge, Wald, den Zambezi und die typische afrikanische Steppe auszeichnet,- machen Mana Pools zu einem „Muss“ in Zimbabwe. Im Nationalpark gibt es vier grosse Pools (Teiche/ Tümpel), woher der Name stammt, denn „Mana“ bedeutet vier. Trotz des hohen Eintrittpreises entschieden wir uns nach langem Hin- und Her also für einen Besuch und waren zwei Tage/Nächte seine Besucher. Unser Camp war wunderschön direkt am Zambezi Fluss gelegen und wir waren wieder einmal völlig für uns (es campten noch 6 Australier, aber deren Platz war so weit entfernt, dass wir sie kaum sahen!). Im Zambezi darf man leider nicht schwimmen, da auch hier viele Krokodile und Nilpferde leben. Wir waren aber auch schon mit dem wunderschönen Ausblick mehr als zufrieden und konnten nachts Nilpferde hören und beobachten, wie sie aus dem Wasser zum Camp stapfen auf der Suche nach Nahrung. Da überlegt man doch zweimal, ob man nachts „mal raus muss“! Neben Nilpferden hörten wir nachts auch Hyänen und Löwen brüllen, wir fühlten uns wirklich wie in tiefer Wildnis! Auf Pirschfahrten haben wir vor allem Nildperde, Zebras und Elefanten gesehen. An einem Tümpel konnten wir Krokodile sehen, die sich in der Sonne aalten, jegliche Raubkatzen blieben jedoch leider im Verborgenen. An einem Morgen meldeten wir uns zu seiner „Walking Safari“ an, bei der ein Guide mit uns durch den Busch lief. Auch wenn wir uns alleine hätten frei bewegen können, fühlten wir uns doch sicherer mit jemand Erfahrenen an unserer Seite, der uns mit seinem Gewehr hätte verteidigen können. Schliesslich sind Löwen, Leoparden und Co trotzdem unterwegs, auch wenn wir sie nicht sehen konnten! Die „Walking Safari“ war ganz nett und die Bewegung tat gut (schliesslich sitzen wir den Grossteil des Tages im Auto oder in einem Camp!), allerdings war unser Guide nicht gerade mitteilungsbedürftig und wir haben nichts Neues gesehen. Mana Pools‘ Landschaft ist wirklich wunderschön und wir waren sehr angetan und von seinen verschiedenen Facetten. Auch hatten wir wahnsinniges Glück mit dem Wetter, denn vor zwei Wochen war der Park noch unpassbierbar aufgrund des Schlamms und Regenmassen. Mitterlweile war alles trocken und wir hatten durchgängig blauen Himmel und strahlende Sonne. Das Glück war auf unserer Seite!

Von Mana Pools fuhren wir am 1.4. weiter nach Harare, wo wir nun sind. Von hier werden wir übermorgen über Mosambique nach Malawi reisen, wo wir uns erst einmal im Süden aufhalten wollen. Wir haben vor im Mulanje Massiv zu wandern, dort Teeplantagen zu besuchen und anschliessend am südlichen Ende des Malawisees einige Tage zu verbringen.

Fotos vom Karibasee gibt es hier und mit den anderen Fotoalben müsst ihr euch noch etwas gedulden, da das Internet hier nur seeeehr langsam ist.

Seid gedrückt!

Auf dem Weg zum Kariba See

Auf dem Weg zum Kariba See