Archiv für den Monat Dezember 2013

Weihnachten am Zambezi

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Liebste Weihnachtsgrüsse aus dem sonnigen Botswana schicken wir euch! Sind hier heute angekommen im Senyati Camp (bei Kasane) und werden ab morgen die nächsten Tage im Chobe Nationalpark verbringen! Obwohl jetzt die Regenzeit hier beginnt und demnach wohl nicht sooo viele Tiere zu sehen sind, sind wir doch guter Hoffnungen und uns gefällt die so sattgrüne Landschaft Botswanas schon jetzt! Zudem haben wir bereits am Grenzübergang zu Botswana drei Elefanten gesehen, was unsere Herzen schon hat höherschlagen lassen! Die Grenzüberquerung von Namibia nach Botswana verlief auch unkompliziert und problemlos, etwas befremdlich war, dass wir unsere Schuhe durch abputzen auf einer Matte desinfizieren sollten und mit Tembo durch ein „Desinfektionsbad“ fahren mussten, was einfach wie eine riesige Dreckspfütze aussah (und wohl auch eine war!).

Dass im Moment Weihnachten ist, ist unglaublich! Hier ist es so heiss und den gestrigen Tag haben wir auf unserem Camping Platz „Kalizo“ am Zambezi Fluss (noch in Namibia aber an der Grenze zu Zambia) verbracht! Tagsüber lagen wir am Pool und haben gelesen, nachmittags haben wir eine wunderschöne zweistündige Bootstour auf dem Zambezi gemacht! Wunderschön blau ist der breite Fluss und das Schilf tiefgrün! Wir haben sogar drei Nilpferde gesehen, wovon eins sein Maul weit aufgerissen hat (wohl eher aus Müdigkeit, angriffslustig wirkte es nicht!)! Abends haben wir dann in der zum Campingplatz gehörigen Lodge zu Abend gegessen, wenigstens an Heiligabend wollten wir mal nicht selbst lochen! Es gab Hühnchen mit Salat. Obwohl wir ziemlich das Gleich am Abend zuvor selbst gekocht hatten, genossen wir es, bekocht zu werden und langten ordentlich zu.

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Ja und nun sitzen wir hier in Botswana und freuen uns auf den Chobe Nationalpark! Wir melden uns die Tage wieder und hoffen, dass ihr erholsame Weihnachtstage verbringt! Neue Fotos vom Zambezi und unserem Weihnachten gibt’s hier und wir haben ein zusätzliches Fotoalbum „Unser Leben im Auto angelegt, in das wir immer wieder neue Fotos hochladen, damit ihr euch vorstellen könnt, wie wir in und mit Tembo hausen!

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Tief im Matsch

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Hallöchen ihr Lieben,

fröhliche Vorweihnachtsgrüsse schicken wir euch aus dem interessanten Norden Namibias, dem sogenannten Caprvistreifen! Vorgestern, am 20.12., brachen wir  am Etosha Nationalpark Richtung Caprivistreifen auf. Unser erster Übernachtungsstopp war in Rundu geplant. Wir hatten Glück, die Strasse war geteert und gut zu fahren, ausser, dass andauernd Esel, Ziegen und Rinder auf der Strasse waren, was die Fahrt doch etwas herausfordernd gestaltete.

Elefanten auf der Fahrbahn! Leider nur auf dem Schild...

Elefanten auf der Fahrbahn! Leider nur auf dem Schild…

Auch war die fünfstündige Fahrt von starken Regenschauern begleitet und wir merkten, dass wir uns Botswana und der Regenzeit näherten! Franzi hatte an diesem Morgen ihre erste Lariamtablette zur Malariaprophylaxe geschluckt und war den ganzen Tag über so müde, dass sie andauernd und überall einschlief. Aber wenn Müdigkeit die einzige Nebenwirkung des so starken Medikaments ist, ist es ja in Ordnung und dann wird die Tablette nächste Woche eben vorm Schlafengehen genommen! In der kleinen aber sehr quirligen Stadt Rundu war viel los, viele Menschen tummelten sich an den Strassen und laute Musik ertönte aus Shabeens (traditionelle kleine Bierhütten) uns Lehmhütten. Abends richteten wir unseren Campingplatz ein und gingen noch zum nahegelegenen Markt, wo wir  Reis und Kartoffelsalat mit Bohnen bekamen. Lecker war es, nur der letzte Bissen blieb Franzi im Hals stecken! Zum Glück merkte sie noch, dass sie auf etwas Hartes biss, holte das Etwas heraus und sah einen riesigen braunen fetten Käfer! Ekelhaft!!!!!

Am nächsten Morgen gingen wir nochmal zu Markt, assen leckere Teigbällchen in Zuckersaft (endlich mal wieder was Fettiges!) und Franzi kaufte sich ein schöne afrikanisches Tuch, das als Tischdecke oder Rock dienen kann. Gestärkt traten wir die Weiterfahrt an, wir wollten bei den Popa Wasserfällen halten und dann weiter zum Camping Platz der Namushasha Lodge in der Nähe des Mudumo NP (immer noch Caprivistreifen) fahren. Die „Popafalls“ waren wunderschön und wir hielten dort für ein kleines Picknick zur Mittagszeit an.

Popa Falls

Popa Falls

Auf der Weiterfahrt regnete es nur etwas, wir sahen einen wunderschönen Regenbogen und viele Menschen und Tiere begleiteten uns auf der Strasse. Auch nahmen wir wieder einmal eine Mutter mit ihrem Baby und ihren zwei kleinen Söhnen ein Stückchen mit, wer weiss, wie lange sie schon an der Strasse auf eine Mitfahrgelegenheit gewartet hat! Die Natur hier im Caprivistreifen ist wunderschön und ähnelt wohl dem, was uns in Botswana erwarten wird: Grüne Wiesen, grüne Bäume, abwechselnd Sonne und Regen und viel Matsch!

Den Matsch und seine Tücken durften wir heute genauer kennen lernen, nämlich im Mudumo Nationalpark! Zuerst fuhren wir zu den „Hippo-pools“, ein wunderschönes tiefblaues Gewässer, in dem sich wohl auch auf Nilpferde (die es hier überall gibt und die sehr gefährlich sind!) aufhalten- wir haben keine gesehen.

Seerosen an den Hippopools

Seerosen an den Hippopools

Wir zwei vor den Hippopools

Wir zwei vor den Hippopools

Nach den Hippo-pools fuhren wir weiter in den Nationalpark hinein und trafen auf riesige Wasserlöcher und viel Schlamm. Wir durchquerten viele Wasserlöcher, einige flach und einige tief, bis wir auf eine so riesige und schlammige „Pfütze“ stiessen, bei der wir uns entschieden, lieber um sie herum zu fahren statt mitten hindurch- was sich als fataler Fehler erwies. Denn wir blieben stecken! Und das mitten in der Mittagshitze, 8km von der Rangerstation entfernt, deren Telefonnummer wir natürlich nicht hatten.  Tembos Reifen gerieten bei jedem Fahrversuch nur weiter in den Schlamm hinein und auch die Sandbleche und die Seilwinde, die wir um mehrere Bäume befestigten um das Auto wieder herauszuziehen, brachten uns nicht mehr aus dem Schlamm hinaus. Dann riss unglücklicherweise aus noch die Seilwinde aus dem Auto heraus  und es ging nicht mehr. Ausserdem war alles voll Viehcher und ekelhafte Insekten flogen uns in Ohren, Nase und Augen! In der Mittagshitze rann der Schweiss an uns herunter und die riesige Nilpferdspuren um das Auto herum verrieten uns, dass die gefährlichen Tiere (trampeln Menschen tot, wenn sie sich gestört und bedroht fühlen!)  ganz in der Nähe waren, was nicht gerade zu unserer Ruhe beitrug! Über einige Umwege erhielten wir die Telefonnummer unsere Lodge, die dann zwei Ranger zu uns schickte! Nach ca. 4 Std war der Schrecken also vorbei und mit viel Geduld und Kraft halfen die Ranger uns, Tembo aus dem Schlamm zu ziehen! Als wir das Auto der zwei Männer hörten, fühlten wir uns wir Robinson Crusoe, der nach 18 Jahren Inselleben endlich sein Rettungsboot erblickt!

Tiefe Nilpferdspuren

Tiefe Nilpferdspuren

Tembo kommt nicht mehr heraus...

Tembo kommt nicht mehr heraus…

Was für ein Tag, wir waren fix und fertig als wir nachmittags am Campingplatz wieder ankamen und waren erst einmal damit beschäftigt, diverse Tierchen und Schlammspuren unter der Dusche von unseren Körpern zu entfernen. Naja wir haben daraus gelernt und sind froh, dass wir noch Glück im Unglück hatten und wir tagsüber stecken geblieben sind, Empfang hätten und es zur Not auch innerhalb 2-3 Stunden Fussmarsch zur nächsten Rangerstation geschafft hätten!

Morgen fahren wir weiter zur Kalizo Lodge, werden nach dem Schrecken heute jedoch die Teerstrasse nehmen:)  Weihnachten werden wir dort auch verbringen, eine Sonnenuntergang- Bootsfahrt mitmachen und abends Essen gehen. Am 25.12. geht es dann nach Botswana herein, worauf wir sehr gespannt sind!

Lasst es euch gut gehen ihr Lieben und geniesst die freien Weihnachtstage!

Etosha Nationalpark

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Hallo liebe Leute,

hier sind wir nun wieder und melden uns aus dem wunderschönen Onguma Camp, am Rande des Etosha Nationalparks! Eigentlich hatten wir hier vorab nur eine Nacht gebucht, die Anlage verlockte jedoch zu vielen weiteren und so gaben wir nach und quartierten uns für eine weite Nacht ein… 🙂 Es gibt einen Pool, kostenloses Internet, viel Kaffee umsonst, Palmen und super schöne und große Camping Plätze! Nun gut, heute legen wir also einen „Ruhetag“ hier ein und morgen geht die Reise weiter, denn wir wollen ja nach Botswana!

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Die letzten drei Tage (15.-18.12.) haben wir im Etosha Nationalpark verbracht, dem ersten Nationalpark auf unserer Reise! Wir waren innerhalb des Nationalparks im Okaukuejo und Halali Camp, beide waren völlig leer, was uns mal wieder verwunderte, da uns immer erzählt wurde, dass wir die Camps unbedingt vorher buchen müssten, da sie im Dezember sooo überfüllt sind. Nun gut…

Die Natur im Etosha besteht hautsächlich aus Buschland und Steppe. Die Natur ist nicht besonders „hübsch“, dennoch fasziniert die Weite und natürlich die wunderbare Tierwelt! Im Etosha sind einige Wasserlöcher zu finden, die zum Teil natürlicher Quelle und somit meistens trocken sind (auch hier herrscht Wassermangel), zum Teil aber auch künstlich angelegt worden sind, um den Tieren Wasser zu spenden. Da nun aber die Regenzeit beginnt und die Tiere nicht mehr nur auf diese z.T. künstlich angelegten Wasserlöcher angewiesen sind, haben wir im Etosha Park nur selten an den Wasserlöchern viele Tiere vorgefunden.

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Wasserloch im Okaukuejo Camp

Unsere Camping Plätze lagen jeweils an einem Wasserloch, an denen wir mit etwas Glück Tiere trinken sehen konnten. Das Wasserloch im Okaukuejo Camp erinnerte an Kino, es handelte sich um ein künstlich angelegtes, es gab Scheinwerfer, Bänke und sogar eine Tribüne für die „Zuschauer“. Wir haben dort lediglich Zebras, Schakale, eine Eule und ein Nashorn gesehen. Nun ja, besser als nichts!

Im Halali Camp jedoch konnten wir an beiden Abenden um die 30 Elefanten beim Trinken und Spielen beobachten konnten, was für ein Bild! Wir waren so beeindruckt und konnten uns daran gar nicht sattsehen- was für ein Abendprogramm! Besonders fasziniert hat uns die Interaktion zwischen den Elefanten: Während sich die Elefantenkühe alle rührend um die Babies (Franzi hätte diese am liebsten mitgenommen!) kümmerten und ihnen zeigten, wie sie aus dem Wasserloch trinken können, standen um die 4 Elefanten „zur Wache“ in etwas Entfernung und passten vermutlich auf, dass kein Löwe o.ä. sich nähert.

Pubertierende halbstarke Elefanten

Pubertierende halbstarke Elefanten

Die „halbstarken Elefanten“, die an pubertierende Teenager erinnerten, tobten sich in kleinen Kämpfen aus und wieder andere Elefanten, schlangen ihre Rüssel ineinander oder schmiegten sich liebevoll aneinander. Ihr merkt, diese zwei „Elefanten- Abende“ haben Eindruck hinterlassen und werden mit Sicherheit zu den schönsten Erlebnissen auf der Reise gehören!

Neben Elefanten haben wir auch viele Giraffen gesehen, die zum Teil neben uns auf der Straße liefen und uns mit ihrer Eleganz und Ruhe beeindruckten! Auch einige Nashörner kreuzten unseren Weg und wir waren überrascht, wie schnell diese laufen können!

Diese zwei Giraffen verfolgten uns auf der Strasse :)

Diese zwei Giraffen verfolgten uns auf der Strasse 🙂

Am letzten Tag im Etosha Park hatten wir dann noch die Ehre mit fünf Warzenschweinen, was für Tiere! Diese „Pumbas“ sehen aus wie das Ergebnis einer Kreuzung von Hyäne und Gnu, oder Hyäne und Schwein! Das Warzenschwein hat kein Fell, sondern ist nackt, hat riesige Warzen im Gesicht, gigantische Hauer und eine Schnauze, die fast so lang ist wie der ganze Körper! Im Gegensatz zur böse aussehenden Hyäne, hat das Warzenschwein aber auch etwas sehr niedliches an sich! Wir hatten ganz schön viel Spaß diese Tierchen zu beobachten, besonders als zwei anfingen sich im Schlamm zu suhlen und zwei andere miteinander kämpften und ihre Hauer gegeneinander stießen!

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Im Halali Camp haben wir einige Zeit mit einem netten belgischen Pärchen verbracht, die eine einmonatige Tour durch Namibia gemacht habe. Sie waren auf der Suche nach Leoparden, um diese zu fotografieren- leider ohne Erfolg. Anstelle des heiß begehrten Leoparden fanden sie jedoch eines Abends, wir kamen gerade mit ihnen vom „Elefantenspektakel“ am Wasserloch zurück, einen Honigdachs neben ihrem Auto vor! Dieser hatte sämtliche Vorräte verspeist, Packungen aufgerissen, Doseninhalte auf dem Boden zerstreut und saß nun friedlich muffelnd in der Mülltonne und zeigte uns seine großen spitzen Zähne! Unter lautem Lachen halfen wir ihnen, das Chaos zu beseitigen und der Honigdachs dampfte schnell davon!

Ihr seht also, wir haben wirklich viel erlebt in den drei Tage im Etosha und die Tage haben sich wirklich gelohnt! Nun reicht es aber auch mit „Safari“, es ist nämlich auch ziemlich anstrengend, nur im Auto zu sitzen, auch wenn die Straßen größtenteils angenehm zu fahren sind. Zu vergessen ist auch nicht, dass man sich innerhalb des Nationalparks nicht einfach frei bewegen darf und  man nur im Camp das Auto verlassen darf. Auch Tiere zu beobachten ist natürlich wundervoll und auch entspannend, fordert jedoch auch heraus und ist, vor allem für die Augen und bei der Hitze, anstrengend. Waren die Tiere einmal da, konnten wir schon lange dasitzen und sie beobachten aber der Sorte Mensch, die stundenlang an einem Ort auf ein Tier wartet, gehören wir beide nicht an!!!

Jetzt steht als nächstes die Weiterfahrt durch den Caprivizipfel in den Chobe Nationalpark in Botswana an! Bald müssen wir unsere erste Malaria- Prophylaxe Tablette für Botswana nehmen und wir sind gespannt, wie wir die Nebenwirkungen vertragen (bisher sind wir nämlich noch super gesund. Toi toi toi). Weihnachten werden wir wohl im Caprivistreifen irgendwo verbringen, dann in den Chobe Nationalpark und ins Okavango Delta fahren und euch Silvester aus dem KTP (Kgalagdi Transfortier Park) an der Grenze zu Namibia ein frohes neues Jahr wünschen!

Bis bald ihr Lieben, wir freuen uns immer, wenn wir von euch hören und lesen! Foto vom Nationalpark gibt es hier!

Wir beide mitten in der ausgetrockneten Etosha Pfanne

Wir beide mitten in der ausgetrockneten Etosha Pfanne

Von Walvis Bay ins Kaokovelt

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Hallo ihr Lieben,

hier ist nun endlich mal wieder ein Lebenszeichen von uns!!! Wir sind eben nach einer achtstündigen, mühsamen Autofahrt in Ouijo (südlich des Etosha Nationalparks in Namibia) angekommen und haben seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder Internet! Damit ihr wisst, was wir in der letzten Zeit so erlebt haben, kommt hier ein Bericht der letzten Woche, viel Spass beim Lesen! J

Am 7.12. konnten wir endlich die Fahrt mit Tembo starten, als erstes Ziel und Übernachtungsmöglichkeit hatten wir uns das Ugab Rhino Camp am Ugab Fluss gesetzt! Die erste kleine Pause machten wir am „Cape Cross“, einer riesigen Seelöwen- Kolonie! Wir wurden schon vor dem Gestank und vereinzelnd sterbenden Tierchen gewarnt, jedoch versetzte das, was wir am Cape Cross vorfanden, uns in pures Staunen und gleichzeitiges Entsetzen! Erst wenn ihr die Bilder seht, könnt ihr euch vorstellen wie es dort aussah und stank!!! Tausende von Seerobben, Seerobbenbabies und Seelöwen tummelten sich, lagen aufeinander, robbten umher, starben und grunzten lautstark vor sich her! So etwas haben wir noch nie gesehen… und gerochen!

Weiter ging es dann, die Strassen wurden immer schlechter, staubiger und steiniger, Richtung Ugab Rhino Camp, wofür für eine halbe Ewigkeit brauchten! Dank Philipps Geduld und Fahrkünste, überlebten wir und Tembo die hitzige Fahrt durchs steinige Gebirge, in dem es nicht wirklich so etwas wie eine Strasse gab, und kamen abends bei dem wunderschön gelegenen, einsamen Camp an. Wir waren die einzigen Gäste und es war ruhig, wie wir es noch nie irgendwo anders erlebt hatten! Schnell was gegrillt, ein paar Fotos vom Camp und den im Sonnenuntergang getränkten Bergkuppen gemacht und schwupps! fielen wir totmüde ins Bett.

Am nächten Tag ging es dann weiter für uns und Tembo, als Tagesziel hatten wir uns „Twyfelfontein“ gesetzt, ein kleiner Ort, der für seine Felsmalereien bekannt ist! Die ewige Fahrt war auch hier sehr beschwerlich und Franzi wurde ganz übel vom Geschaukel! Unebene Wege, keine richtigen Strassen und phasenweise brauchten wir 1 Std für 20km! Was haben wir uns immer gefreut, wenn wir mal kurz im 3. Gang fahren konnten! Dabei regnete es auch noch und die Landschaft sah mit ihrer Kargheit und den Bergkuppen zeitweise sehr bedrohlich aus! Wahnsinn, was das Auto so aushält, wir hatten wirklich Angst um die Reifen! Umso glücklicher waren wir, als wir kurz vor Twyfelfontein die „Orgelpfeiffen“ in den Bergen entdeckten, lustige Steinformationen, die wirklich wie Orgelpfeiffen aussehen! Auch das Aabadi Mountain Camp war wunderschön und wir waren mal wieder die einzigen Gäste, ein ganzer Camping Platz- inklusiver toller Baumduschen- nur für uns und das für zwei Nächte- wunderbar! Der Aba Huab Fluss direkt am Camp war bei unserer Ankunft leider ausgetrocknet, aber nur bis wir am nächsten Tag Zeugen einer Sturmflut waren und das trockene Flussbett sich in sekundenschneller zu einem reissenden Fluss entwickelte! Das hat es seit einigen Jahren nicht mehr gegeben, auch hier lässt sich also Namibias chronischer Wassermangel beobachten! Am nächsten Tag starteten wir ausgeruht den Tag mit einer Tour zu den bekannten Felsmalerei in Twyfelfontein! Die Tour war sehr interessant und unser Guide ein sehr lustiger Typ! Nachmittags hatten wir uns in der Twyfelfontein Country Lodge zu einer vierstündigen Tour durch trockene Flussbetten und Wüstenlandschaften angemeldet, die das Sichten von Wüstenelefanten zwar nicht garantierte, aber doch für „sehr möglich“ hielt. Natürlich mussten wir die mitmachen! Wir waren mal wieder die einzigen und hatten so unseren Guide und das grosse Safariauto ganz für uns! Es ging durch tolle Landschaften und wir haben einiges über Namibias Natur und interessante Pflanzen gelernt! Schon bald sahen wir Oryx Antilopen und Strausse, die direkt vor uns mit viel Speed über die Weite Namibias pesten! Was für ein Anblick! Doch wo blieben die Elefanten? Die Landschaft wurde immer sandiger und wir konnten immer schlechter sehen vor lauter Sand in den Augen. Zum Glück konnten wir noch die Elefantenherde erkennen, die samt dreiwöchigen Babies, auf einer Düne stand und mit ihren Rüsseln die Bäume nach grünen Blättern absuchte! Was waren wir begeisert, ein wunderschönes Erlebnis und wirklich einzigartig, denn die Wüstenelefanten mit ihren riesigen Ohren, sind ziemlich selten! Umso erstaunter waren wir, als wir wenige Minuten später eine weitere Elefantenherde entdeckten, somit hatten wir insgesamt um die 15-20 Elefanten gesehen!!! Wir begleiteten in unserem Fahrzeug diese Elefantenherde bis zum Wassertank, aus dem sie immer trinken und hatten wir zu lachen und staunen! Unsere Tour hatte sich also gelohnt und wir waren überglücklich, als diese bei einem „Sundowner“ (Sekt bei Sonnenuntergang) auf einer Düne endete!

Am nächten Tag ging es morgens für uns früh los, denn wir wollten es bis ins abgelegene Kaokovelt schaffen, eine einzigartige Landschaft, in der viele Himbas noch traditionell leben. Da wir so viel Interessantes über den Ort „Purros“ im Vorhinein gelesen hatten, wollten wir gerne für 2-3 Tage dort hin und nahmen die lange und anstrengende Fahrt mal wieder in Kauf! Was für eine Fahrt! Trotz vieler wunderbarer Erlebnisse, wie dem Erspähen von Giraffen, Springböcken und Straussen und einer angenehmen Kaffepause in  einer Lodge in Sesfontein (hier fühlten wir uns wie in Tausend und einer Nacht), brachte die Fahrt auch unschöne Momente mit sich. So haben wir einen vor 20-Minuten passierten Unfall gesehen, bei dem die Insassen zwar noch unter Schock standen, im Gegensatz zu ihrem Auto (das sich auch überschlagen hatte!) jedoch glücklicherweise ungeschädigt waren. Was für ein Schreck, so schnell kann es also gehen! Streckenweise mussten wir mit Tembo im Tiefsand fahren auf einem Weg in der Wüste, der so abgelegen war, dass wir dort wirklich nicht stecken bleiben wollten! Zum Glück blieben wir davon auch verschont, eine afrikanische Familie vor uns leider nicht! Ein kleines Auto mitsamt Anhänger und 6 Leuten steckte also fest! Als erste Massnahme schlugen wir erst mal vor, dass die afrikanische Mama (und dies war wirklich eine „African Mama“) mit ihrem Gewicht und ihren Kindern aus dem Anhänger steigt, da war der Anhänger (der mit Essen gefüllt war!) schon mal etwas leichter! Mit viel Kraft, Sandblechen und Seilwinde und einem starken Tembo, schafften wir es, das Auto und den Anhänge aus dem Sand zu ziehen. Eine Stunde standen hatte uns diese Aktion bei Hitze in der Wüste gekostet, der Sand fühlte sich wie eine 2. Haut an! Endlich konnte es weiter gehen und langsam aber heil kamen wir abends völlig kaputt in Purros an! Purros besteht nur aus Bergen und Wüste und wenigen Strohhütten. Der wunderschöne Camping Platz, auf dem wir vorerst die einzigen waren,  war nochmal einige Kilometer von den Hütten entfernt, es gab hier also NICHTS! Wir nutzten den nächsten Tag zum Ausruhen, Heckzelt aufbauen und Umsortieren von Kisten. Wir spazierten ein wenig durch die Dünen, die unseren Camping Platz umgaben und staunten nicht schlecht, als wir auch hier in nächster Nähe, nur wenige Meter von uns entfernt, zwei Giraffen sahen! Auch Elefantenfussabdrücke, Strausse und Springböcke konnten wir beobachten, was mal wieder die Einzigartigkeit der Natur und Tierwelt beschreibt! Die Natur hier ist wunderschön und erstaunlich, da Purros zwar von Bergeketten umgeben ist, gleichzeitig jedoch auch wie in einer Wüste liegt! Wir machten noch einen kleinen Abstecher in das nahe gelegene Himba-Dorf, der Ausflug erwies sich aber eher als Enttäuschung. Wir mussten Eintritt und Souvenirs zahlen und die Frauen waren so unfreundlich und verschlossen, dass wir uns bei der eigenartigen Atmosphäre noch nicht einmal getraut haben, Fotos zu machen. Zum Glück trafen wir auf der nächsten Autofahrt am Strassenrand freundliche und offene Himbafrauen und –kinder, denen wir Schmuck aufkauften und ihnen mit Seifenblasen und Kekse eine kleine Freude bereiten konnten! Rückblickend stellen wir fest, dass Purros zwar wunderschön gelegen ist, die Strassenverhältnisse dorthin jedoch so katastrophal sind, dass sich eine Fahrt dorthin eigentlich nur lohnt, wenn man noch weiter fährt und Purros sozusagen auf dem Weg liegt.

Da wir am 15.12. unsere 1. Nacht in einem Camp im Etosha- Nationalpark gebucht haben, mussten wir uns am nächsten Tag so langsam auf den Weg machen und übernachteten zwei Nächte auf dem „Khowarib Community Campingplatz“, von dem aus wir eine wundervolle Aussicht auf Berge, Tal und Fluss hatten! Wir unternahmen einen wundervollen Ausflug zum Wasserfall in Ongongo! Dort waren wir mal wieder die einzigen und verbrachten den Tag am und im Wasserfall, was für eine tolle Erfrischung bei über 40 Grad! Ein lustiges Erlebnis war auch, als wir ein am Strassenrand stehendes afrikanisches Mädchen und stehenden Jungen mitsamt ihrer neugekauften Ziege ein Stück im Auto mitnahmen, das war ein herrlicher Anblick, wie die Ziege im Auto sass!

Nun freuen wir uns auf den Etosha Nationalpark und hoffen, weiterhin viele Tiere zu sehen! Wir melden uns, sobald es wieder möglich ist und wünschen euch schon mal eine wunderschöne und erholsame Weihnachtszeit! Foto von der beschriebenen Tour sind hier zu finden!

Wüstenelefanten

Wüstenelefanten

Wüstenelefanten

Wüstenelefanten

Wüstenelefanten

Wüstenelefanten

Tembo ist da!

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Da wird Tembo im Container angefahren!

Da wird Tembo im Container angefahren!

Juhuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu, endlich ist unser Tembo bei uns! Als der Anruf heute Mittag kam dass wir ihn nachmittags am Containerhafen abholen könnten, konnten wir es ja noch gar nicht fassen! Nach 10 Tagen Wartezeit war die Freude also riesig und der Schock um so grösser, als der Wagen zuerst nicht ansprang und der Schlüssel nicht zu drehen war!!! Mit Engelsgeduld und viel Ruhe ging es dann aber doch irgendwann und schon war Tembo von Seilen befreit und aus dem Container gefahren!

Juhuuu, er ist noch im Container!

Juhuuu, er ist noch im Container!

Nun mussten wir noch den Dachgepäckträger aufs Dach hieven und befestigen, zum Glück hatten wir schnell viel Hilfe und ging es ruckizucki! Der  „Zoll“, durch den das Auto angeblich in unserem Beisein gehen sollte, war eine ziemlich Lachnummer. Eine Dame hat lediglich Tembos Nummernschild mit dem auf den Papieren abgeglichen und schon war sie wieder weg und das Auto in unseren Händen. Naja, uns soll es recht sein 🙂IMGP2494

Nun ist auch Tembo bei den Palmen angekommen :)

Nun ist auch Tembo bei den Palmen angekommen 🙂

Heute haben wir dann noch gut für die nächsten Wochen eingekauft und die nächsten Punkte unserer Reiseroute festgelegt.

Philipp beim Planen unserer Reiseroute in den Norden Namibias

Philipp beim Planen unserer Reiseroute in den Norden Namibias

Zuerst wird es zum Ugab-River gehen, von dort aus nach Twyfelfontein und dann (wenn es der Regen und Überflutungen der Flüsse zulassen) nach Purros, wo noch viele Himba leben. Von dort aus wollen wir ganz in den Norden zu den Epupa-Fällen fahren und dann über Upowo und Sesfontein in den Etosha Nationalpark, wo wir pünktlich zu Franzis Geburtstag am 15.12. beim Camp ankommen. Ob dies alles so klappt, werden wir sehen, aber wir sind ja flexibel 🙂

Da wir jetzt erstmal unterwegs sein werden und nicht sicher sind, wann wir das nächte Mal Internet haben, wünschen wir euch allen schon mal eine schöne Advents- und Weihnachtszeit! Wir melden uns so bald wie möglich!!!

Sonnenuntergang in Walvis Bay gestern Abend

Sonnenuntergang in Walvis Bay gestern Abend

Wunderschöner Sonnenuntergang gestern Abend in Walvis Bay

Wunderschöner Sonnenuntergang gestern Abend in Walvis Bay

Auch die Pelikane haben den Sonnenuntergang beobachtet

Auch die Pelikane haben den Sonnenuntergang beobachtet

Sonnenuntergang gestern Abend in Walvis Bay

Sonnenuntergang gestern Abend in Walvis Bay

Sandwich Harbour

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Leider ist unser Auto immer noch nicht bei uns, somit hat es schon 10 Tage Verspätung! Mittlerweile haben wir in Walvis Bay und Swakupmund alles erkundet, was es zu erkunden gibt (und das ist nicht viel!), und dementsprechend mies war unsere Stimmung heute Morgen, als unser Agent die Ankunft unseres Autos wieder auf „tomorrow, tomorrow“ (morgen, morgen!)  vertagt hat. Ein weiterer langer Tag in Walvis Bay also, puh! Da beschlossen wir, doch das Geld (das wir jetzt eigentlich mal sparen wollten) in eine Tour zu investieren und bekamen noch spontan zwei Plätze für die „4×4 Sandwich Harbour Tour“. Sandwich Harbour liegt ca. 56km südlich von Walvis Bay und diente einst als Walfangstation. Heute liegt Sandwich Harbour im wunderschönen Namib Naukluft Nationalpark, in der Namib Wüste sind die höchsten Dünen der Welt zu finden und einige von ihnen (wenn auch nicht die allerhöchsten, aber für uns hoch genug!)  liegen am Sandwich Harbour. Das Besondere ist, dass hier der Ozean auf die Dünen trifft, wodurch ein atemberaubendes, kontrastreiches Bild entsteht!
Wir fuhren also in einer Gruppe von acht Leute, in zwei Landrovern mit zwei Guides los und durchquerten auf dem Weg nach Sandwich Harbour das trockene Kuiseb River Delta, eine sehr trockene Landschaft. Morgens lag noch viel Nebel über dieser Region, was zu einer sehr mystischen und verwunschenen Stimmung führte! Der „Weg“ führte direkt auf dem Strand entlang, und nicht nur eine Seerobbe wurde durch uns geweckt! Ganz schön verwirrt sahen die Tierchen aus, wie sie da hochgeschreckt und schnell ins Wasser gerobbt sind. 🙂
Nebel im Namib Naukluft Park

Nebel im Namib Naukluft Park

Da staunen die Robben!

Da staunen die Robben!

In Sandwich Bay angekommen, haben wir sofort eine der Düne erklommen und hatten einen fantastischen, einmaligen Ausblick über die Sandwich Harbour Lagoon und die Wüste. Der Himmel war mittlerweile strahlendblau und die Dünen schimmerten in einem satten Gold! Wunderschön! Natürlich haben wir auch wieder Flamingos an der Lagoon beobachten können, diesmal aber von oben von der Düne aus! 🙂
Die Dünen am Sandwich Harbour

Die Dünen am Sandwich Harbour

Nach einer ausgiebigen Foto- und Spaziergangspause ging es für uns im Auto auf eine wilde Fahrt durch und über die Dünen! Ganz schön steil waren die zum Teil und wir waren froh, dass unser Guide so erfahren ist und uns sicher die hohen Dünen heruntergebracht hat- das hat ganz schön Spass gemacht! 🙂 Ein weiteres Mal hielten wir an hohen Dünen an, in denen unsere Guides ein „4 Sterne Mittagessen“ für uns vorbereiteten: Austern, Sekt, Fisch, Calamari, Hühnchen, gegrilltes Gemüse und Couscous Salat standen auf unserem Menü mitten in der Wüste! Natürlich haben wir es uns schmecken lassen und uns wie die glücklichsten Menschen der Welt gefühlt! Danach ging es in einer weiteren interessanten Fahrt, bei der  wir noch Springböcke gesehen haben, durch Wüste und Busch zurück nach Walvis Bay! Was für ein toller Tag!
Sandwich Harbour Lagoon

Sandwich Harbour Lagoon

Swakopmund und ein Fall durch die Wolken

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Mit hohen Erwartungen, da jeder uns hier von dem wunderschönen Swakopmund vorschwärmte, machten wir nun am Freitag auch endlich einen Tagesausflug in die empfohlene Stadt am Meer. Wir wurden schon darauf vorbereitet, dass vieles „ziemlich deutsch“ dort sein würde, doch das was wir dann kennen lernten, übertraf alle Erwartungen: Deutsche Strassennamen, deutsche Häusernamen, deutsche Bäckereien, deutsche Apotheken, deutsche Souvenirläden, ein deutsches Brauhaus und viele deutsche Restaurants (in denen es u.a. Leberkäse gab!). Schlicht und einfach: Wir waren wieder in Deutschland angekommen! Afrikaans oder Englisch wurde dort so gut wie nicht gesprochen, aber was wohl? Deutsch natürlich:)

Deutsches Brauhaus in Swakopmund

Deutsches Brauhaus in Swakopmund

Dennoch ist die „Stadt“ (es handelt sich eher um einen kleinen Strandort) wirklich nett, es gibt viele kleine Geschäfte, einen hübschen Park und die Promenade und der Strand am Meer sin wunderschön! Es gibt auch einen Leuchtturm, viele tolle Palmen und grosse Felsen, auf denen sich- mal wieder- viele niedliche Seehunde tümmelten und sonnten! So schlenderten wir durch das Örtchen, assen Schwarzwälder- Kirschtorte und Apfelkuchen (in einem sehr altbacken, deutschen Cafê), kauften Souvenirs und Postkarten und erholten uns vom Nichtstun bei einem Strandspaziergang am wunderschönen Strand.

Freiheitsgefühl am Strand von Swakopmund

Freiheitsgefühl am Strand von Swakopmund

Da leider keine Busse von Walvis Bay, wo wir ja immer noch bei Lala wohnen, nach Swakupmund verkehren, mussten wir mit dem Taxi zurück fahren. So warteten wir an dem grossen „Taxi rank“ (einem riesigen Taxistand)  auf ein Taxi, das uns Nachhause bringen würde. Die Taxistände dürft ihr euch nicht so vorstellen wie bei uns Zuhause, hier dienen sie auch als Marktstände und Hühnerschlachtorte!!! Es war also viel los, und die Taxifahrer kämpften um jeden Fahrgast. Kaum hielt ein Taxi mit Fahrgästen, stürzten gleich 10 andere Taxifahrer auf dieses Taxi los, um die Fahrgäste davon zu überzeugen, dass sie die richtigen Fahrer für die Weiterfahrt seien. Sehr amüsant! Es war also dementsprechend einfach für uns, ein Taxi Richtung Walvis Bay zu finden, nur leider fuhr dieses nicht los. Wir sassen nämlich nur zu dritt (mit Fahrer zu viert) im Taxi und ein Platz war dementsprechend noch frei- einer, den es zu besetzen galt! Also warteten wir und warteten, bis endlich ein Mann gefunden wurde, der mit uns fuhr. Es konnte also endlich losgehen und bald waren wir Zuhause bei unserer verrückten Lala! 🙂

Am nächsten Tag, am Samstag, sollten wir wieder nach Swakopmund „reisen“, denn wir hatten uns für einen Fallschirmsprung  bei dem Veranstalter „Ground Rush Adventures“ angemeldet! Für uns beide war es das erste Mal, dementsprechend nervös und aufregt werden wir!!! Ein anderer Gast von Lala nahm uns in seinem Auto mit in die „deutsche Stadt“ und er erzählte uns auf der ca. 20-minütigen Fahrt alles, was wir über das Kämpfen gegen Krokodile, Nashörner, Nilpferde und Elefanten wissen müssen! Nun sind wir um einiges schlauer und wissen, dass wir in einem „Nahkampf“ mit einem Krokodil diesem nur ins Auge oder in die Nasenlöcher bohren müssen, damit es uns los lässt. Da Nashörner anscheinend nicht schnell wenden/ sich drehen können, haben wir im Kampf gegen dieses wohl die beste Überlebenschance, wenn wir schnell irgendwo abbiegen oder einfach auf einen Baum klettern. Aha, wir hoffen dennoch, dass wir nie in diese Situationen kommen werden! 🙂

Nun gut, in Swakopmund angekommen, erfuhren wir beim Veranstalter, dass unser Termin zum Fallschirmsprung von 11h auf 14h verlegt wurde und wir doch nun noch schön Zeit hätten, uns das tolle Swakopmund anzusehen! Oh je,  als hätten wir das nicht gestern schon zur Genüge getan! Franzis Nerven waren ziemlich am Ende, die weiteren drei Stunden Wartezeit vor dem Flug dienten nicht gerade der Entspannung! Mit einer Cola am Strand und einem Besuch im ganz netten „Swakopmund Museum“, ging die Zeit dann doch schnell vorbei und schwupps! sassen wir mit den Veranstaltern im Jeep Richtung Wüste, wo die Cessna (das kleine Flugzeug) schon auf uns wartete, um uns über die Wolken zu bringen! Oh je, waren wir aufgeregt und gleichzeitig konnten wir den Sprung nicht erwarten! Unsere zwei Anleiter,  die mit uns im Tandemsprung springen würden, stellten sich uns vor und Franzis‘ versuchte sie- vergeblich- mit dämlichen Spässen und Kitzelattacken zu „entspannen“, womit er bei ihr leider an der falschen Adresse war! Er stellte sich dann jedoch als gut und sensibel dar und drückte somit Franzis Hand im richtigen Moment!:) Schnell schlüpften wir in die Anzüge (die uns wie Mondmenschen aussehen liessen!), wurden mit Gürtel gesichert und schon ging es, samt unserer Anleiter und Kameramann, der Franzi im Flug filmen und fotografieren sollte (Fotos folgen!), in die Luft. Allein der Flug war schon atemberaubend, wir konnten jeden Windstoss spüren und die Aussicht war phänomenal! Auf ca. 2000m Höhe öffnete sich dann die kleine Tür und Franzi flog als erste (natürlich mit Anleiter hintendrauf und Kameramann) aus der Luke! Philipp folgte wenige Sekunden später und wir beide erlebten eine einmalige, beeindruckende Erfahrung! Nach mehrfachen Kopf- über- Umdrehungen („Wo ist unten, wo ist oben?“) und viel freudigem Geschrei (von Franzi aus)  über den Wolken, gingen dann zum Glück unsere Fallschirme auf und wir segelten friedlich durch die Wolkendecke über die tolle Landschaft der Namibwüste herab auf den Boden (Franzi durfte sogar lenken, ein super Gefühl!). Wir waren ganz aus dem Häuschen als wir unten ankamen und wären am liebsten gleich nochmal gesprungen! Franzi beneidet ihren Anleiter, der jeden Tag mehrmals  fliegen darf und ihr noch im Flug mitteilte, dass die Wolken sein Job und sein Büro seien („That’s my office, baby“)!

Die Fotos von Skakopmund findet ihr hier, die vom Fallschirmsprung folgen noch, da wir sie selbst noch nicht haben!

Strahlende Gesichter kurz nach dem Fallschirmsprung

Strahlende Gesichter kurz nach dem Fallschirmsprung